Archiv des Autors: solaner

Blauer Wald


Am Wochenende war ich mal wieder zum Sonnenaufgang im blauen Wald. Im Gegensatz zu den britischen Inseln kann man das Atlantische Hasenglöckchen (Bluebells auf Englisch) auf dem Europäischen Festland nur noch an ganz wenigen Stellen finden. Aber seit dem Ende der letzen Eiszeit ist es nahezu überall auf dem Europäischen Festland verschwunden. Nur noch an wenigen Stellen kann man es mit Glück finden.

Es ist ein Frühlingsblüher, der wie die Buschwindröschen, mit der Blüte durch sein muss, bevor sich das Blätterdach der Buchen schließt und kein Licht mehr zum Boden durchdringen läßt. Der nährstoffreiche Boden darf nicht verbuschen, da die Hasenglöckchen sonst erstickt werden.

Der Wald, in dem ich diese Aufnahmen gemacht habe, ist ein Naturschutzgebiet. Trotzdem laufen rücksichtslose Besucher abseits der Wege und trampeln nieder, was sie motiviert hat herzukommen. Daher schreibe ich hier nicht, wo der Wald liegt. Bitte auch von Nachfragen absehen. Zu freundlicheren Zeiten muss es wohl noch schlimmer zugehen, wie man von Ortsansässigen hört.

Als ich das erste Mal dort war, waren nur 2-3 Jogger unterwegs, beim zweiten Mal bereits ca. 10 Fotografen, von denen ein durchaus beachtlicher Teil mit dicken Kameras und Stativen ausgestattet durch die Blumenfelder trampelte auf der Suche nach vermeintlich noch besseren Positionen und ohne Rücksicht darauf, dass im Naturschutzgebiet das Verlassen der Wege ausdrücklich verboten ist. Beim dritten Mal waren (nur) noch 2 weitere Fotografen vor Ort, die aber ebenso schnell wie ich wieder verschwanden, da von Hasenglöckchen so gut wie nichts zu sehen war. Dieses Jahr gab es wieder große Blumenteppiche und etliche Fotografen, die dieses Mal aber eher an den mitgebrachten Hunden interessiert waren, als an den Blumen. Genauer gesagt, an Hunden im Blumenfeld. Teilweise waren die Fotografen wohl im Stundentakt gebucht, so kam es mir vor. Und das alles zum Sonnenaufgang um kurz nach 6 Uhr in der Früh.

Karsamstags-Bettflucht nach Köln weit vor Sonnenaufgang

Wochenende und Ausschlafen – für viele gehört das einfach zusammen. Normalerweise stehe ich am Wochenende auch nicht soooo früh auf. Manchmal gibt es aber Pläne, die dagegen stehen, länger im Bett zu bleiben. Daher klingelte mein Wecker Karsamstag bereits um 4:00 Uhr in der Früh. Aus dem Bett, kurz den Himmel kontrollieren (sind Sterne sichtbar? ja!), die Kaffeemaschine für 1 große Tasse anschubsen, dann unter die Dusche. Anschließend den Kaffee im stehen trinken – Frühstück gibt’s später -, Foto-Rucksack und Stativ ins Auto und dann ab nach Köln. Ein Tip auf Facebook hat mich dahin gelockt: der Vollmond wird zwischen den Dom-Türmen stehen. Das darf ich mir nicht entgehen lassen. Schließlich ist Köln in einer erreichbaren Entfernung.

Leider ging der Mond noch im Dunklen unter. Also “schwarze Stunde” statt “blaue Stunde”. Zudem zeigten sich zwischen Dom und Mond leichte Federwolken, die die Bilder leider etwas wattierten 🙁
Zuhause dann die Ergebnisse gesichtet und ein paar Recherchen später beschlossen, die Aktion an Ostersonntag zu wiederholen. Diesmal passte es vom Licht, aber dafür war der Mond schon zu tief, als er zwischen den Türmen ankam.

