{"id":80572,"date":"2018-12-03T16:00:40","date_gmt":"2018-12-03T15:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.krajnik.de\/blog\/?p=80572"},"modified":"2024-07-02T15:28:34","modified_gmt":"2024-07-02T13:28:34","slug":"ich-wurde-interviewt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.krajnik.de\/blog\/2018\/12\/03\/ich-wurde-interviewt\/","title":{"rendered":"Ich wurde interviewt!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/inspiracles.com\/a-photographers-view-to-the-world-interview-mit-andre-krajnik\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Ich wurde interviewt<\/a>!<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/610_0520-ep_w.jpg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"417\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<h2>Hallo Andr\u00e9, herzlich willkommen zu unserem Interview! Stell dich doch bitte erst einmal kurz vor!<\/h2>\n<p>Ich hei\u00dfe Andr\u00e9 Krajnik und komme aus dem S\u00fcdosten des Ruhrgebiets. Ich fotografiere prim\u00e4r Natur (Landschaften und Wildlife) und reise gerne. Bilder von mir kann man z.B. als Kalender, Puzzle oder gro\u00dfformatige Drucke kaufen.<br \/>\nMit der Fotografie habe ich quasi zu Schulzeiten begonnen (in chronologischer Reihenfolge: 126er Kassettenfilm, 6\u00d76 Mittelformat, 35mm Sucherkamera, Spiegelreflex). Zeitweise habe ich auch ein Schwarzwei\u00dflabor betrieben und dort au\u00dfer freien Arbeiten auch Repro-Fotografie und Vorstufe f\u00fcr den Siebdruck betrieben.<br \/>\nIch liebe gro\u00dfartige Landschaften, bevorzugt felsige K\u00fcsten. Ich mache noch immer viel Schwarzwei\u00df-Entwicklungen und seit fast 10 Jahren schreibe ich einen Blog \u00fcber meine Fotografie. \u00dcber das Men\u00fc auf meiner Blog-Hauptseite kann man unter Portfolio eine Auswahl an Personen-Bildern einsehen: Portraits, Cosplay und Hochzeiten.<br \/>\nIn meinen Augen am interessantesten ist jedoch der Link zu meinem Reiseblog, auf dem pro Woche 5 thematische Posts erscheinen.<\/p>\n<p>Blog:             <a href=\"http:\/\/www.krajnik.de\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.krajnik.de<\/a><br \/>\nFacebook:         <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andre.krajnik\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.facebook.com\/andre.krajnik<\/a><br \/>\nWer damit noch nicht genug hat, findet mich auch bei Instagram unter:<br \/>\nInstagram:        <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/solaner_\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.instagram.com\/solaner_\/<\/a><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/img2.jpg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"417\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<h2>Wann hast Du Dein erstes Foto gemacht und was war es?<\/h2>\n<p>Ich habe schon sehr fr\u00fch, mit etwa 12 Jahren, meine erste Kamera gehabt: eine Kodak 126 Kassetten-Kamera. Film-Kassette rein, spannen und ausl\u00f6sen. Fertig! Am Ende die volle Filmkassette entnehmen und zum Fotolabor bringen. Keine Einstellungen, feste Brennweite, feste Verschlusszeit, kein Scharfstellen. Das einzige zus\u00e4tzliche Element war der 4-er Blitzw\u00fcrfel, den man aufstecken konnte. Pflanzen, Landschaften und Tiere waren schon damals meine Hauptmotive. Dazu kamen noch technische Ger\u00e4te wie alte Dampfloks, sch\u00f6ne Autos oder kleine Flugzeuge (Privatflieger und so).<br \/>\nIn der 9. Klasse kam im Kunstunterricht an der Schule dann die Theorie dazu: Blende, Belichtungsmesser, Belichtungszeit, Tiefensch\u00e4rfe, \u2026.<br \/>\nMit einer geliehenen 35mm war ich dann im Sommer unterwegs und danach komplett der Fotografie verfallen. Wenn ich heute keine Kamera dabei habe, fehlt mir etwas. Zum Gl\u00fcck sind die Handys heute so gut, dass ich da zumindest eine L\u00f6sung f\u00fcr \u201eimmer dabei\u201c habe. Schlie\u00dflich ist die beste Kamera f\u00fcr ein Bild genau die, die man aktuell dabei hat &#x1f642;<\/p>\n<h2>Woher bekommst Du Deine Inspiration f\u00fcr neue Fotos oder Foto-Projekte?