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Archiv für die Kategorie ‘Rezension’

Großformat-Bild von Saal-Digital – ein persönlicher Test

12. August 2017 Keine Kommentare


Kürzlich bekam ich von Saal-Digital einen Gutschein-Code über 50€, um ein Großformat-Bild zu testen. Sechs unterschiedliche Materialien in den verschiedensten Formaten werden angeboten. So ist man zunächst von der Vielfalt erschlagen.
– Leinwand auf Keilrahmen
– Hartschaumplatte
– Galerieprint
– Acrylglas
– AluDibold mit und ohne Butlerfinish.

Uff. Welches Material soll ich wählen? In welchem Format? Wo sind die Vorteile gegenüber den anderen Materialen? Fragen über Fragen. Leinwand auf Keilrahmen habe ich bereits einige, wenn auch bisher nicht von Saal-Digital, ebenso ein Acrylbild. Die anderen Materialien kenne ich bisher nicht und würde sie prinzipiell auch gerne noch bei Gelegenheit testen.

Für diesen Test standen mir 50€ bei freier Wahl des Materials und der Größe zur Verfügung. Wenn meine Wahl teurer wäre, würde der Preis um diese 50€ reduziert.

Vor der Auswahl des Materials habe ich mich erst einmal mit den Produktbeschreibungen auseinander gesetzt. So wird bei AluDibold die extreme Schärfe hervorgehoben, bei Acryl die Tiefenwirkung. Die Tiefenwirkung von Leinwand im Gegensatz zu einem Print auf Papier habe ich ja in meinem anderen Post schon hervorgehoben.

Anschließend habe ich mich mit meinen Bilder beschäftigt und geschaut, welches Bild mit welchem Material wohl die optimale Bildwirkung erzielen würde. Ich habe mich dann für ein Acryl entschieden. Mit den Ausschlag gab die Möglichkeit, auch ein Panorama abzubilden. In diesem Fall ein 2-zu-1-Panorama im Format 60x30cm.

Die Oberfläche eines Acryl-Drucks ist hochglänzend und das Bild wird quasi auf die Rückseite gedruckt. Ein großer Nachteil dieses Materials ist daher, dass es in dunklen Bildbereichen, und zum Teil auch auf den helleren Teilen, spiegelt.

Die Bestellung mit der der Bestellsoftware geht schnell und einfach von der Hand. Man sollte allerdings vorher das Material genau auswählen, da in der Bestellsoftware eine Änderung nur möglich ist, indem man vor vorne beginnt. Hier würde ich mir wünschen, dass der Wechsel zwischen den Materialien genauso einfach möglich ist, wie auf der Webseite im Info-Bereich. Nun gut, da es ja immer nur um ein Bild geht, ist das verschmerzbar.

Wenige Tage nach der Bestellung kommt dann das Bild ins Haus. Gut geschützt in einem stabilen Karton ist es zusätzlich noch mit etlichen Metern Cellophanfolie auf einem dicken Karton-Brett fixiert. Auch die Ecken sind so sehr gut geschützt. Unter Umweltschutz Gesichtspunkten frage ich mich allerdings, ob wirklich so viel Folie nötig ist und ob es da keine Alternativen gibt.

Als Aufhängung habe ich mich für die günstige Standard-Aufhängung entschieden, die man selbst auf der Rückseite befestigen muss. Dank Klebefolie ist das kein Problem. Die Vorderseite ist noch mit einer Schutzfolie vor dem Verkratzen gesichert.

Da das Bild ohnehin auf Tiefenwirkung angelegt ist, wird diese durch das Material noch unterstützt. Ich mag das Gesamtergebnis an der Wand sehr, auch wenn sich unter Umständen der Betrachter oder der Raum in Teilen des Bildes spiegelt.

Fotobuch von Saal-Digital – ein persönlicher Test

18. Juni 2017 Keine Kommentare

Kürzlich habe ich die Möglichkeit erhalten, ein Fotobuch von Saal-Digital zu testen. Ein Gutschein über 25€ sollte mich dazu bewegen, die Produktqualität ohne Risiko kennen zu lernen.

Dazu musste ich zunächst die Software von Saal-Digital herunterladen und installieren. Sie wird sowohl für Windows als auch für Mac angeboten. Da sie Adobe Air basiert, einer Pseudo-Plattformunabhängigen Laufzeitumgebung, ist es damit möglich, mit nur einem Quelltext unterschiedlichen Umgebungen zu bedienen. Die Runtime für Adobe Air ist in dem Installationspaket direkt mit enthalten.

Mit der Software lassen sich nicht nur Fotobücher, sondern auch Fotoabzüge, Poster, Kalender, Wandbilder und Fotogeschenke erstellen. In den letzten Jahren habe ich schon etliche Fotobücher erstellt und mich dabei auf drei unterschiedliche Anbieter konzentriert. Somit kann ich bei dieser Betrachtung auf einige Erfahrungen mit der Software anderer Anbieter zurückgreifen.

Saal ist nicht der einzige Anbieter, der auf Adobe Air vertraut. Trotz der zusätzlichen Softwareschicht für die Air-Runtime läuft die Software auf einem 2012er Mac mit 4 GB RAM und 500GB Festplatte recht flüssig. Auf dem 13″ Monitor ist allerdings recht wenig Platz für die einzelnen vorgegebenen Spalten. Man kann zwar die Breite der Spalten verändern, aber nur komplette Spalten ausblenden und nicht nur einzelne, nicht benötigte Widgets (wie Beispielsweise in Photoshop oder gimp). Die linke Spalte wird somit in jedem Fall benötigt, da man von dort aus die einzelnen Fotos frei auf den Seiten platziert. Das geschieht mittels Drag-and-Drop. An einem Raster kann man die Bilder (oder auch Texte) einrasten lassen, ist aber nicht daran gebunden. Alle Komponenten dürfen frei auf den Seiten platziert werden. Es gibt aber auch Layout-Entwürfe, die man nutzen kann, um die Bilder auf den Seiten anzuordnen. Zudem gibt es nach Themen designte Layouts (z.B. Baby, Urlaub, Familie). Weitere Design-Elemente, die man nutzen kann, sind Clipart und Seitenhintergründe. Ich persönlich nutze solche Design-Elemente gar nicht. Auch eigene Fotos können als Seitenhintergrund genutzt werden.


Fotos können frei skaliert auf den Seiten platziert werden. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Bilder selbst zuzuschieben oder sogar eine Basis-Bildbearbeitung um z.B. die Helligkeit zu korrigieren.

Es können jederzeit Doppelseiten in das Buch eingefügt oder entfernt werden. Den Preis kann man jederzeit am unteren Bildschirmrand sehen.

Für eingefügte Texte wird direkt eine Rechtschreibkontrolle durchgeführt und unbekannte Worte rot unterstrichen. Die Texteingabe ist allerdings wenig intuitiv gelöst. Auch die Umsetzung der Text-Löschung. Hier sollte dringend vom Design her nachgebessert werden.

