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Archiv für die Kategorie ‘Computer’

Fotobuch von Saal-Digital – ein persönlicher Test

18. Juni 2017 Keine Kommentare

Kürzlich habe ich die Möglichkeit erhalten, ein Fotobuch von Saal-Digital zu testen. Ein Gutschein über 25€ sollte mich dazu bewegen, die Produktqualität ohne Risiko kennen zu lernen.

Dazu musste ich zunächst die Software von Saal-Digital herunterladen und installieren. Sie wird sowohl für Windows als auch für Mac angeboten. Da sie Adobe Air basiert, einer Pseudo-Plattformunabhängigen Laufzeitumgebung, ist es damit möglich, mit nur einem Quelltext unterschiedlichen Umgebungen zu bedienen. Die Runtime für Adobe Air ist in dem Installationspaket direkt mit enthalten.

Mit der Software lassen sich nicht nur Fotobücher, sondern auch Fotoabzüge, Poster, Kalender, Wandbilder und Fotogeschenke erstellen. In den letzten Jahren habe ich schon etliche Fotobücher erstellt und mich dabei auf drei unterschiedliche Anbieter konzentriert. Somit kann ich bei dieser Betrachtung auf einige Erfahrungen mit der Software anderer Anbieter zurückgreifen.

Saal ist nicht der einzige Anbieter, der auf Adobe Air vertraut. Trotz der zusätzlichen Softwareschicht für die Air-Runtime läuft die Software auf einem 2012er Mac mit 4 GB RAM und 500GB Festplatte recht flüssig. Auf dem 13″ Monitor ist allerdings recht wenig Platz für die einzelnen vorgegebenen Spalten. Man kann zwar die Breite der Spalten verändern, aber nur komplette Spalten ausblenden und nicht nur einzelne, nicht benötigte Widgets (wie Beispielsweise in Photoshop oder gimp). Die linke Spalte wird somit in jedem Fall benötigt, da man von dort aus die einzelnen Fotos frei auf den Seiten platziert. Das geschieht mittels Drag-and-Drop. An einem Raster kann man die Bilder (oder auch Texte) einrasten lassen, ist aber nicht daran gebunden. Alle Komponenten dürfen frei auf den Seiten platziert werden. Es gibt aber auch Layout-Entwürfe, die man nutzen kann, um die Bilder auf den Seiten anzuordnen. Zudem gibt es nach Themen designte Layouts (z.B. Baby, Urlaub, Familie). Weitere Design-Elemente, die man nutzen kann, sind Clipart und Seitenhintergründe. Ich persönlich nutze solche Design-Elemente gar nicht. Auch eigene Fotos können als Seitenhintergrund genutzt werden.


Fotos können frei skaliert auf den Seiten platziert werden. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Bilder selbst zuzuschieben oder sogar eine Basis-Bildbearbeitung um z.B. die Helligkeit zu korrigieren.

Es können jederzeit Doppelseiten in das Buch eingefügt oder entfernt werden. Den Preis kann man jederzeit am unteren Bildschirmrand sehen.

Für eingefügte Texte wird direkt eine Rechtschreibkontrolle durchgeführt und unbekannte Worte rot unterstrichen. Die Texteingabe ist allerdings wenig intuitiv gelöst. Auch die Umsetzung der Text-Löschung. Hier sollte dringend vom Design her nachgebessert werden.

Ich empfehle, die abschließende Sichtkontrolle des Buchs durch eine Person durchführen zu lassen, die bei der Erstellung nicht beteiligt war. Tippfehler im Buch führen unweigerlich zu dauerhaftem Ärger. Des Weiteren sollte die Sichtkontrolle an einem möglichst großen Monitor durchgeführt werden. Viele aktuelle Fernseher haben Beispielsweise die Möglichkeit, an einen Computer angeschlossen zu werden. Besonderes Augenmerk gilt dann dunklen Bildern und Bildpartien. Das ist dem Umstand geschuldet, die Farben am Bildschirm aus Lichtwellen zusammengesetzt werden und gemeinsam Weiß ergeben, während im Druck die stofflichen Farben gemeinsam Schwarz ergeben. Im Zweifel einfach ein dunkles Bild zunächst im Supermarkt oder Drogeriemarkt als Foto ausdrucken lassen und die Qualität beurteilen, bevor es in das Fotobuch aufgenommen wird. Ggf. in der Fotobuchsoftware (oder einer Bildbearbeitungs-Software wie Apple Fotos, Photoshop, Photoshop Elements, gimp) das Bild etwas aufhellen.