<\/h2>\n<p>Die Sch\u00f6nheit der Natur ist h\u00e4ufig meine Inspiration. Im Fr\u00fchling die bunten Bl\u00fcten und die Insekten, dazu die Landschaften. Urlaube werden nach fotografisch interessanten Themen ausgesucht.<br \/>\nAber das ganze Jahr \u00fcber ziehe ich immer wieder f\u00fcr k\u00fcrzere oder l\u00e4nger Trips entweder allein los (z.B. in Botanische G\u00e4rten, Parks, lokale W\u00e4lder oder wilde Wiesen) oder in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in Form eines Stammtisches zum fotografieren. Internetforen bieten da eine sch\u00f6ne Plattform um Gleichgesinnte zu treffen, gemeinsam ein Ziel zu planen und zu besuchen um im Anschluss die entstandenen Bilder zu ver\u00f6ffentlichen und ein Feedback zu erhalten. Offenes, ehrliches Feedback ist der beste Weg, sich selbst zu verbessern. Im Internet ist sogar eine Seite verf\u00fcgbar, wo man das Thema \u201eBildbesprechung\u201c erlernen kann.<\/p>\n<h2>Wie wichtig ist Dir Technik beim Fotografieren?<\/h2>\n<p>Den Begriff \u201eTechnik\u201c m\u00fcssen wir zun\u00e4chst mal etwas aufdr\u00f6seln. Zum Einen bezieht er sich auf die Kamera, Objektive und sonstiges Zubeh\u00f6r, dass ich zum fotografieren einsetze, desweiteren auf die Grundlagen der Fotografie wie Bildgestaltung, Schnitt, Tiefen-Wirkung und. Freistellung und zum Dritten die Technik, die hinter einem bestimmten Bild-Look steht.<br \/>\nBez\u00fcglich der eingesetzten Kamera(s) und Objektiven bin ich sehr offen. Das ist das Werkzeug. Das Werkzeug muss ich beherrschen, also die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen meines Werkzeugs kennen und so einsetzten, dass am Ende gute Bilder heraus kommen. Wenn man sein Werkzeug gut beherrscht, kann man mit einer einfachen Kamera sogar bessere Bilder machen, als jemand, der eine High-End Spiegel-Reflex Kamera hat, sie aber nicht beherrscht. Insgesamt bin ich der Meinung, dass es keinen gro\u00dfen Unterschied macht, von welchem Hersteller eine Kamera ist. Die Hersteller der Objektive bzw. deren Klassen haben da schon einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf das Ergebnis. Eher noch als der Hersteller ist die Gr\u00f6\u00dfe des Sensors entscheidend, wenn es auf Tiefensch\u00e4rfe-Wirkung oder Macro-Aufnahmen ankommt. Es gibt inzwischen Fotografen, die nur noch mit ihrem Handy unterwegs sind und damit beeindruckende Bilder machen. Sie beherrschen ihr Werkzeug und wissen sich damit auszudr\u00fccken.<br \/>\nAuf der anderen Seite hei\u00dft das aber nicht, dass man mit der Voll-Automatik einer Einsteiger-Kamera als Anf\u00e4nger automatisch tolle Bilder bekommt. Ein Bekannter von mir nutzt als Signatur den Spruch \u201eFotografie kostet Zeit. Wer die nicht hat, kann ja immer noch knipsen\u201c. Ich glaube, dass da sehr viel Wahres drin steckt. Denn Fotografie bedeutet sich mit der Materie auseinander zu setzen, unabh\u00e4ngig, ob es sich um Menschen-, Landschafts, Reise-, St\u00e4dte- oder Wildlife-Fotografie handelt. Das hei\u00dft unter anderem \u201ewarten auf die richtigen Lichtbedingungen\u201c, das \u2018richtige\u2019 Licht bzw. Uhrzeit oder eben, dass ein bestimmtes Tier vor der Kamera erscheint. Nat\u00fcrlich kann ich die tolle Kirchenfront im Gegenlicht fotografieren und nachher jedem erz\u00e4hlen, wie toll sie aussah, weil man es in den abgesoffenen Schattenpartien nicht mehr erkennen kann oder trotz komplett wei\u00dfem Himmel im Foto von den sch\u00f6nen Sch\u00e4fchenwolken am strahlend blauen Himmel schw\u00e4rmen. Aber das Bild ist kaum etwas, das man sich gerne ansieht. Hier muss man zur richtigen Zeit am Ort sein. Und das kann hei\u00dfen z.B. fr\u00fch aufstehen oder abends sp\u00e4t. Aber genau das erf\u00e4hrt man nur mit gr\u00fcndlicher Recherche, die dann eben Zeit kostet.