Ich empfehle, die abschließende Sichtkontrolle des Buchs durch eine Person durchführen zu lassen, die bei der Erstellung nicht beteiligt war. Tippfehler im Buch führen unweigerlich zu dauerhaftem Ärger. Des Weiteren sollte die Sichtkontrolle an einem möglichst großen Monitor durchgeführt werden. Viele aktuelle Fernseher haben Beispielsweise die Möglichkeit, an einen Computer angeschlossen zu werden. Besonderes Augenmerk gilt dann dunklen Bildern und Bildpartien. Das ist dem Umstand geschuldet, die Farben am Bildschirm aus Lichtwellen zusammengesetzt werden und gemeinsam Weiß ergeben, während im Druck die stofflichen Farben gemeinsam Schwarz ergeben. Im Zweifel einfach ein dunkles Bild zunächst im Supermarkt oder Drogeriemarkt als Foto ausdrucken lassen und die Qualität beurteilen, bevor es in das Fotobuch aufgenommen wird. Ggf. in der Fotobuchsoftware (oder einer Bildbearbeitungs-Software wie Apple Fotos, Photoshop, Photoshop Elements, gimp) das Bild etwas aufhellen.

Für mein Test-Fotobuch habe ich Bilder aus den letzten 15 Jahren gewählt. Es sind alte Handy-Fotos, alte Digital-Fotos bis hin zu modernen Handy-Bildern und bearbeiten Bilder aus sehr guten digitalen Spiegel-Reflex Kameras. So war insbesondere der Qualitätsunterschied zwischen den Bildern interessant und wie die Software damit umgeht. Die Software weist automatisch darauf hin, wenn die Qualität der Bildes für die gewählte Größe nicht ausreichend ist.

Zum Schluss kommt dann der Versand von Bildern und Gestaltung an das Saal-Labor über die bestehende Internet-Verbindung. Je nach Datenmenge und Bandbreite der eigenen Internet-Verbindung dauert das einige Zeit. In meinem konkreten Fall lief der Upload über Nacht. Ich kann somit nicht sagen, wie lange es exakt gedauert hat. In jedem Fall waren es mehrere Stunden. Da die Bestell-Informationen aber vor dem Upload abgefragt werden, ist das nicht weiter tragisch. Dei Bestell-Endkontrolle kann man ja auch am nächsten Morgen machen. 🙂

Leider bekommt man keine eMail zugesandt, aus der der Fortschritt, Versandtermin und Versandnummer hervorgehen. So kam das Buch leider zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand es entgegennehmen konnte und musste 3 Tage später bei der Post abgeholt werden.

Das Buch kam eingeschweißt in eine Klarsichtfolie, die wiederum in einem Polsterflies steckte, welches in einem soliden Versandkarton auf den Postweg gegeben wurde. Somit kam das Buch unversehrt hier an.

Gedruckt wurde das Buch auf Papier mit einer Anmutung von echten belichtete Fotos und in einer Flachbindung gebunden, so dass man die Seiten flach vor sich hat. Daher kann man sogar doppelseitige Panoramen in das buch aufnehmen. Die Bindung macht einen soliden Eindruck. Der Karton-Umschlag ist ebenfalls solide ausgeführt.

Unschön finde ich, dass die Deck-Kartons auf ihrer Innenseite bedruckt sind. Das wirkt in meinen Augen billig und unprofessionell. Als erste und als letzte Innenseite erwarte ich eine komplett leere Seite zum Schutz. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt am Buch.

Für die Gestaltungssoftware wünsche ich mir eine flexiblere Oberfläche, so dass man die Elemente frei anordnen kann und die nicht benötigten Elemente ausblenden kann und nicht wie heute nur komplette Spalten.

Umweltfotofestval „Horizonte Zingst“

11. Juni 2017 Keine Kommentare

Ende Mai war ich in Zingst und habe dort das Umweltfotofestval „Horizonte Zingst“ besucht.

Obwohl das Festival schon zum zehnten Mal stattfand, war ich das erste Mal dort.
Eine Woche lang dreht sich in dem kleinen Badeort an der Mecklenburgischen Ostseeküste alles um die Fotografie. Viele Ausstellungen zu verschiedenen Themen, über 120 Workshops in denen man unterschiedlichste Techniken erlernen oder vertiefen kann und eine entspannte Atmosphäre eingebettet in eine fantastische Landschaft.
Das Festival dauert 8 Tage, von Samstag bis zum nächsten Sonntag. Kernzeit des Festivals ist Donnerstag bis Sonntag. Aber auch die Tage von Samstag bis Mittwoch vor der Kernzeit sind vollgestopft mit Programm.

Jeden Tag sind mehrere Ausstellungs-Eröffnungen mit den jeweils ausstellenden Fotografen. Eine gute Gelegenheit Fragen zu stellen und mit dem jeweiligen Fotografen ins Gespräch zu kommen.
Jeden Tag finden Fotografie-Workshops der Fotoschule Zingst statt. Workshops für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis. Ob man richtig in die Fotografie einsteigen und die Grundlagen erlernen möchte, seine Bildgestaltung verbessern oder neue Techniken erlernen möchte. Viele Möglichkeiten in über 120 Workshops während der Festivalzeit.

Jeden Abend wird eine etwa 1 stündige sehenswerte Bildershow (Bilderflut) auf einer aufblasbaren Leinwand am Strand neben der Seebrücke gezeigt. Dort kann man neben kurzen Film-Dokumentationen der tagsüber durchgeführten Workshops auch schon Bilder der Workshop-Teilnehmer sehen. Das Media-Team ist ganz nah dran, mit ihrer täglichen Dokumentation des Festivals. Zudem wird die Bilderflut live ins Internet gestreamt (leider nur Facebook und nicht auf Youtube). Die Bilderflut des letzten Tages habe ich hier verlinkt. Sie ist 2 Stunden lang, statt 1 Stunde, wie an den anderen Tagen. Auch Nicht-Facebook-Nutzer können sie sehen, ohne sich zu registriere. Btw. bei Minute 44:50 kann man eines meiner Bilder sehen, das während des „Best of Zingst“ in der Kategorie „Landschaft“ als #3 aus 15 gezeigt wurde.

Zentraler Anlaufpunkt ist das Max Hünten Haus. Max Hünten, geboren 1869 in Düsseldorf, war Maler. In den 1920er Jahren siedelte er nach Zingst um, nachdem er den Darß (heute ein Naturschutzgebiet zwischen Singst und Ahrenshoop an der Ostsee) kennengekent hatte. Erst durch den Fund von 500 Glasplattennegativen im Heimatmuseum in Zingst wurde der fotografische Nachlass von Max Hünten bekannt. Die Aufnahmen sind auf einer vierjährigen Weltreise von 1910 bis 1914 entstanden.

