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Das Fotobuch Nord-Norwegen ist fertig

Kaum 4 Jahre nachdem ich in Nord-Norwegen war, habe ich endlich die Bilder entwickelt und ein Fotobuch erstellt. Letztes Wochenende habe ich 2 Leinwände in 90×60 bestellt und das Angebot bekommen, ein Fotobuch mit bis zu 154 Seiten kostenlos dazu zu bekommen. Ein tolles Angebot und ich kann einen weiteren Anbieter testen. Das Fazit schon mal direkt vorweg: gut, dass ich dafür nichts bezahlen musste!

Bei Bilder.de muss man zunächst die Bilder hochladen. Das dauert einige Zeit in Abhängigkeit von der Internet-Anbindung. Da ich wie üblich die Bilder vorsortiert hatte war das schell erledigt. In der browserbasierten Buchgestaltung-Software grenzte das allerdings an eine Zumutung. In der Software waren alle Bilder nur als Briefmarken sichtbar und nicht mehr sortiert. Eine Umsortierung z.B. nach Dateiname ist nicht vorgesehen. Beim Upload kann mann nur auswählen, ob man auf- oder absteigend nach Datum sortieren möchte. Die Frage ist nur: welches Datum! Ich wollte simpel ein chronologisches Buch, also alle Exit-Daten sind aufsteigend, ebenso die Dateinamen, die ja aus dem Datum im Format YYYYMMDD-HHmmss bestehen. Meiner Meinung nach ist das eindeutig. Aber die Software war anderer Meinung. Somit habe ich mich von chronologischen Buch verabschiedet und versucht, aus den Briefmarken das Motiv zu erkennen und so dann ein thematisches Buch zu gestalten.

Nächstes Problem: das Buchcover. Die Software wollte unbedingt, dass das Coverbild als Panorama über den kompletten Vorder- und Rückdeckel geht. Bilder zu überlappen habe ich ebenfalls nicht hinbekommen und die Software besteht darauf, dass immer zuerst das linke Bild auf die Doppelseite platziert wird und dann das Rechte (auch wenn das Bild für die linke Seite zunächst auf der rechten Seite dargestellt wird). Sehr konfus.
Nächstes Problem sind horizontale Bilder. Die sind schlicht nicht vorgesehen (oder ich war nicht in der Lage, sie zu finden). Mittels Vergrößerung des Rahmens habe ich zumindest etwas Annäherndes hinbekommen.

Solange nur 1 Bild auf die Seite soll geht die Erstellung gut voran. Aber wehe, es soll mehr als ein Bild auf eine Doppelseitenhälfte. Viel Spaß!

Insgesamt hat die Bucherstellung etwa 3 Stunden gedauert. Zeit, die ich nun, nachdem ich das Buch habe, bereue investiert zu haben.

Die Ecken sind alle angedötscht:
Das Buch lag, in Folie eingeschweißt lose in dem Paket mit den Leinwänden. Zum Glück sind die Leinwände unbeschädigt geblieben. Nicht aber das Buch:

Die Buchbindung hält nicht:

Den Farben fehlt zum Teil Kontrast bzw. sie ist matschig und strukturlos:

Es scheint, als wären alle Bilder auf rechten Buchseiten unscharf während die Bidler auf den linken Buchseiten deutlich schärfer sind.

Es gibt aber auch Gutes zu berichten: selbst in den dunklen Partien ist noch Zeichnung und Farbverläufe reißen nicht ab:

Zur Erinnerung: das Buch ist heute angekommen und hat außer mir für diese dokumentatorischen Fotos noch niemand in der Hand gehabt.

Für diese Rezension wurde ich nicht bezahlt und habe auch sonst keine Vergütung bekommen. Sie basiert auf dem genutzten Angebot während der kostenpflichtigen Bestellung von 2 großen Leinwänden, wie oben genannt, die ich auch voll bezahlt habe.

Dieses Buch war demnach nicht günstig, sondern billig im schlechtesten Sinne.

Ein paar persönliche Gedanken zu Fotobüchern bzw. verschiedenen Herstellern von Fotobüchern

28. April 2020 Keine Kommentare

Eine kleine Ausxwahl von meinen Fotobüchern

Kürzlich hat mich ein Freund gefragt, ob ich für seinen Blog nicht ein paar Zeilen über Fotobücher beisteuern könnte, da er selbst ausschließlich Blurb für seine Bücher nutzt und ich in der Vergangenheit bei einigen Herstellern Bücher bestellt habe. Das habe ich nun genutzt, um mal zusammenzufassen, welche Erfahrungen ich bisher mit fotobuchherstellern gemacht habe. Hier in meinem Blog finden sich ja schon einige Fotobuch-Tests. Aber damit sind längst nicht alle Hersteller abgedeckt, bei denen ich schon bestellt habe. Dieser Post ist in keinster Weise gesponsort!

In den letzten Jahren habe ich über 40 Fotobücher erstellt. In der Regel handelt es sich um Bücher im Format DIN A4 quer mit Hardcover im Digital-Druck, allerdings sind vereinzelt auch Bücher mit Spiralbindung (2), DIN A4 hoch (2) und quadratische Hardcover-Bücher mit 30 cm bzw. 15 cm Seitenlänge (je 1) dabei. Auch Bücher mit Fotopapier sind dabei (ca. 10). Meist sind mir die Seiten dabei aber zu dick, so dass ich Digital-Druck bevorzuge.