<br \/>\n\u201eAber das kann man doch alles mit Photoshop korrigieren\u201c. Nein. Manches geht zwar, aber der Aufwand, den man in die Nachbearbeitung stecken muss, ist bei solchen Bilder oftmals so hoch, dass es sich einfach nicht lohnt, zumal dabei dann auch viel Qualit\u00e4t verloren geht. Die richtige Zeit ist entscheiden. Somit geh\u00f6ren f\u00fcr mich ein Kalender mit Sonnenauf- und untergangszeiten, ein Gezeitenkalender am Meer und ein Tool zur Bestimmung der Schattenverl\u00e4ufe zu den unverzichtbaren Hilfsmitteln.<br \/>\nWenn man bei der Aufnahme des Bildes schon alles richtig gemacht hat, geht die Entwicklung des Bildes im digitalen Fotolabor in wenigen Minuten schnell von der Hand: evt Horizont begradigen, Flecken heraus stempeln und nachsch\u00e4rfen. Das Ergebnis sind dann qualitativ hochwertige Dokumentations-Fotos, die naturgetreu wiedergeben, wie es war.<br \/>\nManchmal m\u00f6chte man aber mehr. Man m\u00f6chte Bilder, die aus der Masse herausstechen. Da kommt es dann auch wieder darauf an, dass man sein Werkzeug beherrscht und kreativ mit den M\u00f6glichkeiten umgeht. Das hei\u00dft dann z.B. mit dem Aufnahmepunkt spielen, durch ver\u00e4nderte Blende wichtige Dinge betonen w\u00e4hrend unwichtigere im Unsch\u00e4rfebereich liegen oder auch durch Blitzeinsatz einen Spot setzen. (Niemals Tiere anblitzen!!) Mit Hilfe eines Stativs kann man sich an Langzeitbelichtungen wagen oder auch die Blaue Stunde nutzen. Neue tolle Erfahrungen sind der Lohn.<\/p>\n<h2>Welches Deiner Bilder oder Serien bewegt Dich? Und warum? Zeigst Du es uns?<\/h2>\n<p>Ich m\u00f6chte mit meinen Bildern Emotionen ansprechen. Der Betrachter soll sich in der Szene wiederfinden und gleichsam durch meine Augen sehen. Ich versuche Zeit und Gef\u00fchl einzufangen und zu konservieren. So, dass man sich beim Betrachten wieder erden und die Natur zu sich sprechen lassen kann.<br \/>\nIch habe in meiner Bilderauswahl bewu\u00dft Bilder sowohl in Farbe, wie auch in Schwarzwei\u00df ausgew\u00e4hlt. Um zu zeigen, dass Schwarzwei\u00df nicht gleichbedeutend mit ents\u00e4ttigt oder farblos ist, habe ich auch 2 Bilder ausgew\u00e4hlt, die ich sowohl in Farbe, wie auch in Schwarzwei\u00df ausgearbeitet habe.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/610_5678-5681-p4le_w.jpg?resize=625%2C179&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"179\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/mmc27_610_5678-5681-p4let_w.jpg?resize=625%2C179&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"179\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<h2>Kann man (fotografische) Kreativit\u00e4t lernen?<\/h2>\n<p>Das ist schwierig zu beantworten. Kreativit\u00e4t kann man nicht lernen. Man hat sie oder eben auch nicht. Man kann Regeln lernen. Die Anwendung der Regeln obliegt einem jeden selbst. Jeder von uns lernt die Muttersprache. Aber nicht jeder wird ein Goethe, Schiller oder ein Thomas Mann. Das Werkzeug, einen supertollen Roman zu schreiben, hat somit jeder. Die Kreativit\u00e4t dazu ist einem aber angeboren. Dennoch gibt es sehr viele weitere Autoren, die B\u00fccher schreiben, weil sie die Regel gelernt haben und in geschickter Weise die W\u00f6rter aneinander reihen. Aber auch anders herum wird ein Schuh daraus, wenn Menschen fesselnd Geschichten erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, obwohl sie nur kaum oder gar keine Schule besucht habe. So ist es auch mit dem Fotografieren. Man muss das \u201esehen\u201c lernen. Dazu kommt die F\u00e4higkeit, die gegebenen Werkzeuge zu nutzen.