Für mein Test-Fotobuch habe ich Bilder aus den letzten 15 Jahren gewählt. Es sind alte Handy-Fotos, alte Digital-Fotos bis hin zu modernen Handy-Bildern und bearbeiten Bilder aus sehr guten digitalen Spiegel-Reflex Kameras. So war insbesondere der Qualitätsunterschied zwischen den Bildern interessant und wie die Software damit umgeht. Die Software weist automatisch darauf hin, wenn die Qualität der Bildes für die gewählte Größe nicht ausreichend ist.

Zum Schluss kommt dann der Versand von Bildern und Gestaltung an das Saal-Labor über die bestehende Internet-Verbindung. Je nach Datenmenge und Bandbreite der eigenen Internet-Verbindung dauert das einige Zeit. In meinem konkreten Fall lief der Upload über Nacht. Ich kann somit nicht sagen, wie lange es exakt gedauert hat. In jedem Fall waren es mehrere Stunden. Da die Bestell-Informationen aber vor dem Upload abgefragt werden, ist das nicht weiter tragisch. Dei Bestell-Endkontrolle kann man ja auch am nächsten Morgen machen. 🙂

Leider bekommt man keine eMail zugesandt, aus der der Fortschritt, Versandtermin und Versandnummer hervorgehen. So kam das Buch leider zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand es entgegennehmen konnte und musste 3 Tage später bei der Post abgeholt werden.

Das Buch kam eingeschweißt in eine Klarsichtfolie, die wiederum in einem Polsterflies steckte, welches in einem soliden Versandkarton auf den Postweg gegeben wurde. Somit kam das Buch unversehrt hier an.

Gedruckt wurde das Buch auf Papier mit einer Anmutung von echten belichtete Fotos und in einer Flachbindung gebunden, so dass man die Seiten flach vor sich hat. Daher kann man sogar doppelseitige Panoramen in das buch aufnehmen. Die Bindung macht einen soliden Eindruck. Der Karton-Umschlag ist ebenfalls solide ausgeführt.

Unschön finde ich, dass die Deck-Kartons auf ihrer Innenseite bedruckt sind. Das wirkt in meinen Augen billig und unprofessionell. Als erste und als letzte Innenseite erwarte ich eine komplett leere Seite zum Schutz. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt am Buch.

Für die Gestaltungssoftware wünsche ich mir eine flexiblere Oberfläche, so dass man die Elemente frei anordnen kann und die nicht benötigten Elemente ausblenden kann und nicht wie heute nur komplette Spalten.

Produkt-Review von PhotoLemur

13. Mai 2017 Keine Kommentare

Vor ein paar Wochen hatte ich eine eMail in meinem Post-Eingang, wo mir angeboten wurde, eine neue Software für Fotografen zu testen: Photolemur.
Ein ulkiger Name, dachte ich. Aber, die eMail enthielt keinen Download-Link oder ähnliches. Nur eine grobe Beschreibung, dass die Möglichkeiten phänomenal wären und unglaublich einfach zu nutzen.
Also habe ich die Homepage aufgerufen und mir angesehen. Mein erster Eindruck war ernüchternd. Das Design ähnelte Seiten, die tollste Dinge versprechen und nach dem Download hat man einen Virus oder Schlimmeres auf dem Rechner. Aber keine Möglichkeit die Software zu downloaden (gibt es sowohl für Mac als auch für Windows), ohne sich zu registrieren. Nicht toll, aber in Verbindung mit der eMail in meinem Posteingang habe ich mich entschlossen, dem Absender genau das zu spiegeln.
Ein paar Tage später bekam ich einen Download-Link sowie einen Produktschlüssel für die Version 1.0 und dem Versprechen, auch die Version 2.0 zu erhalten, sobald sie erschienen sein würden.
OK, auf einem Test-Rechner installiert und mal mit ein paar Fotos ausprobiert.