Als Fotofestival mit dem Fokus auf die Umwelt findet man natürlich viele sehenswerte Bilder in den Ausstellungen, die das Thema Umwelt bzw. Umweltzerstörung und Umweltverschmutzung zum Inhalt habe. Bilder aus aller Welt von Fotostudenten und von etablierter Fotografen und Bildjournalisten. Aber auch Fotokünstler und Landschafts- bzw. Natur-Fotografen kommen zu Wort – ähhh zu Bild. 🙂 Ein paar Impressionen befinden sich in der Galerie am Ende dieses Posts.

Von Donnerstag bis Samstag wurde der Ort dann noch einmal voller. Obwohl sicherlich etliche Besucher wegen der verlängerten Wochenendes und des tollen Wetter an die Küste gekommen sind, waren sehr viele Besucher wegen des Fotomarkts da, der an den drei Tagen das Festival noch ergänzte.

Auf dem Fotomarkt konnte man ausser kaufen auch Fachgespräche führen, Geräte testen und sogar teilweise für einige Zeit ausleihen. So kann man z.B. ein neues Objektiv an seiner Kamera quasi unter Echt-Bedingungen testen. Eine tolle Möglichkeit. Zudem konnte man eine Menge Zubehör oder Literatur erwerben.

Das war sicherlich nicht der letzte Besuch beim Umweltfotofestival in Zingst.

Im Anschluss noch ein paar Impressionen. Ein Klick auf ein Bild vergrößert es. Dann kann man auch mit den Cursor-Tasten einfach durchblättern.

Viel Spaß dabei.

Produkt-Review von PhotoLemur

13. Mai 2017 Keine Kommentare

Vor ein paar Wochen hatte ich eine eMail in meinem Post-Eingang, wo mir angeboten wurde, eine neue Software für Fotografen zu testen: Photolemur.
Ein ulkiger Name, dachte ich. Aber, die eMail enthielt keinen Download-Link oder ähnliches. Nur eine grobe Beschreibung, dass die Möglichkeiten phänomenal wären und unglaublich einfach zu nutzen.
Also habe ich die Homepage aufgerufen und mir angesehen. Mein erster Eindruck war ernüchternd. Das Design ähnelte Seiten, die tollste Dinge versprechen und nach dem Download hat man einen Virus oder Schlimmeres auf dem Rechner. Aber keine Möglichkeit die Software zu downloaden (gibt es sowohl für Mac als auch für Windows), ohne sich zu registrieren. Nicht toll, aber in Verbindung mit der eMail in meinem Posteingang habe ich mich entschlossen, dem Absender genau das zu spiegeln.
Ein paar Tage später bekam ich einen Download-Link sowie einen Produktschlüssel für die Version 1.0 und dem Versprechen, auch die Version 2.0 zu erhalten, sobald sie erschienen sein würden.
OK, auf einem Test-Rechner installiert und mal mit ein paar Fotos ausprobiert.

Ein wirklich einfacher Workflow:
1. Bild laden
2. Automatismus läuft
3. mit Schiebe-Regler die Vorher- / Nachher-Wirkung vergleichen
4. Bild abspeichern
Das ist Alles!

Erstaunlich, was die Software so alles aus einem Bild noch heraus holen kann, aber ich mochte die Ergebnisse nicht. Mir war das alles zu bunt und zu wenig natürlich. Wenn es die Möglichkeit gäbe, selbst zu wählen, wo man das Vorher behalten möchte und wo das Nachher, wäre meine Beurteilung sicherlich besser ausgefallen. Aber es ist ja nur die 1.0. Warten wir also auf die 2.0.

Am letzten Wochenende habe ich nun die Version 2.0 von Photolemur bekommen und heute mit einigen meiner Bilder getestet. Der Workflow ist derselbe wie in Version 1.0, aber die Ergebnisse sind besser und natürlicher als in der Vorversion. Also schon eher eine Empfehlung. Dafür ist die Installation nun weniger schön. Statt mit einem Produktschlüssel arbeitet die Software nun nach einem Abo-Modell mit einem eMail-basierten Aktivierung-Server. Sprich, ohne aktive Internetverbindung kann man nicht installieren. Und wie lange mein (kostenloser) Account gültig ist, weiß ich nicht.

Fazit:
Insgesamt sind mir die Ergebnisse aber auch von der 2.0er Version zu schlecht.

  • Rot-Töne fressen schnell aus
  • selbst wenn optisch kaum eine Veränderung sichtbar ist, kommt (starkes) Rauschen ins Bild
  • ich hätte gerne einen Pinsel, mit dem ich den Effekt dort markieren kann, wo ich ihn haben möchte
  • ich hätte gerne einen Regler, mit dem ich die Effekt-Stärke regulieren kann

  • Entscheidet nun selbst, ob ihr so eine Software braucht und ob euch die Ergebnisse gefallen.

    Hier ein paar Ergebnisse in der Vorher/Nachher-Ansicht:

    Das Becker Navi nach gut 2 Jahren

    10. April 2016 Keine Kommentare

    Ich hatte mir ja vorgenommen, nicht weiter über das Becker Navigations-Gerät zu schreiben, aber die Erfahrungen der letzten Zeit lassen mir leider keine Alternative.
    Im Herbst letzten Jahres hat es mir zum ersten Mal den Dienst verweigert, da es sich nicht mehr aufladen lassen wollte. Ganz blöd! Zum Glück ist da nicht auf einer meiner Touren oder gar im Ausland passiert. Es hat zwar einen Akku, aber der hält leider nicht einmal eine Stunde, wenn es nicht am Strom hängt. Recherchen im Internet, wo ich denn eine neues KFZ-Ladekabel her bekomme, brachten mir zu Hauf Berichte über exakt dasselbe Problem. Die USB-Buchse, die ja auch zum Laden benutzt wird, ist auf der Unterseite des Geräts angebracht. Das Kabel selbst hat zwar einen abgeknickten Stecker, aber um ihn im Gerät anzuschließen muss das Kabel in einer ungesunden Knickung geführt werden. Ganz schlecht! Daher ist der Kabelbruch leicht erklärbar. Von einer Nachbestellung des Original-Kabels habe ich somit abgesehen! Nicht zu empfehlen!
    Das Ersatzkabel, dass ich mir bestellt habe, hat keinen abgeknickten Stecker und hängt somit gerade aus dem Navi heraus. Kein Knick, kein Kabelbruch – Alles gut, so dachte ich. Selbst der Empfang der Verkehrsdaten funktioniert einwandfrei.
    Nun, nach etwa weiteren 5 Monaten fällt der Stecker jedoch ständig aus dem Gerät heraus. Ein Navigieren ist unter solchen Bedingungen natürlich nahezu unmöglich. Also muss ich das Gerät man näher untersuchen. Zum Glück ist es geschraubt und nicht verklebt oder vergossen!
    Aber, es handelt sich um Torx-Schrauben. Wer hat dafür denn die passenden Schraubendreher? Ich! Aus einem Handy-Reparatur-Set. Schrauben entfernt, Gerät geöffnet und gestaunt, wie wenig an Elektronik drin steckt. Nicht einmal die Hälfte des Innenraums wird von der kleinen Platine ausgefüllt. Aber, in der Platine ist die USB-Buchse direkt integriert. Ergo: nicht wechselbar. Allerdings reichte es aus, die Metallummantelung der Buchse wieder zur richten und zusammen zu drücken, dass der Stecker wieder hält.
    Hier hat man augenscheinlich Materialien verarbeitet, die nicht dafür ausgelegt sind, dass das Navigationsgerät häufig mit dem Strom verbunden wird. Aber sorry, dafür kauft man doch ein mobiles Navi!!! Tägliche Fahrten mit mindesten 2 – 3 Steckungen sind doch nicht zu viel verlangt? Oder etwa doch? Das Erscheint mir fast wie ein Regenschirm, der nur bei Sonnenschein genutzt werden darf.
    Ich bin mal gespannt, was als nächstes passiert!
    Wenn man mich heute fragt, ob ich es wieder kaufen würde, so wäre ich sehr vorsichtig und würde mich nach einem anderen Gerät umsehen. Evt. auch gar keines mehr kaufen, sondern stattdessen mein Handy nutzen. Dafür habe ich mir inzwischen auch eine Autohalterung gekauft, um für den Notfall gewappnet zu sein. Gute Navi-Software für’s Handy ist mir allerdings noch nicht untergekommen. Zudem sind die Stimmen meiner Meinung nach zu leise um gegen die Fahrgeräusche anzukommen. Des Weiteren benötigen sie eine aktive Internet-Verbindung, um Karten oder Verkehrshinweise nachzuladen. Eher Suboptimal im Ausland. Warten wir ab, wie es in Europa mit den Roaming-Gebühren weitergeht, und dann bleibt noch das Nicht-EU-Ausland.

