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Archiv für die Kategorie ‘Erfahrungsbericht’

Eine Schwebefliege und Luminar 2018

19. Juli 2018 Keine Kommentare

APS-C, f16, 1/1000, ISO 2,800, 105mm (~157mm FX)
Heute habe ich nicht nur ein Foto, sondern auch ein besonderes Angebot (enthält Werbung): Skylum bietet ihre Software Luminar 2018 von heute bis Sonntag mit einem großen Rabatt sowohl für das Update als auch für die Vollversion an.

Das Foto oben ist eine Macro-Aufnahme einer Schwebefliege auf einer Echinacea Blüte. Es wurde mit einem 105mm Macro an einer APS-C Kamera aufgenommen und anschließend mit Luminar 2018 aus dem RAW entwickelt.

Insekten bewegen sich ziemlich schnell und ihre Bewegungen sind schwer bis unmöglich vorherzusehen. Auch wenn sie auf Blüten sitzen, bewegen sie sich ständig weiter. Daher muss man mit sehr kuzen Belichtungszeiten arbeiten und einen schnellen Auto-Fokus haben. Bei der Macro-Fotografie muss man mit kleinen Belendenöffnungen (hohe Zahlen) arbeiten, um eine passende Tiefenschärfe zu bekommen, denn, je länger die Brennweite und je näher das Objekt ist, um so geringer ist die Tiefenschärfe. Das muss mann dann durch Abblenden ausgleichen.

Während die kurze Belichtungszeit das Licht nur sehr kurz zum Sensor läßt, limitiert die geringe Blendenöffnung die Menge des passierenden Lichts. Wie kann man nun korrekt belichtete Bilder bekommen? Im Studio kann ich Licht hinzufügen, aber Wildlife muss ich mit dem Licht auskommen, das mir die Natur gibt. Der Einsatz von Blitzen verbietet sich hier. Allenfalls ein Reflektor kann ein wenig dazu beitragen, die Tiefen etwas aufzuhellen. Somit bleibt nur die Möglichkeit, die Emfpindlichkeit des Sensors zu erhöhen, indem man die ISO erhöht. Das wiedrum führt unweigerlich zu verstärktem Bildrauschen und dem Verlust von feinen Details.

Was also tun? Hilfe bekommt man von einer Software, die eine gute Rauschunterdrückung hat, aber fine Details erhalten kann. Daher nutze ich Luminar 2018 für die Entwicklung meiner Bilder. Das Bild hat weiterhin alles Strukturen: die feinen Haare, die Strukturen der Facetten-Augen und die Pollen sind klar sichtbar während das Rauschen in den Hintergrundbereichen weg sind. Luminar 2018 hat wieder einen großartigen Job gemacht.

Bei Skylum ist eine voll-funktionsfähige Demo (14 Tage Laufzeit) kostenfrei verfügbar.

Take care!

(dieser Post enthält Affiliate Links)

Produkttest: Inspirationskarten für Fotografen in der Anwendung

16. Juni 2018 Keine Kommentare

So, hier nun Teil 2 des Produkttests, wie gestern angekündigt:

Im vorherigen Post habe ich Euch ja die Inspirations-Karten von Inspiracles vorgestellt. Heute möchte ich Euch über die Nutzung von drei Karten beispielshaft berichten.

Karte 1:
Einer der Vorschläge auf den Karten lautet: Nutzt ausschließlich das 50mm Objektiv

Der Autor unterstellt hierbei, dass man eine Kamera mit Kleinbild-Film (35mm) oder eine digitale Kamera mit einem so genannten Vollformat-Sensor nutzt. 50mm Brennweite entsprechen vom Seheindruck am ehesten unserer natürlichen Wahrnehmung. Bei einer Kamera mit APS-C Film oder Sensor mit Crop-Faktor von 1,5 wäre das ein Objektiv 35mm Brennweite.

Wer nun kein Objektiv mit Festbrennweite hat, kann auch sein Zoom-Objektiv nutzen um das Objektiv temporär am zoomen zu hindern. Dafür stellt man zunächst die gewünschte Brennweite ein und klebt dann mit Klebeband den Zoomring, so dass er sich nicht mehr bewegt.

Wenn man nun zum Fotografieren losgeht, wird man sich anders an Motive nähern müssen. Durch die fehlende Möglichkeit des Zoomens, muss man nun andere Bildwinkel finden, um interessante Bilder zu bekommen.

Vor etwa 2 Jahren habe ich das schon mal ausprobiert und war auf einem Fotowalk nur mit 35mm am Vollformat unterwegs. Das kann ich jedem empfehlen mal auszuprobieren, sich bewußt so einzuschränken.

Ein Bericht darüber findet sich in meinem englischen Blog: https://solaner.wordpress.com/2016/09/19/500px-global-photowalk-2016/

Karte 2:
Eine zweite Karte, die ich in der Vergangenheit schon mehrfach ausprobiert habe, war „Stelle die Kamera auf Monochrome“. Eine mir sehr vertraute Option, da ich früher häufig schwarz-weiß Filme in der Kamera hatte, da ich sie selbst entwickeln wollte. Während man früher an den Film gebunden war und in der Regel erst wechseln konnte, wenn der Film voll war (Dunkelkammer mal bewußt außen vor gelassen), kann man heute seine Kamera jederzeit auf Monochrom umstellen.