Fazit: auch wenn es nicht optimal lief, war es ein tolles Erlebnis. Danke an den Tip-Geber!

Die ersten 7 Bilder sind von Karsamstag, die übrigen von Ostersonntag.

Fotoworkshop “Landschaftsfotografie in der Heide zum Sonnenaufgang”

Die Heide ist eine alte Kulturlandschaft. Geschaffen wurde sie durch menschlichen Eingriff in die Natur. Durch konsequente Nutzung hat sich eine besondere Landschaftsform entwickelt. Es ist eine offene Landschaft. Prägend für die Heide ist das namensgebende Heidekraut, das Ende August seine Blütezeit hat. Sanfte Hügel mit violet blühendem Heidekraut, sandige Wege, vereinzelte Bäume, die durch ihre Einsamkeit in der Landschaft ihre typische Wuchsform ausprägen konnten. In dieser wunderschönen Landschaft werden wir den Tag kurz vor Sonnenaufgang beginnen, so dass wir die Heide in unterschiedlichem Licht fotografieren können. Mit etwas Glück werden wir sogar Morgennebel haben. Die Fotos bekommen dann einen wirklich mystischen Charakter. Aber auch ohne Nebel ist diese Landschaft sehr reizvoll.

Ohne Übertreibung ist dies ein Highlight der Naturfotografie in Westfalen.

Da das Areal sehr weitläufig ist, werden alle Teilnehmer genug Zeit und Ruhe haben, um die wunderschöne Natur zu genießen und zu fotografieren.

Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit dem Sonnenaufgang, fangen den Sonnenstern ein und fotografieren die Landschaft zur goldenen Stunde.
Gegen 9.00/10:00 Uhr wird der Workshop enden. Es besteht die Möglichkeit, Vorort zu bleiben und erneut in die Heide einzutauchen.

Mitzubringen ist eine Kamera, Stativ und, wenn vorhanden, Grauverlaufsfilter sowie ein Polfilter. An Wechselobjektiven werden wir Brennweiten vom Weitwinkel- bis zum leichten Telebereich nutzen. Auch ein Makro-Objektiv kann gut eingesetzt werden. Fragen zur Ausrüstung können im Vorfeld per eMail gestellt werden.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für jeden Teilnehmer in einer Webkonferenz einige Bilder zu zeigen und ein Feedback zu erhalten. Jeder sollte zunächst die Gelegeneheit haben, die eigenen Bilder Daheim auf dem Computer zu sichten und auszuwählen, zu welchen Bildern Feedback gewünscht ist. Vorort auf einem mitgebrachten Notebook ist das in einer Gruppe etwas schwierig. Auch, weil unterschiedliche Speicherkarten-Systeme im Einsatz sind und u.U. der passende Codec für Raw-Daten nicht installeirt sein könnte.

Fotoworkshop “Landschaftsfotografie in der blühenden Heidelandschaft”

Die Heide ist eine alte Kulturlandschaft. Geschaffen wurde sie durch menschlichen Eingriff in die Natur. Durch konsequente Nutzung hat sich eine besondere Landschaftsform entwickelt. Es ist eine offene Landschaft. Prägend für die Heide ist das namensgebende Heidekraut, das Ende August seine Blütezeit hat. Sanfte Hügel mit violet blühendem Heidekraut, sandige Wege, vereinzelte Bäume, die durch ihre Einsamkeit in der Landschaft ihre typische Wuchsform ausprägen konnten. In dieser wunderschönen Landschaft werden wir den Nachmittage verbringen, so dass wir die Heide in unterschiedlichem Licht fotografieren können. Mit etwas Glück treffen wir auch die Landschafts-Erhalter, die Schafe.

Ohne Übertreibung ist dies ein Highlight der Naturfotografie in Westfalen.