    Nachtrag: Mein „Reparatur“-Versuch hat nicht lange gehalten 🙁 Nach insgesamt 4 Steckungen hält der Stecker wieder nicht mehr. Also noch einmal reaprieren und dann mal den Stecker mit Heißkleber am Navi fixieren. Hoffendlich hält es dann. Sonst heißt es: erneut auf die Suche nach einem neuen Navi gehen 🙁

    Kalender von eColorland

    5. Dezember 2015 Keine Kommentare

    610_5871eColorland scheint ein neuer Anbieter auf dem Gebiet des PoD (Print on Demand) zu sein. Zumindest ist er mir bisher nicht untergekommen. eColorland bietet Fotobücher und Kalender im Format A4 und A3 an. Ich habe die Kalender im Format DIN A3 getestet.

    Für die Kalendererstellung steht eine WebApp zur Verfügung, die komplett im Browser läuft. Die Erstellung des Kalenders ist einfach. Zunächst das gewünschte Format auswählen. Dafür stehen die Formate DIN A3 und DIN A4 im Hoch- und Querformat zur Verfügung. Dann eines der Layout-Vorlagen wählen. Nun können die Fotos ausgewählt und entweder von der lokalen Festplatte hochgeladen oder aus einem bereits bei eColorland liegenden Projekt kopiert werden. Nun noch die Bilder auf die einzelnen Seiten verteilen. Fertig!

    Die WebApp läuft angenehm schnell und ist auch recht zügig gestartet. Ein Login ist erst für die Bestellung nötig. Mittels eines kleinen Schalters kann man sich die bereits benutzten Bilder ausblenden lassen, so dass man den Überblick über sein Projekt behält und Keines doppelt benutzt. Bemerkenswert fand ich die extrem hohe Upload-Geschwindigkeit für die Fotos.

    Nicht so toll fand ich die zur Verfügung stehenden Layouts. Fast alle Layouts bieten nur Raum für kleine Fotos und haben sehr große mit Mustern verzierte Bereiche. Daher kam für mich nur ein Layout in Frage: großer freier Bereich oben und dem Kalendarium unten. Leider ist das Kalendarium fest fixiert und man kann es nicht auf der Seite verschieben. Für die Leiste mit den Daten ist das ja nicht schlimm, aber Jahreszahl und Monatsname würden mitten in die Fotos gedruckt! Ein No-Go!

    Daher habe ich den Kalender komplett mit Scribus selbst gesetzt, als PDF exportiert und dann in einzelne JPGs konvertiert. Hier kam dann das nächste Problem: Pro Datei ist die Höchst-Größe 20MB. Zudem darf jedes Bild maximal 50 MegaPixel haben.

    Die 20MB lassen sich ja noch greifen und mit umgehen. Ohne zu wissen, in welcher Auflösung gedruckt wird (ich habe dazu auf der ganzen Seite incl. FAQ keine Angaben gefunden) musste ich mich herantasten.

    Bei 300 dpi wurden die Fotos auf dem A3 Kalenderblatt nur als Briefmarke angezeigt. Bei 600 dpi hat der Upload-Dialog die Annahme verweigert, da die 50 Megapixel überschritten wurden. Mit 500 dpi habe ich es dann geschafft, die Bilder hochzuladen. Die Darstellung am Bildschirm war aber miserabel. Kein Vergleich zu den direkt hochgeladenen Fotos, die bei mir 25 MegaPixel haben (6016 × 4016).

    Sonntag Abend habe ich die beiden Kalender bestellt. Am Donnerstag morgen wurden sie schon geliefert. Erstaunlich schnell und in sehr guter Druck-Qualität. Lt. Webseite erstellt mit Xerox iGen 150 auf Seidenrasterpapier Colotech 160 gsm ebenfalls von Xerox.

    Die Kalender wurden in einem GLS Kunststoffbeutel geliefert. Geschützt nur von einem ganz dünnen Kartonmaterial, das nur die leichten Stöße abhält. In dem Karton können die Kalender sich bewegen, was man an den angestossenen Ecken erkennen kann. Sehr Unschön!

    Das verwendete Papier ist schön, für Kalender meiner Meinung nach aber eher ungeeignet, da zu dünn. Zudem fehlt ein stabilisierender Karton als Rückseite. Dass die Kalender nicht nochmal separat eingeschweißt sind, ist für mich unter dem Gesichtspunkt der Müll- und Kunststoff-vermeidung OK. Eingeschweißt wären die Schäden an den Ecken jedoch nicht passiert oder zumindest nicht so groß. Des Weiteren ist die Aufhängung schon bei Lieferung verbogen.

    Mein Fazit: der Hersteller schafft es, die Produkte mit guter Druck-Qualität schnell zum Kunden zu bringen, obwohl er aus Polen versendet. Er sollte aber einige Dinge noch abstellen, wie oben beschrieben, um wirklich hochwertige Produkte zum Kunden zu bekommen. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist aktuell der Preis für die gebotene Leistung zu hoch.

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    An die Wand damit

    16. Juli 2015 Keine Kommentare

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    Du warst fotografieren und hast etliche schöne Bilder mit gebracht. Raw-Entwicklung ist fertig. Und sonst? Nur Gigabyte-weise belegte Festplatten, Speicherkarten oder USB-Sticks. Wie oft schaust Du dir die Bilder an? Zeigst Du sie Anderen? Du kannst sie evt. noch in einem Forum, bei Flickr, G+ oder Deinem Blog online stellen, um sie Anderen zu zeigen. Aber ist das alles? Gibt es nicht noch mehr?