Bei der Schwarz-Weiß-Fotografie kommt es auf ganz andere Gestaltungsmerkmale an, wie bei der Farb-Fotografie. Du wirst entdecken, dass ein Bild, dass in Farbe toll aussieht in Schwarz-Weiß plötzlich überhaupt nicht mehr wirkt – und umgekehrt. Du musst lernen, in Schwarz-Weiß zu „sehen“. Eine Anregung kannst Du auch in meinem englischen Blog finden: https://solaner.wordpress.com/tag/monochrome/

Karte 3:
Zu guter Letzt noch eine dritte Karte, die ich während meines Urlaubs umgesetzt habe: Die Farbe Blau – bietet sich bei einem Urlaub am Meer je irgendwie auch an 🙂
Sich mal einen Tag / Trip / Ausflug lang auf nur einen Aspekt fokussieren verändert den Blick. Man achtet auf andere Dinge und entdeckt Motive, die man sonst unter Umständen übersehen hätte. In der Galerie unten habe ich einige Ergebnisse angehängt.

Und nun Viel Spaß beim selber ausprobieren.

Produkttest: Inspirationskarten für Fotografen

15. Juni 2018 Keine Kommentare

Kurz vor meinem Urlaub wurde ich von einer Vertreterin von INSPIRACLES kontaktiert, ob ich Interesse hätte ihr Produkt „Inspirationskarten“ zu testen.
Es handelt sich dabei um 50 Karten mit Inspirationen um den eigenen Blick für Motive zu schulen und der eigenen Kreativität durch Gedankenanstöße auf die Sprünge zu helfen.

Da mich die Produktbeschreibung angesprochen hat, habe ich gerne zugesagt. Im Urlaub würde sich mit Sicherheit Zeit finden, um mich mit den Karten zu beschäftigen. Trotz Feiertage hat die Lieferung tatsächlich geklappt und die Karten haben mich am Vortag der Abreise noch erreicht.

Eine Metallschachtel von etwa Postkartengröße und etwa 2cm Dicke enthält 40 Inspirationskarten, 6 Spickzettelkarten, 2 Karten mit allgemeinen Tips zum Bildaufbau sowie 2 Karten mit einer Anleitung.


Die Karten selbst sind etwas größer als normale Spielkarten, sie sind matt bedruckt und in klaren Farben gehalten. Die Schrift ist durchgängig weiß und serifen-los, wodurch sie sich gut lesen läßt. Teilweise sind einzelne Worte farbig hervorgehoben. Die Hervorhebung ist aber leider nicht durchgängig auf die Kartenfarbe abgestimmt, so dass man da schon etwas genauer hinsehen muss (z.B. hellblau auf grau oder orange auf gelb). Die Karten sind durchgängig doppelseitig bedruckt. Auf der Vorderseite ist das jeweilige Stichwort genannt und kurz erklärt. Auf der Rückseite finden sich jeweils eine Beispielbeschreibung mit ein paar Beispielbildern, die das jeweilige Stichwort illustrieren. So wird das jeweilige Stichwort für jeden nachvollziehbar.

Der gute Gesamt-Eindruck von den Inspirationskarten wird meiner Meinung nach aber dadurch getrübt, dass die Stichwörter selbst durchgängig in Englisch abgedruckt sind. Ich bin nun wirklich kein Mensch, der auf Deutscher Sprache beharrt und sich des Englischen verwehrt (schließlich blogge ich ja selbst auf Englisch). Hier finde ich es aber störend. Für nahezu 100% der Stichwörter hätte man problemlos deutsche Begriffe finden können (gerne mit dem Englischen Pendant in Klammern).

Die Spickzettel-Idee finde ich ganz klasse. Hier wird z.B. in 4 Grafiken das magische Dreieck der korrekten Belichtung verständlich dargestellt oder auf zwei Seiten mit je einer Grafik das Mysterium „Blende“ erklärt. Weitere Themen sind Verschlusszeit (bzw. wie sich unterschiedliche Belichtungszeiten auf das Bildergebnis auswirken), ISO und der doch sehr sperrige Fachbegriff „Hyperfokaldistanz“, wo am Beispiel von zwei Entfernungen die Entfernungen für die ‚ganzen‘ Blenden durchdekliniert werden. Dazu kommt eine Graukarte sowie eine Karte für den Weißabgleich.


Was soll das Ganze?
Die Karten sollen dem Fotografen helfen, neue Motive zu entdecken und die Möglichkeiten der Kamera auf neue Art und Weise einzusetzen, um so kreativ zu werden. Das Wort „Kunst“ kommt von „Können“ und wer etwas kann, kann dieses Können auch auf eine neue und kreative Art einsetzen. Dabei können die Karten helfen.
In einem zweiten Blogpost, der morgen online gehen wird, werde ich die Arbeit mit den Karten an drei konkreten Beispielen vorstellen.