Die Hersteller der Fotobücher in alphabetischer Reihenfolge sind:

Albelli (Niederlande)
bilder.de (Nachtrag vom 08.05.2020 im separaten Beitrag)
Blurb (USA)
Lidl
MyPhotobook
Pixelnet / Orwo.Net
Photobox (Frankreich)
Saal-Digital

Die Hersteller, bei denen ich kein Land notiert habe, sind zumindest in Deutschland gegründet worden. Wo die Produktionsstätte ist, läßt sich damit aber noch nciht ableiten. Zumindest bei Saal-Digital läuft einiges in Polen. Ich habe auch mit weiteren Anbietern zusammen gearbeitet, allerdings mit anderen Produkten als Fotobüchern.

Die Anbieter im Einzelnen
Meine ersten Fotobücher habe ich bei MyPhotobook bestellt. Für die Bucherstellung kam damals eine mit Adobe Air realisierte Software zum Einsatz und somit auf MacOS und Windows-PCs gleichermaßen lauffähig war. Die Druckqualität und die Lieferzeit waren gut.

Bei Büchern, wo es mehr auf den Preis ankam, habe ich Lidl genutzt. Die Software war bis auf die Logos und Farben identisch und auch das Ergebnis kaum von MyPhotobook zu unterscheiden. Der einzige sichtbare Unterschied ist die Stärke der Deckel-Pappe. Im direkten Vergleich mit MyPhotobook und Albelli wirken die Lidl-Bücher dadurch aber auch billiger.

Da ich einen Rabattcode für Albelli bekommen habe, die immer wieder mal im Internet verteilt werden, habe ich dort auch mal bestellt. Auch hier war die Software mittels Adobe Air realisiert. Meiner Meinung nach ist die Qualität des Drucks deutlich höher als bei den beiden vorherigen Anbietern. Daher habe ich in der Folgezeit fast ausschließlich hier bestellt.

Blurb habe ich bisher nur für ein Projekt genutzt, wo es neben den Fotos auch einen ausgeprägten Text-Teil gab. Texte in herkömmlicher Fotobuch-Software zu setzten ist schwierig. Da Blurb aber aus dem Bereich der traditionellen (self-publishing) Bücher kommt und sein Portfolio erst um Fotobücher ergänzt hat, läßt sich das da besser umsetzten. Allerdings ist Blurb auch der teuerste Anbieter, auch bei den Versandkosten, unter den von mir bisher genutzten Anbietern. Die Gestaltungssoftware ähnelt einer Lite-Version einer DTP-Software.

In den letzten 3-4 Jahren habe ich viel bei Saal-Digital bestellt. Hier im Blog finden sich einige detaillierte Erfahrungsberichte (hier, hier, hier und hier), so dass ich das hier nicht weiter ausführen möchte.

PixelNet könnte Saal-Digital als Standard-Lieferant ablösen. Die Druckqualität ist gut, es gibt kein Logo außen auf dem Buch und Orwo ist ein deutscher Hersteller aus Bitterfeld. Die Software belegt allerdings gut 1,8 GB auf der Festplatte zuzüglich der Themen-Packs (wenn man sie denn braucht). Auf meinem Mac wirkt sie optisch allerdings etwas fremd, was dem QT-Framework geschuldet ist, auf dem sie aufbaut.

Dass ich regelmäßig auch bei Photobox bestelle, liegt daran, dass sie als Alleinstellungsmerkmal die gestanzten Cover mit den Jahreszahlen haben. Eine Erstell-Software zum installieren auf dem lokalen PC gibt es nicht und die webbasierte Software im Browser läßt mit ihren Möglichkeiten arg zu wünschen übrig. Zudem sind die Bücher recht hochpreisig, so dass ich vor Weihnachten immer auf die Aktion warte, dass man Guthaben mit Rabatt im Voraus kauft und bis zu 3 Monate Zeit für die Bucherstellung hat. Da ich ‚nur‘ das Jahrbuch erstelle, passt das für mich. Bei der Auswahl der Bilder versuche ich möglichst viel vorzubereiten, dass ich die Bilder nur noch derReihe nach den Seiten zuweisen brauche. Ob es allerdings ein 2020 Buch von Photobox geben wird, ist mir noch nicht klar, da im 2019er Buch ein paar Mängel in der Druckqualität festzustellen ist: Abrisse im Farbverlauf, Flecken und fehlende Strukturen in den dunklen Bereichen.

Fast alle Hersteller drucken auf der Buchrückseite ihr Logo ab. Blurb und Saal-Digital bieten gegen Aufpreis den Entfall des Logos an. Pixelnet druckt nur einen kleinen Barcode auf die Rückseite.

Ich habe oben ja schon gesagt, dass ich in der Regel Hardcover-Bücher bestelle. Sie sollen so solide sein, dass die Bücher nicht schon nach 2- oder 3-maligem Durchblättern gebraucht aussehen. Eine Ausnahme sind die Bücher, die meine Frau als Anschauungsmaterial bei der Arbeit benutzt. Hier ist die Spiralbindung erheblich besser geeignet.
Layflat scheint aktuell ein Thema zu sein, dass den Herstellern wichtig ist. Ich habe es auch mal ausprobiert, aber in der Regel brauche ich es nicht.