<br \/>\nAls meine Tochter etwa 5 war, haben wir ihr eine gebrauchte digitale Spielzeug-Kamera geschenkt mit Platz f\u00fcr 8 oder 10 Fotos in bescheidener Qualit\u00e4t. Keinerlei Einstellm\u00f6glichkeiten, nur Sucher und Ausl\u00f6ser und ein mieses Displaychen. Aber, sie hat mich ganz schnell mit fantastischen Bildern \u00fcberrascht. Nat\u00fcrlich war da auch eine Menge Kinder-geklicker bei. Aber auch ohne dass ich ihr Regeln zur Bildgestaltung erkl\u00e4rt h\u00e4tte, kam sie (inzwischen etwa 8) z.B. mit Bildern von den Blumen auf dem K\u00fcchentisch zur\u00fcck. Sie hatte selbstst\u00e4ndig den richtigen Winkel gefunden, um die Blumen interessant angeordnet abzulichten. Das ist es, was ich mit angeboren meine. Sie hat Zeit investiert und sich mit den Blumen besch\u00e4ftigt. So entstehen gute Bilder. Ich glaube, es war ihr 10. Geburtstag, zu dem sie dann eine digitale Kodak Kompakt-Kamera bekam. Zum Schulabschluss hat sie sich dann eine Spiegel-Reflex-Kamera mit einem Kit-Objektiv aus der unteren Mittelklasse gekauft.<\/p>\n<h2>Wenn Dich jemand fragt, wie er \u201ebessere\u201c Bilder machen kann: Welchen Rat hast Du f\u00fcr ihn oder sie?<\/h2>\n<p>Die Frage hab ich ja eben schon in Grundz\u00fcgen beantwortet. Ja, man kann lernen, \u201ebessere\u201c Bilder zu machen. Dem Fotografen Helmut Newton wird der Satz \u201eDeine ersten 10.000 Bilder sind Deine Schlechtesten\u201c zugeschrieben, und ich glaube, heute darf man ruhig eine weitere \u201e0\u201c an die Zahl anh\u00e4ngen. In Zeiten, wo man nicht mehr in Filmen zu je 36 Aufnahemn z\u00e4hlt sondern \u00fcber 1.000 Fotos auf nur eine Speicherkarte passen. Mach dein Bild bzw. die Bilder. Nach dem Trip schau Dir deine Bilder an und vergib Sternchen als Wertung. Diese Sternchen-Bilder schau Dir erneut an (ruhig mit etwas zeitlichem Abstand) und versuch zu erkennen, was Du beim n\u00e4chsten Mal besser machen kannst. Sei ehrlich zu Dir selbst. Am Jahresende nimmst Du alle Sternchenbilder des Jahres und filterst sie so erneut und nach weiteren 2 oder 3 Jahren wieder. Auf diese Art und Weise perlen Deine wirklich guten Bilder nach oben. Was hast Du gut gemacht und warum? Was k\u00f6nntest Du besser machen?<br \/>\nBildbewertung ist einfach. Das kann jeder. Nimm Dir jemand zur Hilfe. Gute Bilder erkennen wir meist, weil sie \u201eirgendwie funktionieren\u201c. Nicht jeder kann erkl\u00e4ren, warum. Nimm Dir nun die oben erw\u00e4hnte Bildkritik-Anleitung zu Hilfe und pr\u00fcf Deine Bild damit objektiv. Lass Deine Emotionen und Erinnerungen an die Situation aussen vor. Nimm Dir ggf. wieder jemanden zur Hilfe, der dich mit sachlich und neutral Sicht untert\u00fctzen kann und nicht nur schmeicheln m\u00f6chte. Das ist der Weg zu objektiv besseren Bildern.<br \/>\nDesweiteren geh in Ausstellungen, Malerei-Ausstellungen z.B. von fl\u00e4mischen Meistern und schau Dir im Internet Fotos von Anderen an. Flickr, Zenfolio und insbesondere Viewbug sind da gut geeignet. Leg an die Bilder dieselben Ma\u00dfst\u00e4be an, die ich f\u00fcr die Selbstkritik vorgeschlagen habe. Lerne den Bildaufbau, erkenne von wo das Licht kommt unterscheide Hauptmotive vom Beiwerk. Und dann geh los, und versuche selbst das erkannte umzusetzen. Verla\u00df deine Komfort-Zone. Das tolleste Licht ist morgens um den Sonnenaufgang und von 11 bis 3 hat der Fotograf frei. Da ist das Licht am schlechtesten.<\/p>\n<h2>\u201eDu hast doch eine super Kamera! Bringst Du die zu unserer Hochzeit mit?\u201c Deine Antwort?<\/h2>\n<p>Wer mich pers\u00f6nlich nach meinem Einsatz als Hochzeitsfotograf fragt, wei\u00df, dass da gute Bilder bei herum kommen werden. Aber die generelle Antwort lautet: \u201eWenn Du einen Freund \/ Freundin verlieren m\u00f6chtest, sag ja.