Für wen sind die Karten geeignet?
Zunächst einmal sind die Karten für jeden geeignet, der mit seinen Fotos hinsichtlich der Bildgestaltung nicht zufrieden ist und dort Verbesserungsbedarf sieht.
Sie sind aber auch für Fototrainer, Fotostammtische oder Lehrer einer Foto-AG sehr hilfreich. Der Lehrer / Trainer kann jedem Teilnehmer eine Aufgäbe geben und am Ende können die Ergebnisse gemeinsam besprochen werden.
Zudem wird in der Anleitung angeregt, die Ergebnisse auf Instagram, Facebook oder Flickr hochzuladen und mit dem auf der jeweiligen Karte genannten #Tag zu kennzeichnen, so dass auch darüber ein Austausch zu Stande kommen kann.

Fazit
Obwohl in den Karten nichts wirklich Neues steckt, was man nicht auch schon woanders gelesen hätte, finde ich die Idee und Umsetzung gelungen. Im Gegensatz zu einem Buch oder Lehr-Video bekommt man mit den Karten ein Medium in die Hand, dass man mitnehmen kann und gemeinsam mit anderen oder allein arbeiten kann. Man kann sich auf ein Thema fokussieren und das üben. Oder man trifft sich mit anderen Fotografen zu einem gemeinsamen Fotoausflug bei dem entweder alle an demselben Thema arbeiten oder jeder ein eigenes Thema zieht / erhält. In jedem Fall sollte aber die Nachbetrachtung und der Austausch einbezogen werden.

Hier nochmal der Produkt-Link zu Amazon

Und nun viel Spaß beim Fotografieren!

Produkttest „Fotoheft“ von Saal-Digital

23. Februar 2018 Keine Kommentare

Diesmal durfte ich das Fotoheft von Saal-Digital testen. Für den Test wurde ein Bestellgutschein von 20€ zur Verfügung gestellt. In meinen Augen ist das ein interessantes Produkt, wenn man Bilder als Anschauungs-Material z.B. für Kurse haben möchte. Bisher wurden dafür Fotos mit dem Farblaser ausgedruckt und anschließend laminiert.

Insgesamt 10 Templates sind im Angebot: 3 * Hochkant (10×15, 13×18 und A4), 4 * Querformat (15×10,18×13, A4, A3) sowie 3 * quadratisch ( 14×14, 20×20 und 30×30). Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Spiralheftung à la College-Block haben und jeweils eine transparente Schutzfolie als Cover bzw. Rückseite. Beim Papier kann man zwischen Premium Matt und Kunstdruck wählen.

Ich habe mich für ein Fotoheft im Format A4 Hochkant mit Premium-Paipier und mattem Druck entschieden.

Leider sieht Saal Digital nur eine Heftung am linken Rand vor. Somit kann man zwar Fotos im Format A4 abdrucken, aber wenn man sie in einem Kurs zeigen möchte, wird die der Heftung gegenüberliegende Seite nach vorne umfallen. Da wäre eine Heftung am oberen Rand besser.

Durch drehen der Bilder habe ich das dann selbst gemacht, wie man in der Bildergalerie unten sehen kann.

Bestellprozess


Der Bestellprozess war über die Bestell-Software schnell erledigt. Erstaunt hat mich wieder die Geschwindigkeit: Sonntag geben Abend bestellt und Dienstag Mittag war das fertige Buch bereits hier. Hut ab!!

Qualität


Die Druckqualität überzeugt in Sättigung und Detail-Reichtum. Ebenso die Bindung und der Schutzumschlag. Das Papier ist fester als erwartet. somit ist das ganze Heft prima für den gewünschten Zweck nutzbar und kann die bisher genutzte Technik (Druck auf Fablaser-Drucker mit anschließendem laminieren) ersetzten. Ein weiterer Vorteil des Fotohefts ist an dieser Stelle, dass kein Bild mehr verloren gehen kann und sie auch nicht mehr durcheinander kommen können.

Daher war es auch nicht so tragisch, dass der von Saal-Digital zur Verfügung gestellte Gutschein nur einen Teil der Gesamtkosten gedeckt hat und ich eine Zuzahlung vornehmen musste.

Produkt-Test „Foto auf Alu-Dibond“ von Saal-Digital

22. Januar 2018 Keine Kommentare

Letztens bekam ich die Möglichkeit, ein weiteres Produkt aus dem Hause Saal-Digital zu testen. Wie in der Überschrift schon angegeben, habe ich mich diesmal für einen Foto-Print auf Alu-Dibond entschieden. Das ist eine Aluminiumverbundplatte von 3 mm Stärke.

Durch den UV-Direktdruck der neuesten Generation mit 6-Farben inklusive Lightfarben (herkömmlich nur 4 Farben) und 6-facher UV-Härtung wird eine beeindruckende Farbintensität bei höchster Auflösung (ohne Pixeltreppchen) und maximaler Schärfe gewährleistet. Selbst große, gleichfarbige Flächen erstrahlen auf der matten Oberfläche in absolut satten Farben und Feinheiten können bis ins Detail hochauflösend dargestellt werden.

Das Material ist prinzipiell auch für den Aussenbereich geeignet, da es wetterfest ist. Aus der Werbetechnik kenne ich das Material schon lange, für einen Foto-Print hingegen war es für mich neu.

Insbesondere für Bilder mit dunklen Anteilen ist Alu-Dibond besser geeignet als Acryl, da Alu-Dibond matt ist, während Acryl spiegelt. Diese matte Fläche ist im ersten Moment ungewohnt, hat aber den riesen Vorteil, dass sie nicht spiegelt.