    Früher hat man jedes Foto auf Papier gehabt. Und heute? Einzelne Bilder werden vielleicht noch an einer Print-Station im Supermarkt oder in der Drogerie ausgedruckt, was dann ja den Abzügen von Früher entspricht. Das sind wahrscheinlich am ehesten Bilder von Familienfeiern. Bilder eines Urlaubs oder Ausflugs könntest Du z.B. in einem Fotobuch zusammen fassen, mit etwas Text versehen und so eine dauerhafte Erinnerung schaffen. Ist das nun alles? Nein!

    Ein Freund von mir hat in seinem Blog beschrieben, wie er seine Fotowand neu konzipiert hat. Das hat mich inspiriert, mal meine Gedanken zu dem Thema nieder zu schreiben. Ein paar generelle Gedanken zur Wanddekoration hat Michael Omori Kirchner auf fotografr.de zusammengestellt.

    Es gibt Anbieter, die Fotos im Großformat anbieten. In der Vergangenheit habe ich diesen Service einige Male genutzt und Fotos im Format 30×45 bzw. 60×40 Hochglanz drucken lassen und im Bilderrahmen mit Passepartout hinter Glas aufgehängt. In der Größe entwickeln die Bilder eine tolle Wirkung. Man kann sich jeden Tag daran erfreuen. Erinnerungen lebendig halten. Sie können auch, je nach Motiv, motivieren.

    Hinter Glas sind die Bilder auch gut geschützt. Aber leider spiegelt das Glas auch – vor allem dann, wenn das Foto dunklere Bildteile enthält.

    Versand

    Prints bis Größe DIN A4 werden per Post in einem stabilen Umschlag versandt. Größere Formate werden hingegen gerollt per Paketdienst versandt. Bei Rollenversand hat man das Problem, dass die Prints sich an die Rollung erinnern und sich immer wieder aufrollen wollen. Hinter Glas ist das aber kein Problem. Das Ein- und Auspacken kann bei Unachtsamkeit aber zu Knicken führen. Das ist dann ein Schaden, den man nicht mehr reparieren kann.

    Seit einiger Zeit gibt es auch Alternativen: Leinwand, Hinterglasdruck und auf Alu-Verbundmaterialien

    Leinwanddruck

    Ich habe vor kurzem zwei Leinwandprints im Format 80×60 als Test bestellt. Sie kommen als Paket nach Haus. Jedes Bild einzeln in Luftpolsterfolie verpackt und zusammen in einem stabilen Pappkarton. Trotz der Größe sind sie erstaunlich leicht, im Vergleich zu einem Print auf Fotopapier mit Rahmen unter Glas. Interessanterweise habe die beiden auf Leinwand gedruckten Bilder an der Wand eine Anmutung von Räumlichkeit und Tiefe. Es kommt mir so vor, als könne man die Objekte im Bild tatsächlich anfassen. Anders, als ich es von den bisherigen Prints gewöhnt war. Das liegt möglicherweise an der leicht rauen Struktur des Materials.

    Leider geht beim Druck auf Leinwand an allen vier Seiten ein Teil (kleiner) des Bildes verloren. Das ist dadurch bedingt, das die Leinwand um einen hölzernen Trägerrahmen herumgeführt wird und auf der Rückseite an diesem Rahmen befestigt wird. Darum muss man bei der Bildauswahl darauf achten, dass sich im Randbereich kein wesentlicher Bildinhalt befindet. Je nach Hersteller kann man während des Bestellprozesses sehen, wie viel vom Bild für diesen Umschlag verloren geht.

    Zum Aufhängen benötigt man nicht unbedingt einen Bilderrahmen, sondern kann die Leinwand direkt aufhängen. Auch ein Aufhänge-System wird nicht unbedingt benötigt, wenn man bereits Nägel in der Wand hat. Man kann die Leinwände einfach mit dem inneren Holzrahmen auf die Nägel in der Wand auflegen.

    Acryl

    Ich habe auch einen Hinterglasdruck bestellt. Deutlich teurer als die Leinwand, aber mit einer tollen Bildqualität. Auch von der Anmutung her entspricht die Bildwiedergabe einem Print auf Fotopapier. Da die Oberfläche aber kratzempfindlich ist, werden die Bilder mit einer Schutzfolie versehen geliefert.

    Um einen Print im Hintergasdruck oder auf Verbundmaterial gedrucktem Bild an die Wand zu bringen, benötigt man ein Aufhängesystem hinter dem Bild.

    Beim Hinterglasdruck sowie beim Druck auf Verbundmaterialien kann man, wie bei Prints auf Fotopapier, bis an den Rand drucken. Es gibt keinen Verlust von Bildteilen.

    Lagerung

    Da ich Bilder gerne ein paar Mal im Jahr austausche, müssen die Bilder, die gerade nicht an der Wand hängen gelagert werden. Die Lagerung der Prints auf Fotopapier nimmt deutlich weniger Platz weg, als Hinterglasdrucke, Verbundmaterial oder Leinwand. Ich nutze eine Sammelmappe im Format A2 aus dem Künstlerbedarf für die Prints, die gerade nicht an der Wand hängen. Darin sind sie sicher aufgehoben. Sie können nicht verknicken, werden glatt gehalten und man kommt gut dran, um sie zu tauschen. Man benötigt nur einen Rahmen, der zur Einrichtung passt, und kann sich im Monats- oder Jahreszeitenrhythmus passende Bilder an die Wand hängen.

    Leinwände sind da deutlich sperriger und müssen sorgfältiger aufbewahrt werden. Bei Hinterglasdruck und den genannten Verbundmaterialien ist eine Lagerung auch etwas schwieriger als bei den Prints. Sie sind zwar nicht so dick, wie Leinwände. Dafür muss man sie aber vor dem verkratzen schützen und die Aufhängesystem auf der Rückseite bedenken.

    Fazit

    Für mich hat jedes der genannten Verfahren seine Berechtigung. Qualitativ steht keines der Materialien hinter den Anderen zurück. Im Moment bevorzuge ich die Leinwand aufgrund der oben beschriebenen Tiefenwirkung.

    Hat man seine Fotos jedoch in einem Panorama-Format, das sich im Produktportfolio des Herstellers nicht wiederfindet, so bleibt nur der Druck auf Fotopapier, da man hier selber die unbelichteten Ränder wegschneiden kann, um auch ein solches Bild an die Wand zu bekommen.

    Wer mag, kann mir auch seine Erfahrungen unten in den Kommentaren hinterlassen. Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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    Umwälzungen am Kameramarkt durch Smartphones

    10. Juli 2015 Keine Kommentare

    Fabian Wüst betreibt eine Ratgeber-Website rund um Spiegelreflexkameras. Im Rahmen einer Blogparade hat er einige Betreiber von Fotoblogs angeschrieben und nach ihrer Meinung zur möglichen weiteren Entwicklung gefragt, an der ich mich gerne beteilige.