Was mir bei Fotobüchern wichtig ist:
– Hardcover
– Querformat
– stabile Bindung
– Farbtreue
– Farbverläufe ohne Abrisse
– sauberer Druck ohne Flecken
– Strukturen auch in den dunklen Bereichen
– Leer-Seiten (Buchspiegel, Versatz, Vakantseiten) zwischen Deckel und Buchkörper
– kein Hersteller-Logo
– Wahlmöglichkeit Digital-Druck oder Fotopapier (= dicke Seiten)

Dazu kommt die Anforderung eine Software zu haben, die mich beim Erstellen des Buchs unterstützt. Das heißt:
– Ausrichten der Bilder zueinander (z.B. gleichmäßiges ausrichten am oberen Rand des zuerst ausgewählten Bildes)
– Verteilung der Bilder gleichmäßig auf der Seite horizontal oder vertikal
– Text-Boxen mit Größen- und Ausrichtungs-Wahl
– Vorlagen mit 1, 2, 3, 4 usw. Bildern pro Seite
– Umsortieren / Verschieben von Seiten
– Einfügen bzw Löschen von Einzelseiten (und nicht Doppel-Seiten)
– freies positionieren von Objekten (Bilder und Text)
– drehen / kippen von Objekten
– direkte Anzeige des Preises beim Erstellen
– verschiedene Schriften (Schriftarten, Fonts und Schriftstile)

Fazit:
Von den Büchern, die ich im Laufe der Jahre gekauft habe, war keines ein Total-Ausfall. Bei MyPhotobook, Lidl und Albelli habe ich seit einiger Zeit nichts mehr bestellt und kann daher zur aktuellen Qualität nichts sagen. Ich glaub aber nicht, dass sie schlechter geworden ist.
Saal-Digital hat eine gute Druckqualität, aber die Bücher wirken minderwertig durch ihre Machart (siehe letzte 3 Abschnitte im verlinkten Artikel).
Bei Photobox war die Software schon immer ein Ärgernis. Da jetzt auch noch die Qualitätsmängel hinzugekommen sind, war das wahrscheinlich meine letzte Bestellung.
Pixelnet scheint hingegen diese Lücke zu füllen, kann dem Alleinstellungsmerkmal von Photobox aber nichts vergleichbares entgegensetzten, aber für die normalen Bücher ist es aber eine gute Alternative zu Saal-Digital.

Produkttest Saal-Digital Fotobuch der Professional Linie mit Lay-Flat (Werbung)

29. Januar 2020 Keine Kommentare

Ich durfte ein Produkt aus dem Hause Saal-Digital testen: Fotobuch der Professional Linie mit Lay-Flat-Seiten erstellen und habe dafür 100€ als Zuschuss erhalten.
Für den Test habe ich das Fotobuch im Format 28 x 19 cm mit 46 Innenseiten aus glänzendem Fotopapier gewählt. So blieb nur eine Zuzahlung und das Porto übrig. Dieser Zuschuss hat meine Bewertung nicht beeinflußt, wie man erkennen kann, wenn man diesen Artikel bis zum Ende liest.

Die Erstell-Software
Zu Beginn einer Fotobuch-Erstellung läuft bei mir erst einmal mein Standard-Workflow los: es werden alle etwickelten Fotos, die potentiell in Frage kommen, in einen separaten Ordner auf der Festplatte kopieren und mit dem Sternchen-System bewerten, so dass am Ende nur die Bilder übrig bleiben, die ins Buch kommen. Das Sternchen-System werde ich demnächst auch hier nochmal detailliert erläutern.

Dann wird mit der Saal-Digital Gestaltungs-Software ein neues Produkt erstellt und der Ordner gewählt, der die Fotos enthält. Leider kann die Gestaltungs-Software von Saal-Digital noch immer nicht mit den Sternchen-Bewertungen umgehen, so dass ich die gewählten Bilder erst noch mal kopieren muss (bzw. die nicht gewählten Bilder aus dem oben genannten Ordner löschen). Auch die Möglichkeit, genutzte Bilder auszublenden, gibt es nicht. Verwendete Bilder werden nur mit einem kleinen Haken gekennzeichnet. Das ist prinzipiell ok, aber manchmal möchte man gerne nur die Bilder sehen, die noch nicht in das Buch eingebaut wurden.

In der Software gibt es leider auch noch immer keine Blanco-Layouts für die Verteilung der Bilder auf der Seite. Selbst in der Professional Line gibt nur diese blöden vorgestalteten Seiten mit blödsinnigen Stickern oder sonstigen sogenannten „Schmuckelementen“. Ich frage mich, welcher Pro das tatsächlich nutzen könnte. Oder gibt es vielleicht irgendwo noch eine separate Software nur für die Professionals? Zudem gibt es keine vernünftige Ausrichtungsfunktion der Bilder auf der Seite (horizontale + vertikale Verteilung => funktioniert nicht richtig). Auch die Abstände zwischen Bildern sind nicht exakt setzbar. Die Gestalterischen Möglichkeinten der Software sind stark verbesserungswürdig. Mit jedem Nutzen finden sich mehr Unzulänglichkeiten und sie wird mehr und mehr zu einem Ärgerniss. Das können selbst die Billig-Anbieter besser. Diese Software ist in meinen Augen für professionelle Nutzer, die für ihre Kunden z.B. Hochzeitsbücher erstellen, absolut ungeeigent. Man braucht für die Bucherstellung einfach viel zu viel Zeit. Das kann man nicht mehr reinholen.

Der Upload der Fotos ging erstaunlich schell. Auch die Produktionszeit war hervorragend. Sonntag Nachmittag bestellt, Montag produziert und Mittwoch geliefert. Top!

Das Buch
Ich habe bei der Bestellung das Standard Hochglanz-Papier gewählt. Der Buchdeckel ist aus Acryl. Das wirkt klasse. Insesondere in dem optional erhältlichen Schuber, in der Software „Geschenkbox“ genannt, mach das Buch einen sehr wertigen Eindruck. Ein breites eingelassenes Band hilf beim Herausheben des Buches. Die Box ist auch optisch von den Materialien die Materialauswahl des Buchs angepasst: in diesem Fall schwarzes Leder.

Die Buchseiten selbst haben eine sehr gute Wiedergabe-Qualität. Auch in den dunklen Bereichen vermag der Druck noch Strukturen abzubilden. Dank Layflat kann man Bilder auch über die Mittellinie hinweg setzen, ohne dass es störend wirkt. An mehreren Stellen habe ich bewußt Bilder über die Buchmitte platziert, um zu schauen, wie sich der Knick bei Lay-Flat auf die Bildwirkung auswirkt und muss sagen, dass das bei Panorama-Bildern gut nutzbar ist. Man kann also bedenkenlos Panoramen über eine Doppelseite laufen lassen und so die volle Seiten-Höhe ausnutzen.