\u201c \u2013 und der Rat geht in beide Richtungen: an das Hochzeitspaar genauso, wie an den mit der Kamera. Es ist schlie\u00dflich ein Event, dass nicht wiederholt werden kann, nur, weil der Fotograf es verpatzt hat (Akku leer, Speicherkarte voll oder defekt, \u2026.). Jeder Hochzeitsfotograf bringt Zusatz-Equipment mit, um im Fehlerfall sofort Ersatz bei der Hand zu haben. Kein Brautpaar m\u00f6chte nachher ein \u201eSorry, aber \u2026\u201c h\u00f6ren oder w\u00e4hrend der Trau-Zeremonie ein \u201eEinen Moment Pause bitte, ich muss mal eben eine andere Speicherkarte holen\u201c. Das Geld kann dann leicht auf der falschen Seite gespart worden sein. Ja, ich wei\u00df, es gibt auch im Hobby- und Semi-Pro-Bereich Fotografinnen und Fotografen, die das alles Ber\u00fccksichtigen, Erfahrung haben und dem Brautpaar mit ihren Referenzen ein gutes Gef\u00fchl geben k\u00f6nnen. Die sind ausdr\u00fccklich hier nicht gemeint, sondern wirklich der Onkel, von der Tante (oder umgekehrt), der bzw. die eine \u2018tolle\u2019 Kamera hat. Wie auch immer dann \u2018toll\u2019 definiert wird.<br \/>\nGerade die Hochzeitsfotografie ist nicht umsonst so teuer. Hochwertiges Equipment (hier k\u00f6nnen schnell 10-20.000\u20ac zusammen kommen) gepaart mit K\u00f6nnen des Fotografen. Das K\u00f6nnen bezieht sich sowohl auf das Beherrschen des Equipments wie Kamera, Objektive und Lichtsetzung, als auch auf Menschenf\u00fchrung und Posen. Nicht zu untersch\u00e4tzen ist der Arbeitsanteil, der nach dem Fotografieren kommt. Hochzeitsfotografie ist wie ein Eisberg: 80% finden im Verborgenen statt.<\/p>\n<h2>Ein Wort, eine Meinung<\/h2>\n<p><strong>Social Media<\/strong>: eigener Blog \/ Online-Galerie ist toll. Instagram ein nettes \u201efishing for compliments\u201c. Facebook zunehmend irrelevanter. Man gibt die Kontrolle aus der Hand, bekommt kein ehrliches Feedback. Das Feedback bei Online-Medien ist immer mehr abnehmend. Ein \u201eLike\u201c hat heute nur noch den Wert \u201ehab\u2019s gesehen\u201c. Pinterest hat da schon mehr Relevanz, weil sich Leute dort die Links abspeichern zu Bildern, die f\u00fcr sie irgend eine Bedeutung haben. Auch wenn das schon ein Copyright-Verstoss ist, weil Bilder kopiert werden und nicht nur die Referenz darauf.<br \/>\n<strong>Megapixel<\/strong>: hoffnungslos \u00fcbersch\u00e4tzt. Zum Gl\u00fcck scheint der Megapixel-Wahn der Hersteller vor\u00fcber zu sein. Wir haben ein sehr gutes Level mit 24 MP bei <strong>Vollformat<\/strong> und APS-C Sensoren erreicht.<br \/>\n<strong>Inspiration<\/strong>: essenziell<br \/>\n<strong>HDR<\/strong>: No-Go und nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df<br \/>\n<strong>Photoshop<\/strong>: f\u00fcr Fotografen eigentlich hoffnungslos \u00fcberdimensioniert und unn\u00f6tig. Ein Raw-Entwickler reicht i.d.R. vollkommen aus<br \/>\n<strong>Analog<\/strong>: m\u00f6chte ich nicht hin zur\u00fcck, auch wenn da meine geliebten Anf\u00e4nge liegen. Aber digitale Bilder sind g\u00fcnstiger und einfacher zu lagern.<\/p>\n<h2>Zeig mir Deine Bilder, ich sag Dir, wer Du bist.<\/h2>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/500_3335-sc_w.jpg?resize=625%2C313&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"313\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/500_2704-ps_w.jpg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"417\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/610_2277-e_w.jpg?resize=625%2C441&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"441\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20180117_141603-500_6507-l_w.jpg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"417\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/solaner.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/600_1025-et_w.jpg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" width=\"625\" height=\"417\" class=\"aligncenter size-large\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wurde interviewt! 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