     

    GIBT ES DANK SMARTPHONES & SYSTEMKAMERAS BALD KEINE DSLRS MEHR?

    Spiegelreflex-Kameras (SLR) sind meiner Meinung schon immer die Königsklasse der Kameras gewesen. Ob das nun Kleinbild oder Mittelformat ist, lasse ich mal offen. Heute kommen ja in der Regel digitale Sensoren statt Dia- oder Negativ-Film zum Einsatz, so dass man heute von Digitalen Spiegel-Reflex-Kameras (DSLR) spricht. Durch ihren großen Sensor und die Verfügbarkeit einer Vielzahl an hochwertigen, lichtstarken Objektiven hat man mit diesen Kameras Werkzeuge für die unterschiedlichsten Zwecke.

     

    Welche Klassen von Kameras gibt es denn heute:

    • zunächst einmal die Spiegel-Reflex Kameras für Mittelformat, Kleinbild und APS-C
    • System-Kameras wie Nikon-1, OM-D, Canon M und andere mit kleineren Sensoren als APS-C, Wechselobjektiven und nur Liveview statt Sucher
    • Point-and-Shoot oder auch Bridge-Kameras mit einem (oft langen) ausfahrbaren, nicht wechselbaren Objektiv und Liveview statt Sucher
    • Kompakt-Kamera ebenfalls mit Liveview statt Sucher
    • Mobiltelefone mit einer inzwischen erstaunlichen Qualität

     

    Wer nutzt nun was davon?

    Das Mobiltelefon hat man immer dabei. Die Bildqualität ist mittlerweile so gut, dass man sich wirklich fragt, welchen Mehrwert eine Kompakt-Kamera hat. Hier glaube ich, dass die Mobiltelefone in absehbarer Zeit die Kompakt-Kameras ersetzt haben werden. Auch wenn die Zoom-Funktion der Mobiltelefone in der Regel mit einer Verkleinerung des Bildes (in Größe und Pixeln) einhergehen. So, dass man eher von einem Ausschnitt sprechen müsste, als von einem Zoom.

    Seit einiger Zeit gibt es verschiedene Hersteller, die dieses Manko erkannt haben und Aufsatz-Objektive entwickelt haben, die man über die Mobiltelefon-Kamera stülpt und so die Brennweiten verändert. Nun kann trotz Zoomens der gesamte Sensor für das Bild genutzt werden.

    Am anderen Ende des Typenspektrums finden sich die Spiegel-Reflex-Kameras. Während man vor 20-30 Jahren hier zwar auch leicht abgespeckte Einsteiger-Modelle fand, kann man heute Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras finden, die Optionen und Features der Kampakt-Klasse aufweisen und so hinter den so genannten Motiv-Programmen all die kreativen Möglichkeiten, die die Kamera Bauart bedingt bieten würde, verstecken.

    Es ist sicherlich richtig, dass bestimmte Ausstattungsmerkmale der High-End Spiegel-Reflex-Kameras nicht jeder benötigt. Somit kommt schon aufgrund dieser Anforderungen eine natürliche Diversifizierung daher. Aber ob die Menge an unterschiedlichen Modellen und ein Modellwechsel im Jahresrhythmus bei den Einsteiger-Modellen gerechtfertigt ist, wage ich anzuzweifeln.

    Dazwischen existieren schon seit vielen Jahren die Bridgekameras. Sie bieten in der Regel einen größeren Zoombereich als Kompaktkameras und manchmal sogar noch einen (optischen) Sucher. Sie haben sich aus den analogen Sucherkameras entwickelt. Von der Größe her sind sie deutlich kleiner als Spiegel-Reflex-Kameras, aber auch größer als Kompaktkameras. Dennoch teilen sie mit der Kompaktklasse die Einfachheit in der Bedienung, sind vom Gehäuse jedoch etwas unhandlicher. Sie passen im Gegensatz zu einer Kompaktkamera eben nicht in die Hosentasche, sondern benötigen eine separate Tasche. Dafür wird man mit einem recht langen Zoombereich belohnt. Heutzutage ist es zum Glück in der Regel auch wieder ein komplett optischer Zoom.

    Von oben drängt nun die Systemkamera in diese Nische. Ein Kameratypus, der ebenfalls die einfache Bedienung mit kleinem Sensor kombiniert, aber, wie die SLR, mit Wechselobjektiven daherkommt. Die Wechselobjektive haben gegenüber den fest eingebauten Zoomoptiken der Bridgekameras den Vorteil, dass sie besser für ihren jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden können. Schärfe, Lichtstärke, Verzeichnung und Farbränder sind hier die entsprechenden Stichworte.

     

    Wie sieht es nun nach dem Einsatzzweck aus?

    • Immer-dabei
    • Party
    • Urlaub- Kinder
    • professioneller Hochzeits-, Portriat- oder Event-Fotograf
    • Landschaftsfotograf
    • Presse-Fotograf

     

    Vor dem Hintergrund glaube ich, dass die Kompaktkameras weitestgehend von den Mobiltelefonen ersetzt werden werden. Man hat es eh immer dabei, braucht kein zusätzliches Gerät und die Bildqualität reicht inzwischen sogar für großformatige Fotobücher.

    Um die ambitionierten Kinder-, Familien- und Urlaubsfotografen buhlen nun nicht nur die Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras, sondern auch die System- und Bridge-Kameras.

    Wer mehr, als eine Kompakt-Kamera haben möchte, greift zu einer Bridge. Während der, der gerne eine Spiegel-Reflex-Kamera hätte, aber am Gewicht sparen möchte, zu einer Systemkamera greift.

    Ich glaube auch, dass die Vielzahl der Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras verschwinden wird, da die Systemkameras einfach kleiner und leichter sind. Dass sie nicht die gleichen kreativen Möglichkeiten, wie eine Spiegelreflex haben, ist der Zielgruppe eher nicht bewußt, bzw. wäre mit den billigen Kit-Linsen der Einsteigerklasse eh nicht realisierbar (z.B. Freistellung durch große Offenblende oder Macro).

    Die Spiegelreflex-Kameras entwickeln sich meiner Meinung nach wieder dahin, wo sie bereits vor mehr als 20 Jahren waren: zu ‚Profi‘-Werkzeugen in Händen derer, die wissen, was sie damit machen können. Denn, nicht das Werkzeug entscheidet über die Güte eines fertigen Bildes, sondern das Know-How und die Fähigkeit des Fotografen. Frei nach dem Sprichwort „A fool with a tool, is still a fool“ (Ein Narr mit einem Werkzeug ist immer noch ein Narr).

    Auf der anderen Seite gibt es sehr talentierte Fotografen, die mit ihren Mobiltelefonen (insbesondere iPhones) hervorragende Fotos machen. Es kommt halt darauf an, dass man sein Werkzeug beherrscht, das das Werkzeug zum Einsatzzweck passt und man dessen Möglichkeiten einzusetzen weiß. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen mit hochwertigen Industrie-Hämmern eine Armbanduhr reparieren zu wollen, oder mit Uhrmacherwerkzeugen eine Strasse zu reparieren.