Aber dass das erste Bild direkt auf die Rückseite des Buchdeckels und das letzte Bild auf die Innenseite des Hinterdeckels gedruckt wird, qualifiziert das Endergebis erheblich ab. Es gibt weder Vorsatz, Vakatseiten noch Buchdecke. Das wirkt unprofessionell und in dem Preissegment einfach nur billig (im schlechtesten Sinne). In dem Beispielbild in der Galerie am Ende des Artikels kann man das gut erkennen. Ein Klick auf die Bilder vergößert sie.

Fazit
Als Fotograf erstelle ich im Laufe des Jahres einige Bücher zu verschiedenen Themen mit hochwertigen Fotos. Die Software ist in meinen Augen für professionelle Nutzer, die für ihre Kunden z.B. Hochzeitsbücher erstellen, absolut ungeeigent. Man braucht für die Bucherstellung einfach viel zu viel Zeit. Das kann man nicht mehr reinholen. Das Fotobuch als End-Produkt ist auch nicht geeignet, die Bilder adäquat zu präsentieren. Besonders interessant war dieses Produkt für mich, um für Hochzeitsbücher eingesetzt zu werden. Aber in der aktuellen Machacht wirkt es leider nur unprofessionell und primitiv. Sehr schade, denn der Rest ist von der Qualität her sehr gut.

Produkttest Saal-Digital Fotobuch mit Lay-Flat (Werbung)

21. Juli 2019 Keine Kommentare

Ich durfte ein Produkt aus dem Hause Saal-Digital testen: Fotobuch mit Lay-Flat-Seiten erstellen und 40€ als Zuschuss erhalten.
Das habe ich für ein Fotobuch im Format 28 x 19 cm mit 56 Innenseiten aus glänzendem Fotopapier über meinen Trip nach Wales genutzt. Somit blieb für mich ein Restbetrag von etwas über 20€ über.

Zu Beginn einer Fotobuch-Erstellung läuft bei mir erst einmal mein Standard-Workflow los: es werden alle etwickelten Fotos, die potentiell in Frage kommen, in einen separaten Ordner auf der Fetplatte kopieren und mit dem Sternchen-System bewerten, so dass am Ende nur die Bilder übrig bleiben, die ins Buch kommen. Das Sternchen-System werde ich demnächst auch hier nochmal detailleirt erläutern.

Dann wird mit der Saal-Digital Gestaltungs-Software ein neues Produkt erstellt und der Ordner gewählt, der die Fotos enthält. Leider kann die Gestaltungs-Software von Saal-Digital nicht mit den Sternchen-Bewertungen umgehen, so dass ich die gewählten Bilder erst noch mal kopieren muss (bzw. die nicht gewählten Bilder aus dem oben genannten Ordner löschen).

In der Software gibt es leider keine Blanco-Layouts für die Verteilung der Bilder auf der Seite. Es gibt nur so blöde vorgestalteten Seiten mit blödsinnigen Stickern oder sonstigen sogenannten „Schmuckelementen“. Zudem gibt es keine vernünftige Ausrichtungsfunktion der Bilder auf der Seite (horizontale + vertikale Verteilung => funktioniert nicht richtig). Auch die Abstände zwischen Bildern sind nicht exakt setzbar. Vom Gestalterischen her ist die Software stark verbesserungswürdig.

Der Upload der Fotos ging erstaunlich schell. Auch die Produktionszeit war hervorragend. Freitag Spät-Nachmittag bestellt, Montag produziert und Mittwoch geliefert. Top!

Ich habe bei der Bestellung das Standard-Papier gewählt und nicht das dicke Papier. Somit war ich ziemlich erstaunt, wie dick das Buch tatsächlich ist.

Die Buchseiten selbst haben eine sehr gute Wiedergabe-Qualität. Auch in den dunklen Bereichen vermag der Druck noch Strukturen abzubilden. Aber dass das erste Bild direkt auf die Rückseite des Buchdeckels und das letzte Bild auf die Innenseite des Hinterdeckels gedruckt wird, qualifiziert das Endergebis erheblich ab. Es gibt weder Buchspiegel noch Buchdecke. Das wirkt unprofessionell und billig (im schlechtesten Sinne). In dem Beispielbild in der Galerie am Ende des Artikels kann man das gut erkennen. ein Klick auf die Bilder vergößert sie.

An mehreren Stellen habe ich bewußt Bilder über die Buchmitte platziert, um zu schauen, wie sich der Knick bei Lay-Flat auf die Bildwirkung auswirkt und muss sagen, dass das bei Panorama-Bildern gut nutzbar ist. Man kann also bedenkenlos Panoramen über eine Doppelseite laufen lassen und so die volle Seiten-Höhe ausnutzen.

Als Fotograf erstelle ich im Laufe des Jahres einige Bücher zu verschiedenen Themen mit hochwertigen Fotos. Dieses Produkt ist in jedem Fall nicht geeignet, die Bilder adäquat zu präsentieren. Insbesondere für Hochezeits-Fotos werde ich es nicht einsetzten können. Sehr schade, denn der Rest ist von der Qualität her sehr gut.

Produkttest Saal-Digital Fotobuch (Werbung)

28. Dezember 2018 Keine Kommentare

Ich durfte ein Produkt aus dem Hause Saal-Digital testen: Fotobuch erstellen und 40€ als Zuschuss erhalten.
Das habe ich für ein Fotobuch im Format 28 x 19 cm mit 46 Innenseiten aus glänzendem Fotopapier über unseren Sommerurlaub auf der Insel Usedom genutzt. Somit blieb für mich ein Restbetrag von knapp 15€ über.