Ein wirklich einfacher Workflow:
1. Bild laden
2. Automatismus läuft
3. mit Schiebe-Regler die Vorher- / Nachher-Wirkung vergleichen
4. Bild abspeichern
Das ist Alles!

Erstaunlich, was die Software so alles aus einem Bild noch heraus holen kann, aber ich mochte die Ergebnisse nicht. Mir war das alles zu bunt und zu wenig natürlich. Wenn es die Möglichkeit gäbe, selbst zu wählen, wo man das Vorher behalten möchte und wo das Nachher, wäre meine Beurteilung sicherlich besser ausgefallen. Aber es ist ja nur die 1.0. Warten wir also auf die 2.0.

Am letzten Wochenende habe ich nun die Version 2.0 von Photolemur bekommen und heute mit einigen meiner Bilder getestet. Der Workflow ist derselbe wie in Version 1.0, aber die Ergebnisse sind besser und natürlicher als in der Vorversion. Also schon eher eine Empfehlung. Dafür ist die Installation nun weniger schön. Statt mit einem Produktschlüssel arbeitet die Software nun nach einem Abo-Modell mit einem eMail-basierten Aktivierung-Server. Sprich, ohne aktive Internetverbindung kann man nicht installieren. Und wie lange mein (kostenloser) Account gültig ist, weiß ich nicht.

Fazit:
Insgesamt sind mir die Ergebnisse aber auch von der 2.0er Version zu schlecht.

  • Rot-Töne fressen schnell aus
  • selbst wenn optisch kaum eine Veränderung sichtbar ist, kommt (starkes) Rauschen ins Bild
  • ich hätte gerne einen Pinsel, mit dem ich den Effekt dort markieren kann, wo ich ihn haben möchte
  • ich hätte gerne einen Regler, mit dem ich die Effekt-Stärke regulieren kann

  • Entscheidet nun selbst, ob ihr so eine Software braucht und ob euch die Ergebnisse gefallen.

    Hier ein paar Ergebnisse in der Vorher/Nachher-Ansicht:

    Mein Jahresrückblick in Bildern

    31. Dezember 2015 Keine Kommentare

    Es ist mal wieder der 31.12. Silvester. Zeit für einen bunten Jahresrückblick.

    Diesmal habe ich den Jahresrückblick wieder in einen kleinen Film gepackt. Er ist gute 3 Minuten lang. Viel Spass beim Ansehen 🙂

    My Year 2015

    Fotodiox WonderPana 145 Essentials Kit I

    3. Oktober 2014 Keine Kommentare

    „Ein Polfilter am Ultra-Weitwinkel mach keinen Sinn“, hört man immer wieder, und das ist auch bedingt richtig. Es gibt aber Situationen, wo man ein Polfilter an einem UWW braucht. (oder ein Graufilter).

    Leider hat Nikon bei dem Nikkor 14-24 VR f/2,8 darauf verzichtet, die Montage von Filtern zu ermöglichen. Seit ich das Objektiv habe, war ich auf der Suche, ob es nicht doch irgendeine Lösung gibt. So stieß ich auf Lensinghouse 150×150, wo aber leider derzeit der Filterhalter nicht lieferbar war. Als Alternative stieß ich auf das WonderPana 145 von Fotodiox. Da mir die Zeit drängte, habe ich es bestellt.