    Nicht sicher bin ich mir bei der Frage nach den Pressefotografen. Manch einer könnte sicherlich auch von einer Systemkamera profitieren, da sie kleiner, unauffälliger und leichter ist und sich aufgrund des kleineren Sensors auch längere Brennweiten einfacher einsetzten ließen. Andererseits sind die kleinen Sensoren empfindlicher für Sensorrauschen und die kleineren Objektive nicht so lichtstark wie die Optiken aus dem Spiegelreflexlager mit ihren größeren Durchmessern. Bei unzureichendem Licht, mit dem Pressefotografen ja häufig umgehen müssen, kommt diese Kameraklasse schneller an ihre Grenzen, als DSLRs.

    Für mich muss eine Kamera einen Sucher haben. Ein Liveview ist in bestimmen Fällen zwar eine gute Ergänzung, aber im Regelfall (> 99%) benutze ich den Sucher. Allein dadurch, dass man die Kamera an den Kopf drückt, um durch den Sucher zu blicken, erhält man eine erhöhte Stabilität für die Auslösung, als wenn man eine Kamera etwa einen halben Meter vor sich hält, um auf den Liveview zu schauen. Ob der Sucher nun optisch oder elektronisch realisiert wird, ist mir primär egal.

    Setzt der Kamerahersteller auf einen elektronischen Sucher, so kann er auf den Spiegel und das Prisma im Kamerakopf verzichten. Das Sucherbild kann somit direkt vom Sensor abgenommen werden. So auch in den System-, Bridge- und Kompaktkameras. Damit entfällt aber auch die Möglichkeit auf einen schnellen Autofokus nach dem Phasenvergleichsverfahren. Stattdessen kommt die Kontrastmessung zum Einsatz, wie auch in der digitalen Videographie, die aber deutlich mehr Rechenleistung in der Kamera erfordert. Persönlich bevorzuge ich einen optischen Sucher, muss aber zugeben, dass ich bisher nicht viele Berührungspunkte mit digitalen Suchern hatte.

     

    Prognose:

    Ich erwarte einen Rückgang der Vielfalt bei den Kompakt-Kameras, sowohl bei den einzelnen Modellen je Hersteller als auch einen Rückzug von weiteren Herstellern aus dem Markt.

    Bei den Einsteiger-Spiegelreflex-Kameras erwarte ich ebenfalls einen Rückgang der Modellvielfalt und eine Konsolidierung auf die beiden großen Hersteller Nikon und Canon.

    Bei den System-Kameras haben wir ja schon heute Nikon, Canon, Olympus, Panasonic, Sony und Samsung. Ob sich hier ein weiterer Hersteller etablieren kann, wage ich anzuzweifeln, da er ja ebenfalls ein komplettes Ökosystem schaffen oder das Objektiv-Bajonett eines anderen Herstellers lizensieren müsste. Auch hier ist die Frage, ob so viele Hersteller in dem Markt weiterhin bestehen können. Den drei erst genannten Herstellern traue ich das zu. Bei den anderen Drei bin ich mir nicht so sicher.

    Bei den Bridge-Kameras glaube ich, wird ebenfalls ein weiterer Konsolidierungsprozess starten: hin zum Mobiltelefon oder zur Systemkamera. Auch wenn die Systemkamera im Moment vom Preisniveau noch höher liegt, als die Bridge. Auf Sicht, glaube ich, wird dieser Kameratyp vom Markt verschwinden.

    Inwieweit reine Objektiv-Hersteller wie Sigma, Tamron und Tokina in so einem veränderten Markt mit eigenen Produkten überleben können, vermag ich nicht abzuschätzen. Es dürfte eng werden, wenn sie nicht zu reinen Auftragsfertigern für die anderen Hersteller verkommen wollen. Auch die Zukunft von Sony (ex Minolta) und Pentax (seit 2011 im Ricoh-Konzern beheimatet) bleibt spannend. Die Entwicklung neuer Objektive kostet viel Geld, dass über den Verkauf einer möglichst hohen Stückzahl wieder verdient werden muss. Ist aber der Markt klein, muss der Preis entsprechend höher ausfallen. Das wiederum macht den Wettbewerb gegenüber den Kameraherstellern schwieriger. Denn, wer kauft ein Objektiv eines Drittherstellers, wenn er zum gleichen Preis (oder nur geringfügig darüber) ein Objektiv des Kameraherstellers bekommen kann. Nischenhersteller für Spezialobjektive sowie für weiteres Dritthersteller-Zubehör (z.B. Systemblitze) lasse ich hier bewußt außen vor. Ebenso die Hersteller von Studio-Equipment.

    Sony hat ein riesige Produktspektrum in vielen unterschiedlichen Sparten. Aufgrund der Diversität innerhalb des Konzerns hat Sony leider auch generell zu kämpfen. Finanzinvestoren fordern ja schon seit einigen Jahren die Zerschlagung des gesamten Konzerns. Mir fehlt für den Fall der Zerschlagung aber die Idee, wer dann die Kamera-Sparte übernehmen könnte und wollte.

    Pentax hat noch seine Mittelformats-Sparte. Aber der übrige optische Bereich ist bei Hoya verblieben. Somit fehlen auch hier die Synergien, insbesondere mit der Medizintechnik. Olympus scheint bei den Systemkameras seine Nische gefunden zu haben, in der das weitere Überleben zunächst möglich ist.

     

    Fazit:

    In jedem Fall werden wir meiner Meinung nach eine weitere Konsolidierung am Kameramarkt beobachten, auch wenn insgesamt die Menge an Fotos weiter zunehmen wird. Modellvarianten, Kameramodelle, Kameratypen und Anzahl der Hersteller werden meiner Meinung nach jedoch weiter abnehmen. Wer vor der Frage einer Neuanschaffung steht, sollte daher auch nach der Nachhaltigkeit und den Zukunftsperspektiven des jeweiligen Herstellers fragen. Insbesondere dann, wenn es darum geht, dass auch in ein paar Jahren noch Zubehör und Ersatzteile verfügbar sein sollen. Diese Frage ist besonders bei den Systemkameras und DSLRs wichtig, wenn es um die Verfügbarkeit von Systemblitzen, Objektiven und Hochleistungsakkus geht. Hier gilt: Augen auf beim Kamerakauf!

    Mal wieder ein Update für das Becker ready 50 Navigationsgerät

    9. Juni 2015 Keine Kommentare

    Vor ein paar Wochen bekam ich von Becker eine eMail, dass das jährliche Karten-Update bereitstünde. Ein netter Service. OK, also los.

    Zunächst die erwarteten Negativ-Punkte:
    – Als erstes aus dem Keller das Original-Becker USB-Kabel geholt
    – Update-Software ist weiterhin Windows-only! Also erst mal wieder einen PC mit Windows suchen
    – Antiviren-Programm deaktivieren, da auf dem Navi die autorun.inf weiterhin als Virus identifiziert wird

    Nun die Positiv-Überraschung:
    beim letzten Update habe ich ja einzelne Länder vom Gerät löschen müssen, um Platz für die Updates der Länder zu haben, die ich wirklich brauche. Nun kommen automatisch alle Länder wieder auf das Gerät und passen sogar drauf! Gut gemacht!