Zunächst geht es daran die Fotos auszuwählen. Ich habe alle gewählten Bilder in einem Ordner auf der Festplatte abgelegt und im Projekt den Order ausgewählt. So kann man während der Bucherstellung immer schön sehen, welche Bilder bereits verwandt wurden, und welche nicht.

Aber in der Software gibt es keine Blanco-Layouts für die Verteilung der Bilder auf der Seite. Es gibt nur so
blöde vorgestalteten Seiten mit blödsinnigen Stickern oder sonstigen sogenannten „Schmuckelementen“. Zudem gibt es keine vernünftige Ausrichtung der Bilder auf der Seite (horizontale + vertikale Verteilung => funktioniert nicht
richtig). Auch die Abstände zwischen Bildern sind nicht exakt setzbar. Vom Gestalterischen her ist die Software stark verbesserungswürdig.

Ein weiteres Manko ist der PDF-Export. Die Qualität ist sehr schlecht und überdies wird ein riesiges Wasserzeichen über die Bilder gedruckt. Somit habe ich im Anschluss das Fotobuch nochmal gesetzt, diesmal mit einer DTP-Software. Mit dem PDF-Export aus der Saal-Digital Design-Software kann man rein gar nichts anfangen.

Diese beiden Mankos zusammengerechnet hätte ich mir gewünscht, es gäbe einen direkten PDF-Upload für die Innenseiten, so dass nur der Umschlag (Cover, Rückseite und Buchrücken) online zu gestalten wäre. Das hätte mir einiges Stunden Arbeit und Frust erspart.

Der Upload der Fotos ging erstaunlich schell. Auch die Produktionszeit war hervorragend – und das in der Vor-Weihnachtszeit.

Die Buchseiten selbst haben eine sehr gute Wiedergabe-Qualität. Aber dass das erste Bild direkt auf die Rückseite des Buchdeckels und das letzte Bild auf die Innenseite des Hinterdeckels gedruckt wird, qualifiziert das Buch erheblich ab. Es gibt somit weder Buchspiegel noch Buchdecke. Das wirkt unprofessionell und billig (im schlechtesten Sinne).

Als Fotograf erstelle ich im Laufe des Jahres einige Bücher zu bestimmten Themen mit hochwertigen Fotos. Dieses Produkt ist in jedem Fall nicht geeignet, die Bilder adäquat zu präsentieren. Sehr schade.

Dieser Post ist zum Teil vorbereitete, da DHL das Paket verbummelt hatte. Die Lieferung hätte am 04.12.2018 erfolgen sollen und wurde mit der Paketnummer am 06.12.2018 bei DHL reklamiert, als andere Lieferungen hier erfolgreich zugestellt wurden, das Fotobuch aber nicht mit dabei war. Geliefert hat DHL bis heute nicht und die Sendung ist in der Sendungsverfolgung noch immer als „Status am Di, 04.12.2018 09:58 Uhr: Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen“ gekennzeichnet. Auch ist für mich sichtbar nichts passiert, ausser das in der Folgewoche ein DHL-Zusteller sich hier an der Tür erkundigt hat, ob das Paket tatsächlich nicht angekommen wäre.
Inzwischen ist das Paket aufgetaucht. Das Paket wurde im Hausflur eines anderen Hauses 8 Häuser von hier verloren und nun endlich von einem der dortigen Bewohner hier zugestellt. Dieser Fakt floss aber nicht in diese Bewertung ein.

Hands-On Review: Olympus OM-D E-M1 Mark II

23. September 2018 Keine Kommentare

Diesen Sommer hat Olympus zu einer besonderen Road-Show eingeladen: Im Olympus Fotosommer konnten an je 2 Tagen an 4 unterschiedlichen Orten Deutschlands jeweils bis zu 100 Personen das Top-Modell der Systemkamera-Linie von Olympus testen, die Olympus OM-D E-M1 Mark II.
Für mich lag die Veranstaltung in der Greifvogel-Station Hellenthal in der Eifel am nächsten. Da der Veranstaltungs-Tag zufällig auf den ersten Samstag im Juli fiel, bot es sich an im Rahmen unseres Fotostammtisches dort mal über den Tellerrand zu schauen und sich mit einer komplett anderen Kamera zu beschäftigen.

OK, für mich war Olympus nicht vollständig neu, da ich 2016 in Zingst schon einmal eine Olympus OM-D E-M10 II in der Hand hatte. Allerdings ist die E-M1 II das derzeitige Spitzenmodell von Olympus.

Für die Veranstaltung wurde jeder Teilnehmer mit einer OM-D E-M1 Mark II mit dem Standard-Zoom ausgestattet: Blende 2.8 und 12-40 mm. Da der Sensor bei Olympus deutlich kleiner ist als Vollformat (24x36mm = Crop-Faktor 1) oder APS-C (18x24mm = Crop-Faktor 1,5), haben wir es hier mit einem Crop-Faktor von 2.0 zu tun. Der 3/4″-Sensor (=17,3x13mm) hat zudem das Seitenverhältnis 4 zu 3 statt 3 zu 2, wie es sonst heutzutage üblich ist. Eine Einstellung im Menü kann jedoch dafür sorgen, dass die JPG-Dateien automatisch in das 3 zu 2 Verhältnis beschnitten werden. Die Raw-Dateien bleiben allerdings im 4 zu 3 Verhältnis.