    Das Kit besteht aus 4 Teilen: ein großer Objektiv-Deckel passend zum Filter, das Filter, ein Halter und eine Gegenhalterung. Bis auf den Objektiv-Deckel ist jedes Teil einzeln in einer kleinen Polstertasche verpackt. Alle 3 Taschen sind aber so klein, das jeweils nur das vorgesehene Teil hineinpasst. Die Lackierung in einen aggressiven Rot mag die Firmenfarbe darstellen, ist aber nicht schön – nur schön auffällig. Verarbeitung der einzelnen Teile ist gut und passend.

    Zur Montage muss man zunächst die Gegenhalterung von hinten über das Objektiv schieben und dann den Filterhalter hineinschrauben. Nun hat man ein Gewinde, in das man Filter einschrauben kann. Das Polfilter ist, obwohl lt. Aufdruck in slim-Ausführung, recht dick. Und genau hier liegt die Crux. Zumindest war es mir nicht möglich mit der D600 einschränkungsfreie Bilder zu machen. Nicht nur eine kleine Abschattung, sondern das Filter bzw. der Halter sind deutlich im Bild zu sehen. Um sie nicht im Bild zu haben, muss man schon ziemlich weit herein zoomen. Ich schätze, dass von den 14mm an meiner Vollformat D600 nur 16-17mm übrig bleiben, wenn man keine Teile des Filters im Bild haben möchte. Meiner Meinung nach hätte das ganze Produkt mit einem größeren Durchmesser konzipiert werden müssen. So ist das ganze (zumindest für mich) unbrauchbar.

    Bei einem Telefonat mit dem Händer wurde mir dann unterschwellig zu verstehen gegeben, ich hätte das Produkt nicht richtig bedient oder hätte ein inkompatibles Objektiv. Nachdem wir uns dann doch noch auf Rückgabe geeinigt haben, kam die nächste Überraschung: Rücksendeporto ist von mir zu tragen, obwohl auch nach der neuen EU-Richtlinie das Porto vom Händler zu tragen gewesen wäre.

    Lt. einer Mail vom Händler ist die Lackierung an mehreren Stellen am Kit beschädigt worden. Aufgrund einer notwendigen Reinigung des Filters und der Beschädigungen müsse er mir rund 1/3 des Warenwerts bei der Erstattung abziehen. Bei einem Preis von fast 400€ ist das ein ganz schöner Batzen.

    Es ist klar, dass man bei einer Rückgabe u.U. eine Wertminderung wg. Nutzung in Kauf nimmt. Aber hier stimmen für mich weder die Qualität noch die Produkteigenschaften.
    – mangelhafte Qualtiät in der Lackierung
    – zu geringer Durchmesser

    Bei einem Filterkit, das, wie hier, ausdrücklich für ein bestimmtes Objektiv produziert wird, erwarte ich dass es auch auf dessen Besonderheiten hin angepasst ist. Ist es das nicht, gehört das in auffälliger Weise in die Produktbeschreibung.

    Desweiteren die Lackierung: wenn die nicht einmal einen einzelnen Trip aushält, wie sieht es dann erst nach 1 Jahr der Benutzung aus? Zumal es bei dem Trip auch noch fast die gesamte Zeit im Koffer war  🙁

    Da es für dieses System auch Graufilter gibt, werden hier die gleichen Einschränkungen gelten. Somit ist mein Rat: Finger weg!

    Ich habe das Filter nicht nachgemessen, vermute aber aufgrund der Beobachtungen, dass die 145 in der Produktbezeichnung der Durchmesser in Millimetern ist. Die Mitbewerber Lensinghouse und Haida geben als Durchmesser ihrer Filter 150 mm an und zumindest das Haida-Kit habe ich inzwischen ausprobieren können. Ergebnis: keine Abschattungen oder gar Filterteile im Bild.

    Das erste Jahres-Update am Becker Ready 50 LMU Plus

    22. August 2014 Keine Kommentare

    Ich hatte mir ja schon etwas länger vorgenommen, einen Erfahrungsbericht nach 1 Jahr mit dem Becker Ready 50 LMU Plus zu schreiben. Da das Naiv mich nun auch bei jedem einschalten darauf aufmerksam macht, dass das Kartenmaterial mittlerweile älter als 12 Monate ist, habe ich mir nun zunächst das Update vorgenommen.