Ein Vorteil von Alu-Dibond ist, dass individuelle Größen möglich sind. Neben den Standard-Massen ist in der Bestellsoftware an der entsprechenden Stelle ein Felder-Paar für die manuelle Größeneingabe auswähl- und ausführbar. Mein Bild hat ein Format von 60 x 30 cm, was ja kein klassisches Bild-Format ist. Mit Alu-Dibond und Acryl sind solche individuelle Maße möglich.
Beim Bild für diesen Test habe ich mich für ein Motiv entschieden, das viele feine Linien aufweist, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich sind. Das Sonnenlicht wird durch den Baum in viele feine einzelne Strahlen aufgefächert. Zudem haften Myriaden von Tautropfen an den unzähligen Spinnennetzen in den Heidesträuchern

Bestellprozess


Der Bestellprozess war über die Bestell-Software schnell erledigt. Erstaunt hat mich erst die Geschwindigkeit: Dienstag Abend um 19:21. Mittwoch mittag und 12:55 hatte ich bereits die Versandbestätigung per eMail samt DHL-Trackingnummer und Donnerstag das gelieferte Bild in Händen.

Lieferung


Das Bild wurde in einem stabilen Karton geliefert, in dem das Bild noch einmal zusätzlich mich Klarsicht-Folie auf einen dicken Trägerkarton verrutschungssicher fixiert war. Nach dem Auspacken noch die Aufhängung auf die Rückseite kleben und schon kann das Bild an die Wand.

Foto auf Holz

9. September 2017 Keine Kommentare

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Foto auf Holz drucken zu lassen. Vor gut drei Wochen habe ich jedoch die Möglichkeit bekommen, genau das zu testen. Ich habe einen Gutschein für ein Bild im Format 30 x 40 cm von Lieblingsfoto.de bekommen. Aufhängung und Versand ebenfalls inklusive. Somit ein für mich absolut risikoloses Angebot.
Zunächst habe ich mich mit der Webseite in das Thema eingelesen. Der Druck wird direkt auf das unbehandelte Holz aufgebracht. Es handelt sich nicht um eine flächige Holzplatte, sondern um „Bretter“, die in Lattenform mit einem kleinen Zwischenraum arrangiert und von der Rückseite verschiebungssicher verstärkt sind. Die Struktur soll weiterhin sichtbar bleiben.
Ich bin nun kein Typ, der (viel) mit Texturen in seinen Fotos arbeitet. Daher habe ich mich recht schwer mit der Bildauswahl getan. Letztendlich habe ich mich für eine Morgenstimmung entschieden. Die großflächigen Farb- und Dunkelpartien sollen mir die Möglichkeit geben, die Druckqualität besser zu beurteilen.
Im Normalfall geht ein Druck davon aus, dass die zu bedruckende Fläche weiß ist. Helle oder gar weiße Teile des Bildes brauchen also nicht mitgedruckt zu werden. Stattdessen sorgt der weiße Grund dafür, dass gedruckte Farben heller werden. Das Fichtenholz ist aber nicht weiß. Es ist hell, aber eher blass-gelblich. Somit muss die Druckfarbe ganz anders abgestimmt werden, um natürliche Farben in der Reproduktion zu erhalten.
Für den Druck bietet Lieblingsfoto.de die Option, „Weiß“ als Farbe mit zu drucken. Meine Bestellung beinhaltete diese Option. Daher komme die Farben in genau so guter Qualität raus, wie beim Druck auf Papier.

Ergebnis
Die Textur des Materials ist weniger stark als erwartet (befürchtet). Dazu kommt aber ein nicht erwarteter Used-Look im Material. Der Lattungseffekt ist für mich gewöhnungsbedürftig, aber OK, wenn er zu Bild und/oder zur Umgebung passt. Die Farben sind kräftig, aber matt. Der Morgennebel über dem Wasser ist kaum erkennbar und das dunkle Schilf säuft nahezu strukturlos ab.
Das Holz ist etwa 1,5 cm stark. Bei der Bildgröße von 30 x 40 cm ist mir das eigentlich zu dick. Bei größeren Formaten fällt das mit Sicherheit weniger stark ins Gewicht.

Abwicklung
Bild hochladen, Bestellerdaten eingeben, Zahlungsdaten eingeben – fertig.
Samstags bestellt, kommt Montags die erste eMail (4 – Ihre Bestellung wird gedruckt, ist in Produktion). Prima, aber warum die „4“? . Und, warum sind Teile der eMail auf Niederländisch? Na, egal, wird wohl passen.
Donnerstags kommt die zweite eMail (5 – Ihre Bestellung wurde abgeschickt. Sie erhalten diese innerhalb von 2-3 Werktagen). Aber aus den 2-3 Werktagen wurden 1,5 Wochen (Versand aus den Niederlanden). Und wieder Teile auf Niederländisch.

Verpackung
Das Bild kommt doppelt verpackt: zunächst ist es in einem großzügig bemessenen Kunststoffbeutel, der dann in einem Papp-Karton steckt. So kommt das Bild sicher an.

Nun nur noch die Haken auf der Rückseite des Bildes befestigen und schon kann es an die Wand.