Die Kamera


Obwohl die Kamera in ihrem Aussehens einer Spiegelreflex-Kamera ähnelt, handelt es sich um eine spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiven und elektronischen Sucher. Sie bietet 20 Megapixel, 4K-Video, 121 Kreuzsensorfelder, berührungs-sensitiven Klappbildschirm und schnelle Bildverarbeitung (60 Rohdatenbilder pro Sekunde ohne nachgeführtem Autofokus und 18 Rohdatenaufnahmen pro Sekunde mit nachgeführtem Autofokus). Das WLAN-Modul habe ich nicht ans Laufen bekommen um direkt auf dem Smartphone in der Olympus-App die fertigen Bilder betrachten zu können.

Das Kamera-Menü


Das Menü ist ein gutes Stichwort. Wie bei der kleinen Schwester ist das Menü in meinen Augen eine Katastrophe: verschachtelt, unübersichtlich und unlogisch. Für mich hat der Tag nicht gereicht, um mich im Menü zurecht zu finden. Irgendwann habe ich aufgegeben und nur noch dort geklickt, wo die Trainer an der jeweiligen Station gesagt haben, dass man die Kamera einstellen soll.

Der Veranstaltungs-Ablauf


Ich sollte vielleicht zunächst die Veranstaltung weiter erklären. Die Besucher wurde auf 4 Gruppen aufgeteilt und mit einem Zeitplan ausgestattet. An insgesamt 4 Stationen wurden einem die besonderen Features der Kamera näher gebracht und man bekam ggf. ein anderes, für die betreffenden Station besser geeignetes, Objektiv geliehen.

 Std-Zoom        OLYMPUS M.12-40mm F2.8 
 Macro           OLYMPUS M.60mm F2.8 Macro
 Macro           OLYMPUS M.30mm F3.5 Macro
 Tele-Zoom       OLYMPUS M.40-150mm F2.8
 Tele            OLYMPUS M.300mm F4.0 + MC-14 TeleKonverter
 Portrait        OLYMPUS M.25mm F1.2
 Portrait        OLYMPUS M.45mm F1.2

Die 4 Stationen


Stationen 1

Anhand kleiner szenischer Aufbauten konnte man das In-Kamera Focus-Stacking an der ersten Station ausprobieren. Die Kamera macht schnell hintereinander eine voreingestellte Reihe von Aufnahmen mit leicht versetztem Fokuspunkt und verrechnet nachher die jeweils scharf abgebildeten Teile aller Aufnahmen miteinander, um so ein Bild zu bekommen, dessen Tiefenschärfe weit höher ist als es nur durch schließen der Blende möglich wäre.

Stationen 2


An der zweiten Station ging es um das Feature ProCapture zum Einfangen sehr schneller Motive am Beispiel der Tropfen-Fotografie. Verstanden habe ich die Erklärung, wie dieses Feature in der Kamera funktioniert, nicht. In jedem Fall soll es mehr sein, als nur Highspeed-Serienbilder. Die Masse an Bilder machen jedoch sehr schnell die Speicherkarte voll. Apropos Speicherkarte: jede Kamera war mit einer 32GB SD-Karte ausgestattet (allerdings nur eine relativ langsame Karte), die man am Ende der Veranstaltung behalten durfte um so daheim die Ergebnisse zu prüfen.

Stationen 3


An der dritten Station ging es um Greifvögel im Flug. Freistellung der Vögel durch Offenblende und der schnelle Autofokus waren hier die Stichwörter.

Stationen 4


An der letzte Station ging es darum die Portait-Linsen an Greifvögeln zu testen.

Und die Anderen?


Die anderen drei Gruppen hatten eine andere Reihenfolge, aber haben ebenfalls diese 4 Features an diesen 4 Stationen ausprobiert.

Mein Fazit zum Event


Das Event fand ich sehr gut gelungen. So hatte man wirklich die Möglichkeit mit dem Equipment herum zu spielen und sich ein eigenes Bild zu machen. Es wäre allerdings gut gewesen, darauf hinzuweisen, eigene SD-Karten mitzubringen, da alle vier Stationen eine hohe Anzahl an Bildern produzieren. Die 32GB-Karte war bereits nach der zweiten Station gut gefüllt und ohne umfangreiches Löschen hätte sie garantiert nicht bis zum Ende der Veranstaltung durchgehalten.

Olympus darf so selbstbewusst auftreten, denn sie haben IMHO ein gutes Produkt im Angebot. Andere Hersteller dürfen das Konzept dieser Veranstaltungsreihe gerne aufgreifen!

Mein Fazit zur Kamera


Olympus stellt ein ordentliches Werkzeug her. Es kommt auf den Fotografen an, was bei der Nutzung des Werkzeugs heraus kommt. Der Preis ist aber kein Schnäppchen und man sollte sich nicht von den kleinen Blendenzahlen täuschen lassen, denn schließlich ist der Sensor auch sehr klein. Auch täuscht die geringe Größe über das Gewicht hinweg. Die Komponenten sind schwerer, als mal es vom optischen Eindruck her einschätzt. Man erhält aber eine wertige Kamera und bekommt Zugang zu einer großen Anzahl hochwertiger Objektive.

Für mich persönlich ist die OM-D Linie nicht so gut geeignet. Die Kamerabodys sind mir zu klein, als wären sie für Kinderhände designt. Dazu kommt die schlechte Menü-Führung.
Wer eine kleine Kamera mit guter Verarbeitung sucht, sollte sich vor dem Kauf unbedingt mit dem Menü auseinandersetzten und nach dem Kauf gründlich einarbeiten, sonst sucht man sich sich zu Tode.

Die Bilder in der Galerie sind alle mit DxO OpticsPro 11 mit den Default-Einstellungen exportiert. Bei den fliegenden Wüstenbussarden habe ich nur den Abschnitt bei 2 Bildern noch nachträglich verändert.