    Als erstes die Software neu von der Becker Supportseite ziehen und installieren. Erstes Frust-Erlebnis, die Software gibt es nur für Windows. Mist! Aber wenigstens funktioniert die Sotware-Installation ohne Probleme.

    Zweites Frust-Erlebnis, der Mini-USB-Stecker auf Geräteseite benötigt wohl eine andere Pin-Belegung oder so, jedenfalls wird das Navi am PC nicht erkannt. Also, ab in den Keller und das Original-Kabel holen. Grmpf.

    Nachdem der Backer Content-Manager das Navi endlich gefunden hat, schlägt er mir ein Backup vor. Das hatte ich wegen das anstehenden Updates eh vor. Drittes Frust-Erlebnis: das Backup funktioniert erst, wenn man die Antiviren-Software deaktiviert, weil sie sich an der Autorun.inf auf dem Gerät stört.

    Dann das vierte Frust-Erlebnis, da der zur Verfügung stehende Speicher mal wieder zu klein ist. Also erst mal wieder Karten löschen. Prima, das braucht man wirklich. Dann muss Ost-Europa wohl dran glauben. Das bringt immerhin 711MB.

    Nun läuft die „Abladung“. Was auch immer die Übersetzer des Content-Managers damit meinen. Mal sehen, was dabei herauskommt, wenn es fertig ist. Ich kann zwar den Fortschrittsbalken sehen und die Dateinamen, die durchlaufen, aber ich kann nicht erkennen, was die Software nun tatsächlich tut. Nur löschen? Löschen und anschließend alle anderen Karten aktualisieren? Na, mal sehen. Die Software hat sich also in den letzten 12 Monaten kein Stück weiterentwickelt oder zumindest in der Usability verbessert.

    So, 1 1/4 Stunde später: Osteuropa ist deinstalliert und alles andere aktualisiert. Rest-Kapazität 336MB. Zum Abschluss noch einmal das Antiviren-Programm abschalten, damit das Backup funktioniert und dann heißt es wieder: Testen!

    Urteil für Software, Handling und Speicher: ausreichend!
    Liebe Firma Becker, das geht deutlich besser!!

    Zumindest hat das Update geklappt und das Naiv startet weiterhin einwandfrei.  Auch die gespeicherten Ziele sind gespeichert geblieben.

    Gute Fahrt!

     

     

    GPS-Daten in seine eigenen Fotos einbauen

    6. März 2014 Keine Kommentare

    in meinem letzten Post habe ich kurz die Notwendigkeit für GPS-Daten in Fotos beschrieben und erklärt, wie die GPS-Daten aussehen, was sie beinhalten und wie man sie einsammeln kann. Heute soll es nun darum gehen, wie ich die beiden Teile, Fotos und GPS-Daten, miteinander kombiniere. Du kannst hier also lesen, wie man GPS-Daten in seine eigenen Fotos einbauen kann. Man benötigt eine Software, die das Dateiformat des Trackers lesen kann. Es gibt verschiedene Formate. Welches der Tracker schreibt, kann in der Regel der Dokumentation entnommen werden. Mein GPS-Tracker schreibt die Daten in eine Datei mit der Endung .GPX. Das ist eine reine Text-Datei, die einer Notation folgt, die XML oder auch HTML ähnelt. Desweiteren muss die Software die Foto-Dateien lesen und vor allem schreiben können. Bei JPG-Dateien ist das noch recht einfach. Wer aber im RAW-Format fotografiert, muss schon etwas genauer hinsehen. Denn nun wird es schwieriger. Denn jeder Kamera-Hersteller nutzt sein eigenes Format, das sich auch noch je Kamera-Modell unterscheidet. Da ich gerne Dinge automatisiere nutze ich hierfür exiftool von Phil Harvey. Es ist freie Software, die unter der Perl-Lizenz vertrieben wird. Sie wird aktiv weiterentwickelt und unterstützt nahezu alle Kamera-Hersteller mit ihren unterschiedlichen Modellen. Ob Deine Kamera unterstützt wird, prüfst Du am Besten direkt auf der Seite von Phil. Der zweite große Vorteil ist, dass die Software auf nahezu allen Linux-Distributionen, für Windows und für Mac OS X gleichermaßen verfügbar ist. Der dritte Vorteil ist, dass es sich um ein Werkzeug ohne GUI handelt und somit auf der Shell / Konsole / CMD ausgeführt werden muss. Dadurch ist es script-fähig und kann in kurzer Zeit große Bildbestände editieren. Es kann deutlich mehr, als nur GPS-Daten in Fotos schreiben. So kann man damit auf alle Exif-, IPTC und XMP-Daten zugreifen und auch ändern. Darin sind z..B die Kamera, Verschlußzeit, Brennweite, oder ISO gespeichert. Hier mal ein Beispiel: (Auszug)