Fazit
Ein Druck auf Holz ist eine interessante Möglichkeit seinen Bildern einen unverwechselbaren Ausdruck zu verschaffen. Wenn das Motiv und / oder der Aufhänge-Ort zu der doch etwas rustikalen Erscheinungsweise passen, bekommt man ein außergewöhnliches Produkt.

Großformat-Bild von Saal-Digital – ein persönlicher Test

12. August 2017 Keine Kommentare


Kürzlich bekam ich von Saal-Digital einen Gutschein-Code über 50€, um ein Großformat-Bild zu testen. Sechs unterschiedliche Materialien in den verschiedensten Formaten werden angeboten. So ist man zunächst von der Vielfalt erschlagen.
– Leinwand auf Keilrahmen
– Hartschaumplatte
– Galerieprint
– Acrylglas
– AluDibold mit und ohne Butlerfinish.

Uff. Welches Material soll ich wählen? In welchem Format? Wo sind die Vorteile gegenüber den anderen Materialen? Fragen über Fragen. Leinwand auf Keilrahmen habe ich bereits einige, wenn auch bisher nicht von Saal-Digital, ebenso ein Acrylbild. Die anderen Materialien kenne ich bisher nicht und würde sie prinzipiell auch gerne noch bei Gelegenheit testen.

Für diesen Test standen mir 50€ bei freier Wahl des Materials und der Größe zur Verfügung. Wenn meine Wahl teurer wäre, würde der Preis um diese 50€ reduziert.

Vor der Auswahl des Materials habe ich mich erst einmal mit den Produktbeschreibungen auseinander gesetzt. So wird bei AluDibold die extreme Schärfe hervorgehoben, bei Acryl die Tiefenwirkung. Die Tiefenwirkung von Leinwand im Gegensatz zu einem Print auf Papier habe ich ja in meinem anderen Post schon hervorgehoben.

Anschließend habe ich mich mit meinen Bilder beschäftigt und geschaut, welches Bild mit welchem Material wohl die optimale Bildwirkung erzielen würde. Ich habe mich dann für ein Acryl entschieden. Mit den Ausschlag gab die Möglichkeit, auch ein Panorama abzubilden. In diesem Fall ein 2-zu-1-Panorama im Format 60x30cm.

Die Oberfläche eines Acryl-Drucks ist hochglänzend und das Bild wird quasi auf die Rückseite gedruckt. Ein großer Nachteil dieses Materials ist daher, dass es in dunklen Bildbereichen, und zum Teil auch auf den helleren Teilen, spiegelt.

Die Bestellung mit der der Bestellsoftware geht schnell und einfach von der Hand. Man sollte allerdings vorher das Material genau auswählen, da in der Bestellsoftware eine Änderung nur möglich ist, indem man vor vorne beginnt. Hier würde ich mir wünschen, dass der Wechsel zwischen den Materialien genauso einfach möglich ist, wie auf der Webseite im Info-Bereich. Nun gut, da es ja immer nur um ein Bild geht, ist das verschmerzbar.

Wenige Tage nach der Bestellung kommt dann das Bild ins Haus. Gut geschützt in einem stabilen Karton ist es zusätzlich noch mit etlichen Metern Cellophanfolie auf einem dicken Karton-Brett fixiert. Auch die Ecken sind so sehr gut geschützt. Unter Umweltschutz Gesichtspunkten frage ich mich allerdings, ob wirklich so viel Folie nötig ist und ob es da keine Alternativen gibt.

Als Aufhängung habe ich mich für die günstige Standard-Aufhängung entschieden, die man selbst auf der Rückseite befestigen muss. Dank Klebefolie ist das kein Problem. Die Vorderseite ist noch mit einer Schutzfolie vor dem Verkratzen gesichert.

Da das Bild ohnehin auf Tiefenwirkung angelegt ist, wird diese durch das Material noch unterstützt. Ich mag das Gesamtergebnis an der Wand sehr, auch wenn sich unter Umständen der Betrachter oder der Raum in Teilen des Bildes spiegelt.

Finaler Erfahrungsbericht zum Becker Navi

12. August 2017 Keine Kommentare

Da noch immer sehr viele Zugriffe auf die Erfahrungsberichte zum Becker Navi in meiner Statistik auftauchen, habe ich mich entschlossen, doch noch einen abschließenden Bericht zu schreiben.
Ich habe ja im vorigen Jahr erneut ein Becker Navi gekauft, in der Hoffnung, dass die Qualität des Geräts verbessert wurde und der Software-Qualität entsprechend ist. Leider wurde ich erneut enttäuscht.
Im Mai fing der Lautsprecher von jetzt auf gleich an zu knarzen und stellte dann seinen Betrieb komplett ein. Ich hatte nun also ein Navi, dass mich nur noch optisch leiten konnte. Also habe ich, wie schon in der Vergangenheit, via eMail ein Ticket bei Becker eröffnet. Aber ausser der Ticket-Nummer gab es keinerlei weitere Aktionen bzw. Antworten.
Anfang Juli fiel dann auch noch das GPS aus. Somit war das Gerät gar nicht mehr zu gebrauchen. Nach meiner Rückkehr habe ich dann versucht, telefonisch Kontakt zum Support aufzunehmen. Leider erfolglos. Der Ruf ging raus, wurde aber nicht angenommen. Da das über mehrere Tage so blieb, habe ich mich dann im Internet umgesehen, ob sich die Telefonnummer oder die Support-Zeiten verändert hätten. Dabei habe ich entdeckt, dass die Fa. Becker seit April in einer Insolvenz steckt, ich aber meiner Gewährleistungs-Ansprüche über den Handel noch gelten machen können.
Glück gehabt. Ich habe mein Geld wieder bekommen, dafür aber nun kein Navi mehr.