    Das Update ist auch recht flott auf das Gerät installiert. Deutlich schneller, als beim letzten Mal.

    Der Neustart des Geräte mit den Updates holte mich jedoch erst mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Eine schicke Meldung „Das Kartenmaterial ist älter als 12 Monate“. Nanu! Becker hat doch geschrieben, das es Kartenupdates gäbe. Im Gerät kann man ja die Karten-Stände nachsehen. Alle Karten haben einen Vermerk Q4.2014. Das finde ich OK und das sind nach meiner Rechnung weniger als 12 Monate. Also ignorieren. Trotzdem doof!

     

    Und was hat das Update sonst noch gebracht:
    Meiner Meinung nach, kommen die Abbiege-Hinweise wieder etwas eher. Es gibt zusätzliche Details in den Beschriftungen (z.B. Namen von Parks oder Kleingartenanlagen). Die Landschafts-Modellierung ist etwas verbessert worden. Zudem gibt es weitere Verkehrshinweise wie z.B. Krötenwanderung und eine Verbesserung beim Spurassistenten.

    Der Eintrag ‚Letzte Ziele‘ bietet die letzten Ziele auf Basis des aktuellen Standorts an. Wenn ich daheim auf ‚Letzte Ziele‘ tippe, werden mir die beiden letzten von hier aus angesteuerten Ziele angeboten, nicht aber die absolut letzten Ziele. Zudem scheint es, als ob die Gesamtliste der letzten Ziele nach Häufigkeit der Ansteuerung gewichtet wäre.

    Mehr als ein Zwischenziel einzugeben, geht aber noch immer nicht und auch die Möglichkeit, eine vorausgeplante Strecke hochzuladen und dann abzufahren, habe ich bisher nicht entdecken können.

    Wünschenswert wären auch noch folgende Optionen:
    – Strecke automatisch als GPX-Datei aufzuzeichnen und sie bei Bedarf exportieren zu können
    – bring mich auf der gleichen Strecke wieder zurück, auf der ich hergekommen bin

    Es bleibt also spannend!

    Fotodiox WonderPana 145 Essentials Kit I

    3. Oktober 2014 Keine Kommentare

    „Ein Polfilter am Ultra-Weitwinkel mach keinen Sinn“, hört man immer wieder, und das ist auch bedingt richtig. Es gibt aber Situationen, wo man ein Polfilter an einem UWW braucht. (oder ein Graufilter).

    Leider hat Nikon bei dem Nikkor 14-24 VR f/2,8 darauf verzichtet, die Montage von Filtern zu ermöglichen. Seit ich das Objektiv habe, war ich auf der Suche, ob es nicht doch irgendeine Lösung gibt. So stieß ich auf Lensinghouse 150×150, wo aber leider derzeit der Filterhalter nicht lieferbar war. Als Alternative stieß ich auf das WonderPana 145 von Fotodiox. Da mir die Zeit drängte, habe ich es bestellt.

    Das Kit besteht aus 4 Teilen: ein großer Objektiv-Deckel passend zum Filter, das Filter, ein Halter und eine Gegenhalterung. Bis auf den Objektiv-Deckel ist jedes Teil einzeln in einer kleinen Polstertasche verpackt. Alle 3 Taschen sind aber so klein, das jeweils nur das vorgesehene Teil hineinpasst. Die Lackierung in einen aggressiven Rot mag die Firmenfarbe darstellen, ist aber nicht schön – nur schön auffällig. Verarbeitung der einzelnen Teile ist gut und passend.

    Zur Montage muss man zunächst die Gegenhalterung von hinten über das Objektiv schieben und dann den Filterhalter hineinschrauben. Nun hat man ein Gewinde, in das man Filter einschrauben kann. Das Polfilter ist, obwohl lt. Aufdruck in slim-Ausführung, recht dick. Und genau hier liegt die Crux. Zumindest war es mir nicht möglich mit der D600 einschränkungsfreie Bilder zu machen. Nicht nur eine kleine Abschattung, sondern das Filter bzw. der Halter sind deutlich im Bild zu sehen. Um sie nicht im Bild zu haben, muss man schon ziemlich weit herein zoomen. Ich schätze, dass von den 14mm an meiner Vollformat D600 nur 16-17mm übrig bleiben, wenn man keine Teile des Filters im Bild haben möchte. Meiner Meinung nach hätte das ganze Produkt mit einem größeren Durchmesser konzipiert werden müssen. So ist das ganze (zumindest für mich) unbrauchbar.

    Bei einem Telefonat mit dem Händer wurde mir dann unterschwellig zu verstehen gegeben, ich hätte das Produkt nicht richtig bedient oder hätte ein inkompatibles Objektiv. Nachdem wir uns dann doch noch auf Rückgabe geeinigt haben, kam die nächste Überraschung: Rücksendeporto ist von mir zu tragen, obwohl auch nach der neuen EU-Richtlinie das Porto vom Händler zu tragen gewesen wäre.

    Lt. einer Mail vom Händler ist die Lackierung an mehreren Stellen am Kit beschädigt worden. Aufgrund einer notwendigen Reinigung des Filters und der Beschädigungen müsse er mir rund 1/3 des Warenwerts bei der Erstattung abziehen. Bei einem Preis von fast 400€ ist das ein ganz schöner Batzen.

    Es ist klar, dass man bei einer Rückgabe u.U. eine Wertminderung wg. Nutzung in Kauf nimmt. Aber hier stimmen für mich weder die Qualität noch die Produkteigenschaften.
    – mangelhafte Qualtiät in der Lackierung
    – zu geringer Durchmesser

    Bei einem Filterkit, das, wie hier, ausdrücklich für ein bestimmtes Objektiv produziert wird, erwarte ich dass es auch auf dessen Besonderheiten hin angepasst ist. Ist es das nicht, gehört das in auffälliger Weise in die Produktbeschreibung.

    Desweiteren die Lackierung: wenn die nicht einmal einen einzelnen Trip aushält, wie sieht es dann erst nach 1 Jahr der Benutzung aus? Zumal es bei dem Trip auch noch fast die gesamte Zeit im Koffer war  🙁

    Da es für dieses System auch Graufilter gibt, werden hier die gleichen Einschränkungen gelten. Somit ist mein Rat: Finger weg!

    Ich habe das Filter nicht nachgemessen, vermute aber aufgrund der Beobachtungen, dass die 145 in der Produktbezeichnung der Durchmesser in Millimetern ist. Die Mitbewerber Lensinghouse und Haida geben als Durchmesser ihrer Filter 150 mm an und zumindest das Haida-Kit habe ich inzwischen ausprobieren können. Ergebnis: keine Abschattungen oder gar Filterteile im Bild.

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