    ExifTool Version Number         : 9.41
    File Name                       : 600_6400.NEF
    File Size                       : 27 MB
    File Type                       : NEF
    MIME Type                       : image/x-nikon-nef
    Exif Byte Order                 : Big-endian (Motorola, MM)
    Make                            : NIKON CORPORATION
    Software                        : ViewNX 2.9 M
    Modify Date                     : 2014:03:06 13:54:10
    Exposure Time                   : 1/15
    F Number                        : 8.0
    Exposure Program                : Aperture-priority AE
    ISO                             : 400
    Create Date                     : 2014:02:28 19:38:15
    Exposure Compensation           : -1/3
    Max Aperture Value              : 2.8
    Metering Mode                   : Multi-segment
    Light Source                    : Unknown
    Flash                           : Off, Did not fire
    Focal Length                    : 17.0 mm
    Quality                         : RAW
    White Balance                   : Auto1
    Focus Mode                      : AF-A
    ISO Setting                     : 400
    Timezone                        : +01:00
    Daylight Savings                : Yes
    Date Display Format             : Y/M/D
    Lens Type                       : G
    Lens                            : 14-24mm f/2.8
    Flash Mode                      : Did Not Fire
    Shooting Mode                   : Single-Frame
    GPS Version ID                  : 2.3.0.0
    Date/Time Original              : 2014:02:28 19:38:15
    Aperture                        : 8.0
    Auto Focus                      : On
    Depth Of Field                  : inf (0.82 m - inf)
    Field Of View                   : 92.9 deg (5.28 m)
    Focal Length                    : 17.0 mm (35 mm equivalent: 17.0 mm)
    Hyperfocal Distance             : 1.20 m
    Create Date                     : 2014:02:28 19:38:15.10
    Date/Time Original              : 2014:02:28 19:38:15.10
    Modify Date                     : 2014:03:06 13:54:10.10

    Hier sind dann nach dem Import auch die GPS-Daten zu finden:

    GPS Altitude                    : 48.9 m Above Sea Level
    GPS Date/Time                   : 2014:02:28 14:03:03Z
    GPS Latitude                    : 41 deg 23' 17.34" N
    GPS Longitude                   : 2 deg 10' 33.03" E
    GPS Position                    : 41 deg 23' 17.34" N, 2 deg 10' 33.03" E

    Am einfachsten wird es, wenn man die Datei mit den Tracking-Log in das Verzeichnis mit den Fotos kopiert. Der Import geschieht dann, wie schon oben geschrieben, auf der Komandozeile. Man wechselt in das Verzeichnis mit den Fotos und der Import kann starten. Dazu gibt man folgendes ein:

    exiftool -geotag 20140228.gpx -geosync=-0:01:00 *

    20140228.gpx ist hier der Name mit den GPS-Daten Bei geosync gibt man den in meinem letzten Post beschriebenen Korrekturwert im Format Stunden:Minuten:Sekunden.Millisekunden an. Die Millisekunden können entfallen, ebenso die führenden 0 bzw. Stunden- oder Minuten-Werte, wenn sie gleich 0 sind und kein höherer Wert angegeben ist. Beispiel:

    1:00:00 = 1 Stunde
       1:00 = 1 Minute
          1 = 1 Sekunde

    Meine Kammera läuft auf UTC, somit kann ich den Korrekturwert immer aus der Zeitzone entnehmen, außer wenn die Uhr in der Kamera abweicht. Ansonsten liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz in derselben Zeitzone, nämlich UTC+1 bzw. UTC+2, wenn wir mal wieder Sommerzeit haben.

    Beispiel: ich mache in München um 11:17h Ortszeit ein Foto. Da die Kamera auf UTC läuft, zeichnet sie 10:17h auf, ebenso der GPS-Tracker. Über diese Uhrzeit finden die beiden dann zusammen. Das funktioniert so überall auf der Welt. Möchte ich später dafür sorgen, dass mir meine Bildverwaltung die Ortszeit zu jedem Bild anzeigt, so muss nur die Abweichung der lokalen Zeitzone (Urlaubsort) zu UTC (Kameraeinstellung) im Feld „Timezone“ hinterlegt werden. Wenn die Kamera mit Zeitzonen umgehen kann, ist das ganz einfach, indem man vor der Reise die Zeitzone passend einstellt. Wenn sie das nicht kann, hilft exiftool einem wieder weiter:

    exiftool -timezone=-8:00 *

    Wäre ich z.B. in Los Angeles gewesen, so hätte ich als Korrekturwert -8:00:00 angeben müssen. Ich hoffe, ich habe in dieses etwas diffizile Thema etwas Licht bringen können.

    Wo ist denn dieses Bild entstanden?

    5. März 2014 Keine Kommentare

    Wenn Du dir diese Frage häufiger stellst, machst Du entweder zuviele Fotos oder hast kein GPS.

    GPS? Nein, ich meine nicht das Navi in Deinem Auto, sondern einen GPS-Tracker. Der GPS-Tracker empfängt die Signale von den GPS-Satelliten und speichert sie ab. Jeder Satellit sendet die aktuelle Uhrzeit sowie seine Position. Der Tracker empfängt die Signale mehrere Satelliten (mindestens 3 Satelliten werden benötigt) und aus dem Zeitversatz der Positionsangaben, die jeder Satellit sendet, wird nun die eigene Position des Trackers in Längen- und Breitengrade ermittelt, sowie je nach Tracker die Höhe über Meer. Das setzt natürlich voraus, dass der Tracker auch einen Blick zu Himmel hat, sonst kann er die Signale nicht empfangen. Im Wald oder in Gebäuden kann das schon mal schwierig werden. Auch in engen Häuserschluchten kann es schwierig werden die Satelliten-Signale zu empfangen, da sie von glatten Häuserwänden reflektiert werden können und sich dann überlagern.

    Am Ende seines Trips kann man nun die so erstellte Logdatei des Tages oder Trips auf Tagesbasis aus dem Gerät holen und mit Hilfe eines Tools in die Fotos einbauen.

    Ein einzelner Eintrag sieht z.B. so aus:

       <trkpt lat=“41.402300″ lon=“2.188530″>
        <ele>2.928</ele>
        <time>2014-02-28T19:08:53Z</time>
       </trkpt>
      

    Das verrät, ich war am 28.02.2014 um 19:08:53 UTC an diesem Ort 41.402300 Grad Nord, 2.188530 Grad Ost. Wenn Du magst, gib das mal z.B. bei Google ein: 41.402300 N, 2.188530E

    UTC ist die Bezeichnung für Universal Time oder Weltzeit. Diese Bezeichnung hat den älteren Begriff GMT (Greenwich Mean Time) abgelöst. Auf diesen Wert können nun alle anderen Zeitzonen mit + oder – korrigiert werden. Hier in Deutschland haben wir die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit einem Korrekturwert von -1 bzw. -2 bei Sommerzeit (MESZ). So wird dann die Ortszeit bestimmt.