Fazit: Becker hatte eine gute Software, aber schlechte Hardware. Wer hier im Blog noch Informationen wegen eines Kaufs sucht, dem kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, such nach einem anderen Anbieter.

Kurztest der Olympus OM-D E-M10 II

25. Juni 2017 Keine Kommentare

In Zingst hatte ich die Möglichkeit, mir eine OM-D E-M10 II von Olympus auszuleihen und sie mit dem Standard-Zoom Objektiv Zuiko 14-42mm 1:3,5-5,6 (~ 28-82mm am Voll-Format) während knapp 24 Stunden ausgiebig zu testen.

Die OM-D E-M10 II ist eine Systemkamera mit Wechselobjektiven und elektronischem Sucher. Vom Design ähnelt sie den Olympus Spiegelreflex-Kameras der 1980ger Jahre. Aber, sie ist klein – sehr klein!

Nach dem, in meinen Augen, gelungenen Vintage-Design der Kamera fällt die Größe auf. Die Kamera ist sehr klein. Für meine Hände ist sie fast zu klein. Obwohl ich keine dicken Finger habe, sind manche Knöpfe und Tasten sehr fummelig zu bedienen. Zudem ist die Kamera für die geringe Größe erstaunlich schwer. Wobei der Begriff „Schwer“ es nicht wirklich trifft. Ohne Objektiv wiegt der Body 390g. Aber bei der Größe (120 x 83 x 47 mm) habe ich sie leichter geschätzt und war von daher etwas überrascht. In jedem Fall wirken sowohl Body als auch Objektiv solide gearbeitet.

Die Kamera hat einen CMOS-Sensor im Format 4/3″ = 17,3 x 13,0 mm (Cropfaktor 2,0) mit einer Auflösung von 17,2 Megapixel (physikalisch). Sie kann Fotos im JPG- und im RAW-Format aufzeichnen. Der Autofokus ist als Kontrast-Autofokus mit 81 Messfeldern
ausgeführt und kann sowohl als Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Flächen-Autofokus oder Verfolgungs-Autofokus genutzt werden.

In der Regel funktioniert der AF recht gut. Allerdings kam es mir so vor, als wäre der AF recht langsam. Von meiner DSLR bin ich jedenfalls einen schnelleren AF gewohnt. Dazu muss ich aber auch berücksichtigen, dass meine DSLR in einer anderen Klasse spielt, als die E-M10 II. Wenn, dann muss ich sie mit einer Einsteiger DSLR vergleichen, die ja ebenfalls deutlich langsamer sind.

Bei dem Versuch, von der Sonne beschienene Mohnblüten zu fotografieren, musste der AF die Flügel strecken. Obwohl es hell genug und Windstill war hat der AF hier komplett versagt. Ob das an der roten Farbe der Blütenblätter lag, kann ich nicht sagen. Der Mindestabstand war jedenfalls nicht unterschritten, wie ich später überprüft habe. Auch fliegende Möven hat er nicht scharf stellen können.

Der mit dem Standard-Zoom abgedeckte Bereich ist gut brauchbar für den Start. Eine Erweiterung des Zoom-Bereichs im Tele-Bereich sollte man allerdings im Hinterkopf behalten.

Schön finde ich, dass man beim Design nicht auf den Sucher verzichtet hat. Ein großes Display ist zwar ganz schön, insbesondere, wenn es, wie hier, klappbar ist, aber durch die Nutzung des Suchers stabilisiert man die Kamera beim Fotografieren deutlich im Vergleich zum freihändigen Fotografieren mit Display. Von daher ist eine Sucherlose Kamera für mich ein No-Go!

Der elektronische Sucher greift das Bild vom Sensor ab und gibt es über ein Mini-Display im Sucher aus. Er erkennt auch, wenn man nicht durch den Sucher schaut und schaltet den Sucher dann sofort ab. Er ist ausreichend hell und stellt die Farben neutral dar.

Obwohl der Sucher abends noch gut funktioniert, ist der AF ab einer gewissen Dunkelheit nicht mehr in der Lage scharf zu stellen. Die ISO-Automatik soll lt. Datenblatt zwar eine Filmempfindlichkeit von 100 bis 25.600 justieren können, aber ich habe sie nur bis ISO 1600 bekommen. Und selbst die Bilder mit ISO 1600 waren in meinen Augen zu verraucht um akzeptabel zu sein. Das ist u.a. eine Folge des kleinen Sensors. Denn die Sensoren rauschen um so stärker, je kleiner sie sind. Entrauschfunktionen in der Kamera-Software oder in der Nachbearbeitung können das zwar reduzieren, aber auf Kosten der Bildqualität hinsichtlich Brillanz und Schärfe.