Ich finde, Kamera und Objektive haben einen guten Job gemacht. Das Standard-Zoom ist mir, insbesondere bei der Location, definitiv viel zu kurz gewesen. An das Bild-Format 4 zu 3 kann ich mich einfach nicht gewöhnen: ich mag es nicht! Der sensor-integrierte Bildstabilisator ermöglicht auch im Marco-Bereich Freihand-Aufnahmen, wie die Beispielbilder in der Galerie belegen.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert und stellt meine persönlich Meinung dar.

Produkt-Test Photolemur 3.0

8. September 2018 Keine Kommentare

Nachdem ich ja bereits die Versionen 1.0 und 2.0 getestet habe, steht nun die Version 3.0 in den Startlöchern.

Die Software ist weiterhin für MacOS und windows erhältlich. Am Bedienprinzip hat sich zunächst einmal nichts geändert. Es ist immer noch so simple wie in den Vorversionen und arbeitet immer noch vollautomatisch. Es kann mit jpg, png, tif und sogar Raws umgehen. Nach meinen Tests würde ich aber keine Raws mit Photolemur bearbeiten wollen. Die Rauschunterdrückung ist einfach nicht vorhanden. Vorhandenes Bildrauschen wird einfach mit verstärkt. Gute jpgs hingegen scheinen mittlerweile ganz gut zu funktionieren.

Als Neuerung gibt es nun so etwas wie Presets, genannt „Style“. Das ist die einzige Möglichkeit auf das Ergebnis Einfluss zu nehmen, wenn man mal von der Möglichkeit der Intensität, mit der die Automatik wirken soll (hinter den Pinsel-Symbol versteckt) absieht.

Es ist in meinen Augen noch immer eine Software, die man nicht wirklich braucht. Sie scheint eher für die Generation „Instagram“ gedacht, die nun auch Filter am Computer über die Fotos legen kann.

Die Beispiel-Bilder sind mit der Demo-Version entstanden, die man sich kostenlos von der Homepage herunterladen kann. Sie ist voll funktionsfähig, exportiert aber mit maximal 1200 Pixeln auf der langen Seite und stempelt ein großen Logo ins Bild.

Produkttest „Fotoheft“ von Saal-Digital

23. Februar 2018 Keine Kommentare

Diesmal durfte ich das Fotoheft von Saal-Digital testen. Für den Test wurde ein Bestellgutschein von 20€ zur Verfügung gestellt. In meinen Augen ist das ein interessantes Produkt, wenn man Bilder als Anschauungs-Material z.B. für Kurse haben möchte. Bisher wurden dafür Fotos mit dem Farblaser ausgedruckt und anschließend laminiert.

Insgesamt 10 Templates sind im Angebot: 3 * Hochkant (10×15, 13×18 und A4), 4 * Querformat (15×10,18×13, A4, A3) sowie 3 * quadratisch ( 14×14, 20×20 und 30×30). Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Spiralheftung à la College-Block haben und jeweils eine transparente Schutzfolie als Cover bzw. Rückseite. Beim Papier kann man zwischen Premium Matt und Kunstdruck wählen.

Ich habe mich für ein Fotoheft im Format A4 Hochkant mit Premium-Paipier und mattem Druck entschieden.

Leider sieht Saal Digital nur eine Heftung am linken Rand vor. Somit kann man zwar Fotos im Format A4 abdrucken, aber wenn man sie in einem Kurs zeigen möchte, wird die der Heftung gegenüberliegende Seite nach vorne umfallen. Da wäre eine Heftung am oberen Rand besser.

Durch drehen der Bilder habe ich das dann selbst gemacht, wie man in der Bildergalerie unten sehen kann.

Bestellprozess


Der Bestellprozess war über die Bestell-Software schnell erledigt. Erstaunt hat mich wieder die Geschwindigkeit: Sonntag gegen Abend bestellt und Dienstag Mittag war das fertige Buch bereits hier. Hut ab!!

Qualität


Die Druckqualität überzeugt in Sättigung und Detail-Reichtum. Ebenso die Bindung und der Schutzumschlag. Das Papier ist fester als erwartet. somit ist das ganze Heft prima für den gewünschten Zweck nutzbar und kann die bisher genutzte Technik (Druck auf Fablaser-Drucker mit anschließendem laminieren) ersetzten. Ein weiterer Vorteil des Fotohefts ist an dieser Stelle, dass kein Bild mehr verloren gehen kann und sie auch nicht mehr durcheinander kommen können.

Daher war es auch nicht so tragisch, dass der von Saal-Digital zur Verfügung gestellte Gutschein nur einen Teil der Gesamtkosten gedeckt hat und ich eine Zuzahlung vornehmen musste.

Produkt-Test „Foto auf Alu-Dibond“ von Saal-Digital

22. Januar 2018 Keine Kommentare

Letztens bekam ich die Möglichkeit, ein weiteres Produkt aus dem Hause Saal-Digital zu testen. Wie in der Überschrift schon angegeben, habe ich mich diesmal für einen Foto-Print auf Alu-Dibond entschieden. Das ist eine Aluminiumverbundplatte von 3 mm Stärke.

Durch den UV-Direktdruck der neuesten Generation mit 6-Farben inklusive Lightfarben (herkömmlich nur 4 Farben) und 6-facher UV-Härtung wird eine beeindruckende Farbintensität bei höchster Auflösung (ohne Pixeltreppchen) und maximaler Schärfe gewährleistet. Selbst große, gleichfarbige Flächen erstrahlen auf der matten Oberfläche in absolut satten Farben und Feinheiten können bis ins Detail hochauflösend dargestellt werden.

Das Material ist prinzipiell auch für den Aussenbereich geeignet, da es wetterfest ist. Aus der Werbetechnik kenne ich das Material schon lange, für einen Foto-Print hingegen war es für mich neu.