    Dieses Vorwort ist wichtig, um den Sinn des Korrekturwerts zu verstehen, den man angeben muss, um die GPS-Daten in die Fotos zu bringen. Zwingende Voraussetzung ist, dass die Uhren in GPS-Tracker und Kamera gleich laufen. Also: vor dem Trip kontrollieren.

    Wie man die GPS-Daten nun in die Fotos bekommen kann, zeige ich in meinem nächsten Post.

     

    Umstellung Likes

    26. April 2013 Keine Kommentare

    Ich habe heute die alte „Like“-Funktion abgeschaltet und die WordPress-Like-Funktion aktiviert, die seit einiger Zeit über das ohnehin eingebundene JetPack-Plugin vorhanden ist. Allerdings kann der WordPress-eigene Like-Button nur nur noch genutzt werden, wenn Du selbst einen WordPress- (Leser-) Account hast. Es ist also genau so, wie bei den auf WordPress.com gehosteten Blogs auch.

    Es ist mir klar, dass dadurch möglicherweise viele ‚Like’s verloren gehen, aber ich spare mir dadurch ein Plugin, das u.U. die Sicherheit des Blogs beeinträchtigen könnte.

    Android vs. iOS – Ein Erfahrungsbericht

    1. August 2012 15 Kommentare

    Oder auch Medion Lifetab P9516 (MD 99100) vs. iPad 3.
    Ist das fair? Ich denke ja. Das iPad ist das aktuelle Gerät und bei dem Lifetab handelt es sich um die Ausgabe 2, die ja schon von Lenovo produziert wurde, also ein umgelabeltes Ideatab K1 allerdings mit kleinen optischen Modifikationen.
    Auf dem iPad läuft iOS 5.1,1 und das Lifetab läuft unter Android 4.0.3. Das Lifetab wurde zwar mit Android 3.2 ausgeliefert, aber wie versprochen, inzwischen auf 4.0 aktualisiert. Den versprochenen Automatismus habe 14 Tage nach Veröffentlichung nicht mehr abwarten wollen und daher die Aktualisierung über die Einstellungen App selbst gestartet. Eine Anmeldung im Android Shop „Google Play“ ist dafür nicht nötig.

    Beide Tablets wurden nicht gerootet.

    Das Lifetab startet seit dem Update gefühlte 20% langsamer und nach dem Updaten mussten etliche Apps gelöscht und neu installiert werden, weil sie nicht mehr lauffähig waren. Eine Untersuchung warum, habe ich nicht unternommen. Ich vermute aber, das das Konzept zur Ablage von Shared Libraries nicht sauber umgesetzt wurde, denn das Problem betraf nicht alle Apps, die ich nachinstalliert hatte.

    Beide Tabletts sind gleich groß (Bilddiagonale 10″ , 24,8 cm), haben 2 Kameras, Lagesensor, sind weitestgehend gleich ausgestattet und sehr ähnlich in der Bedienung. Auf den Bildern liegt das iPad mit der rechten unteren Ecke bündig auf dem Lifetab und zum Größenvergleich habe ich einen normalen USB-Stecker mit auf das Tablet gelegt.

    Mehr…

    Versatile Blog Award

    14. Juni 2012 Keine Kommentare

    gestern habe ich einen weiteren Award für meinen anderen (englischen) Blog erhalten: den “Versatile Blog Award“ (versatile = vielseitig).

    Im Blog finden sich die Ergebnisse von Fototouren, ein paar Grundlagen-Artikel und viele Reiseberichte. Auch wer des Englichen nicht (so) mächtig ist, kann sich zumindest an den Fotos erfreuen.

    Die meisten Artikel erscheinen nur im englischen Blog, ein paar in Beiden und ein paar nur hier. Daher lohnt es sich, beide Blogs zu abonieren.

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