Wenn wir schon beim Thema ‚Grenzen‘ sind, können wir auch gleich noch eine Grenze ansprechen: Bildstabilisierung. Die Kamera hat einen Stabilisator eingebaut. Es ist am Sensor platziert und soll Kleinstbewegungen erkennen und ausgleichen. So werden Belichtungen bei Verschlusszeiten ermöglicht, die unter Normalen Bedingungen Freihändig nicht zu zufrieden stellenden Ergebnissen führen.

Analog zu DSLR-Kameras ist in dem angedeutet Prisma-Kopf ein kleiner Blitz untergebracht, den ich allerdings nicht weiter getestet habe.

Nun zur Kamera-Software. Hier bieten sich unglaublich viele Möglichkeiten, die Kamera einzustellen. In 5 oder 6 Ebenen mit je 3-4 Seiten sind die vielen Menü-Punkte angeordnet. Mit der Fülle war ich fast überfordert. Ein Großteil befasst sich mit den Film-Funktionen und ein weiterer Teil mit so genannten Kreativ-Filtern. Ich filme nicht, somit brauche ich all die Funktionen nicht und Funktionen, die Kamera-intern Fotos verfremden, brauche ich auch nicht. Aber die für mich wichtigen Einstellungen zu finden, war eine größere Herausforderung. Die Möglichkeit RAW zu aktivieren habe ich erst zufällig hinter einem Icon gefunden, dass ich als Lautsprecher verstanden hatte. Die ISO-Funktionen habe ich gar nicht gefunden, so dass alle Bilder mit der Auto-ISO Funktion entstanden sind.

Bei der Nutzung des Displays habe ich entdeckt, dass zumindest bei einigen Funktionen das rückwärtige Display Touch-Sensitiv wird.

Den Akku habe ich mit meinen gut 200 Aufnahmen in den fast 24 Stunden nicht leer bekommen, obwohl beim Fotografieren ja immer Strom entweder für den elektronische Sucher oder für das Display benötigt wird. Dazu kommt die Bildwiedergabe und die Einstellungen im Kameramenü.

Eine letzte Funktion finde ich richtig gelungen und durchdacht: WIFI (WLAN). Die Kamera kann als Hotspot für andere Geräte (z.B. das Mobil-Telefon mit der Olympus-App) dienen. Beim starten der Funktion zeigt die Kamera einen QR-Code auf dem Display an, der mit der App zu scannen ist, und die beiden Geräte mit einander zu verbinden. Das ist nur bei der ersten Verbindung nötig. Danach erkennen sich die beiden Geräte selbständig. So, kann man nun mit der App Fotos aus der Kamera auslesen und z.B. per WhatsApp verschicken oder an Printshops ausdrucken, ohne auf die SD-Karte zurückgreifen zu müssen.

In jedem Fall hat Olympus eine Menge an Funktionalität in die Kamera eingebaut. Leider hat man über die Vielfalt an Funktionen die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit aus den Augen verloren. Sie wird zwar von Olympus als „Kamera für Foto-Enthusiasten“ beworben, aber meiner Meinung ist sie eher für Einsteiger mit dem Potential sich zu entwickeln geeignet. Wenn der recht hohe Preis nicht wäre, könnte ich mir die Kamera gut für einen Teenager vorstellen, der nach ersten Erfahrung mit einer Kompakt-Kamera und positiver Vor-Entwicklung zeigt, dass er bereit ist für die nächste Stufe seiner fotografischen Entwicklung. Mit der Staffelung der Kamera-Funkionen in Basisfunktionen und Erweiterte Funktionen ist das meiner Meinung nach möglich.

Zum Abschluss noch eine Galerie mit Bilder von der Kamera selbst und einige exemplarische Bildergebnisse.

Fotobuch von Saal-Digital – ein persönlicher Test

18. Juni 2017 Keine Kommentare

Kürzlich habe ich die Möglichkeit erhalten, ein Fotobuch von Saal-Digital zu testen. Ein Gutschein über 25€ sollte mich dazu bewegen, die Produktqualität ohne Risiko kennen zu lernen.

Dazu musste ich zunächst die Software von Saal-Digital herunterladen und installieren. Sie wird sowohl für Windows als auch für Mac angeboten. Da sie Adobe Air basiert, einer Pseudo-Plattformunabhängigen Laufzeitumgebung, ist es damit möglich, mit nur einem Quelltext unterschiedlichen Umgebungen zu bedienen. Die Runtime für Adobe Air ist in dem Installationspaket direkt mit enthalten.

Mit der Software lassen sich nicht nur Fotobücher, sondern auch Fotoabzüge, Poster, Kalender, Wandbilder und Fotogeschenke erstellen. In den letzten Jahren habe ich schon etliche Fotobücher erstellt und mich dabei auf drei unterschiedliche Anbieter konzentriert. Somit kann ich bei dieser Betrachtung auf einige Erfahrungen mit der Software anderer Anbieter zurückgreifen.