Insbesondere für Bilder mit dunklen Anteilen ist Alu-Dibond besser geeignet als Acryl, da Alu-Dibond matt ist, während Acryl spiegelt. Diese matte Fläche ist im ersten Moment ungewohnt, hat aber den riesen Vorteil, dass sie nicht spiegelt.

Ein Vorteil von Alu-Dibond ist, dass individuelle Größen möglich sind. Neben den Standard-Massen ist in der Bestellsoftware an der entsprechenden Stelle ein Felder-Paar für die manuelle Größeneingabe auswähl- und ausführbar. Mein Bild hat ein Format von 60 x 30 cm, was ja kein klassisches Bild-Format ist. Mit Alu-Dibond und Acryl sind solche individuelle Maße möglich.
Beim Bild für diesen Test habe ich mich für ein Motiv entschieden, das viele feine Linien aufweist, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich sind. Das Sonnenlicht wird durch den Baum in viele feine einzelne Strahlen aufgefächert. Zudem haften Myriaden von Tautropfen an den unzähligen Spinnennetzen in den Heidesträuchern

Bestellprozess


Der Bestellprozess war über die Bestell-Software schnell erledigt. Erstaunt hat mich erst die Geschwindigkeit: Dienstag Abend um 19:21. Mittwoch mittag und 12:55 hatte ich bereits die Versandbestätigung per eMail samt DHL-Trackingnummer und Donnerstag das gelieferte Bild in Händen.

Lieferung


Das Bild wurde in einem stabilen Karton geliefert, in dem das Bild noch einmal zusätzlich mich Klarsicht-Folie auf einen dicken Trägerkarton verrutschungssicher fixiert war. Nach dem Auspacken noch die Aufhängung auf die Rückseite kleben und schon kann das Bild an die Wand.

Foto auf Holz

9. September 2017 Keine Kommentare

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Foto auf Holz drucken zu lassen. Vor gut drei Wochen habe ich jedoch die Möglichkeit bekommen, genau das zu testen. Ich habe einen Gutschein für ein Bild im Format 30 x 40 cm von Lieblingsfoto.de bekommen. Aufhängung und Versand ebenfalls inklusive. Somit ein für mich absolut risikoloses Angebot.
Zunächst habe ich mich mit der Webseite in das Thema eingelesen. Der Druck wird direkt auf das unbehandelte Holz aufgebracht. Es handelt sich nicht um eine flächige Holzplatte, sondern um „Bretter“, die in Lattenform mit einem kleinen Zwischenraum arrangiert und von der Rückseite verschiebungssicher verstärkt sind. Die Struktur soll weiterhin sichtbar bleiben.
Ich bin nun kein Typ, der (viel) mit Texturen in seinen Fotos arbeitet. Daher habe ich mich recht schwer mit der Bildauswahl getan. Letztendlich habe ich mich für eine Morgenstimmung entschieden. Die großflächigen Farb- und Dunkelpartien sollen mir die Möglichkeit geben, die Druckqualität besser zu beurteilen.
Im Normalfall geht ein Druck davon aus, dass die zu bedruckende Fläche weiß ist. Helle oder gar weiße Teile des Bildes brauchen also nicht mitgedruckt zu werden. Stattdessen sorgt der weiße Grund dafür, dass gedruckte Farben heller werden. Das Fichtenholz ist aber nicht weiß. Es ist hell, aber eher blass-gelblich. Somit muss die Druckfarbe ganz anders abgestimmt werden, um natürliche Farben in der Reproduktion zu erhalten.
Für den Druck bietet Lieblingsfoto.de die Option, „Weiß“ als Farbe mit zu drucken. Meine Bestellung beinhaltete diese Option. Daher komme die Farben in genau so guter Qualität raus, wie beim Druck auf Papier.

Ergebnis
Die Textur des Materials ist weniger stark als erwartet (befürchtet). Dazu kommt aber ein nicht erwarteter Used-Look im Material. Der Lattungseffekt ist für mich gewöhnungsbedürftig, aber OK, wenn er zu Bild und/oder zur Umgebung passt. Die Farben sind kräftig, aber matt. Der Morgennebel über dem Wasser ist kaum erkennbar und das dunkle Schilf säuft nahezu strukturlos ab.
Das Holz ist etwa 1,5 cm stark. Bei der Bildgröße von 30 x 40 cm ist mir das eigentlich zu dick. Bei größeren Formaten fällt das mit Sicherheit weniger stark ins Gewicht.

Abwicklung
Bild hochladen, Bestellerdaten eingeben, Zahlungsdaten eingeben – fertig.
Samstags bestellt, kommt Montags die erste eMail (4 – Ihre Bestellung wird gedruckt, ist in Produktion). Prima, aber warum die „4“? . Und, warum sind Teile der eMail auf Niederländisch? Na, egal, wird wohl passen.
Donnerstags kommt die zweite eMail (5 – Ihre Bestellung wurde abgeschickt. Sie erhalten diese innerhalb von 2-3 Werktagen). Aber aus den 2-3 Werktagen wurden 1,5 Wochen (Versand aus den Niederlanden). Und wieder Teile auf Niederländisch.

Verpackung
Das Bild kommt doppelt verpackt: zunächst ist es in einem großzügig bemessenen Kunststoffbeutel, der dann in einem Papp-Karton steckt. So kommt das Bild sicher an.

Nun nur noch die Haken auf der Rückseite des Bildes befestigen und schon kann es an die Wand.

Fazit
Ein Druck auf Holz ist eine interessante Möglichkeit seinen Bildern einen unverwechselbaren Ausdruck zu verschaffen. Wenn das Motiv und / oder der Aufhänge-Ort zu der doch etwas rustikalen Erscheinungsweise passen, bekommt man ein außergewöhnliches Produkt.