Saal ist nicht der einzige Anbieter, der auf Adobe Air vertraut. Trotz der zusätzlichen Softwareschicht für die Air-Runtime läuft die Software auf einem 2012er Mac mit 4 GB RAM und 500GB Festplatte recht flüssig. Auf dem 13″ Monitor ist allerdings recht wenig Platz für die einzelnen vorgegebenen Spalten. Man kann zwar die Breite der Spalten verändern, aber nur komplette Spalten ausblenden und nicht nur einzelne, nicht benötigte Widgets (wie Beispielsweise in Photoshop oder gimp). Die linke Spalte wird somit in jedem Fall benötigt, da man von dort aus die einzelnen Fotos frei auf den Seiten platziert. Das geschieht mittels Drag-and-Drop. An einem Raster kann man die Bilder (oder auch Texte) einrasten lassen, ist aber nicht daran gebunden. Alle Komponenten dürfen frei auf den Seiten platziert werden. Es gibt aber auch Layout-Entwürfe, die man nutzen kann, um die Bilder auf den Seiten anzuordnen. Zudem gibt es nach Themen designte Layouts (z.B. Baby, Urlaub, Familie). Weitere Design-Elemente, die man nutzen kann, sind Clipart und Seitenhintergründe. Ich persönlich nutze solche Design-Elemente gar nicht. Auch eigene Fotos können als Seitenhintergrund genutzt werden.


Fotos können frei skaliert auf den Seiten platziert werden. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Bilder selbst zuzuschieben oder sogar eine Basis-Bildbearbeitung um z.B. die Helligkeit zu korrigieren.

Es können jederzeit Doppelseiten in das Buch eingefügt oder entfernt werden. Den Preis kann man jederzeit am unteren Bildschirmrand sehen.

Für eingefügte Texte wird direkt eine Rechtschreibkontrolle durchgeführt und unbekannte Worte rot unterstrichen. Die Texteingabe ist allerdings wenig intuitiv gelöst. Auch die Umsetzung der Text-Löschung. Hier sollte dringend vom Design her nachgebessert werden.

Ich empfehle, die abschließende Sichtkontrolle des Buchs durch eine Person durchführen zu lassen, die bei der Erstellung nicht beteiligt war. Tippfehler im Buch führen unweigerlich zu dauerhaftem Ärger. Des Weiteren sollte die Sichtkontrolle an einem möglichst großen Monitor durchgeführt werden. Viele aktuelle Fernseher haben Beispielsweise die Möglichkeit, an einen Computer angeschlossen zu werden. Besonderes Augenmerk gilt dann dunklen Bildern und Bildpartien. Das ist dem Umstand geschuldet, die Farben am Bildschirm aus Lichtwellen zusammengesetzt werden und gemeinsam Weiß ergeben, während im Druck die stofflichen Farben gemeinsam Schwarz ergeben. Im Zweifel einfach ein dunkles Bild zunächst im Supermarkt oder Drogeriemarkt als Foto ausdrucken lassen und die Qualität beurteilen, bevor es in das Fotobuch aufgenommen wird. Ggf. in der Fotobuchsoftware (oder einer Bildbearbeitungs-Software wie Apple Fotos, Photoshop, Photoshop Elements, gimp) das Bild etwas aufhellen.

Für mein Test-Fotobuch habe ich Bilder aus den letzten 15 Jahren gewählt. Es sind alte Handy-Fotos, alte Digital-Fotos bis hin zu modernen Handy-Bildern und bearbeiten Bilder aus sehr guten digitalen Spiegel-Reflex Kameras. So war insbesondere der Qualitätsunterschied zwischen den Bildern interessant und wie die Software damit umgeht. Die Software weist automatisch darauf hin, wenn die Qualität der Bildes für die gewählte Größe nicht ausreichend ist.

Zum Schluss kommt dann der Versand von Bildern und Gestaltung an das Saal-Labor über die bestehende Internet-Verbindung. Je nach Datenmenge und Bandbreite der eigenen Internet-Verbindung dauert das einige Zeit. In meinem konkreten Fall lief der Upload über Nacht. Ich kann somit nicht sagen, wie lange es exakt gedauert hat. In jedem Fall waren es mehrere Stunden. Da die Bestell-Informationen aber vor dem Upload abgefragt werden, ist das nicht weiter tragisch. Dei Bestell-Endkontrolle kann man ja auch am nächsten Morgen machen. 🙂

Leider bekommt man keine eMail zugesandt, aus der der Fortschritt, Versandtermin und Versandnummer hervorgehen. So kam das Buch leider zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand es entgegennehmen konnte und musste 3 Tage später bei der Post abgeholt werden.

Das Buch kam eingeschweißt in eine Klarsichtfolie, die wiederum in einem Polsterflies steckte, welches in einem soliden Versandkarton auf den Postweg gegeben wurde. Somit kam das Buch unversehrt hier an.

Gedruckt wurde das Buch auf Papier mit einer Anmutung von echten belichtete Fotos und in einer Flachbindung gebunden, so dass man die Seiten flach vor sich hat. Daher kann man sogar doppelseitige Panoramen in das buch aufnehmen. Die Bindung macht einen soliden Eindruck. Der Karton-Umschlag ist ebenfalls solide ausgeführt.

Unschön finde ich, dass die Deck-Kartons auf ihrer Innenseite bedruckt sind. Das wirkt in meinen Augen billig und unprofessionell. Als erste und als letzte Innenseite erwarte ich eine komplett leere Seite zum Schutz. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt am Buch.

Für die Gestaltungssoftware wünsche ich mir eine flexiblere Oberfläche, so dass man die Elemente frei anordnen kann und die nicht benötigten Elemente ausblenden kann und nicht wie heute nur komplette Spalten.