Da das Areal sehr weitläufig ist, werden alle Teilnehmer genug Zeit und Ruhe haben, um die wunderschöne Natur zu genießen und zu fotografieren. Auch unter Pandemie-Gesichtspunkten können wir problemlos den Anforderungen gerecht werden.

Mitzubringen ist eine Kamera, Stativ und, wenn vorhanden, Grauverlaufsfilter sowie ein Polfilter. An Wechselobjektiven werden wir Brennweiten vom Weitwinkel- bis zum leichten Telebereich nutzen. Auch ein Makro-Objektiv kann gut eingesetzt werden. Fragen zur Ausrüstung können im Vorfeld per eMail gestellt werden.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für jeden Teilnehmer in einer Webkonferenz einige Bilder zu zeigen und ein Feedback zu erhalten. Jeder sollte zunächst die Gelegeneheit haben, die eigenen Bilder Daheim auf dem Computer zu sichten und auszuwählen, zu welchen Bildern Feedback gewünscht ist. Vorort auf einem mitgebrachten Notebook ist das in einer Gruppe etwas schwierig. Auch, weil unterschiedliche Speicherkarten-Systeme im Einsatz sind und u.U. der passende Codec für Raw-Daten nicht installeirt sein könnte.

Verlosung von Excire Foto Bundle. *** beendet ***

Heute habe ich etwas besonderes!
Ich bereite gerade ein Review der neuesten Version von Excire Foto vor, eine Software, die meiner Meinung nach jeder Fotograf, egal of Pro oder Hobby, gute gbrauchen kann. Nun, während ich hier so den Post vorbereite, triffte eine Marketing eMail bei mir ein. Ich darf Voucher Codes für die Vollversion vom Excire Foto Bundle incl. Excire Search unter meinen Lesern verlosen.

Um einen der Codes zu gewinnen, schreib mir einen Kommentar hier im Blog:
– Warum brauchst gerade Du Excire Foto
– Wie groß ist Dein Archiv, dass Excire Foto für dich analysieren soll um es Dir zu erleichtern einzelne Bilder für einen Blog-Post, Wettbewerb oder Freunde und Familie zu finden.

Diese Verlosung findet hier im Blog und parallel in meinem englisch-sprachigen Reise Blog statt. Jeder Kommentator wird nur einmal gezählt. Kommentare auf Twitter, Instagram, Facebook oder sonst wo werden nicht berücksichtigt.

Die Ziehung findet am 14. Juni statt und wird nur Kommentare mit einem Datumsstempel von vor 14.06.2021 0:00h berücksichtigen,

Mit dem Absenden des Kommentars erklärst Du dich damit einverstanden, im Gewinnfall von mir eine eMail mit dem Voucher und ein paar Instruktionen zu erhalten. Die Daten werden für keine anderen Zwecke genutzt. Btw. Rechtswege jeglicher Art sind natürlich ausgeschlossen. Es zählt allein das Glück!

Die Key-Features von Excire Foto sind:

  • Fotos in Ordnerstrukturen anhand Inhalt, Farbe, Form, .. analysieren
  • KI-gestütztes Tagging der Fotos –
  • Pflege einer Datenbank mit basis Metadaten wie Kamera-Modell, Brennweite, …
  • Die Analyse findet komplett lokal auf dem Computer statt (kein Upload in irgend eine Cloud)
  • manuelle Taging ist zusätzlich möglich
  • suchen und finden von Bildern anhand ihres Inhalte wie Kamera, Farben, Tag, Ähnlichkeit und vielem mehr

Update 14.06.2021: Das Los ist gefallen, die Gewinner sind benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

Werbung wg. Affiliate-Link:

Review von Excire Foto 1 – einer Software zum Verschlagworten und Wiederfinden von Fotos

an English version of this review is available in my English bog

Für diese Rezension habe ich eine kostenlose Version von Excire Foto 1.0 erhalten, aber niemand hat versucht, meine Bewertung zu beeinflussen. Ich habe die MacOS-Version getestet, aber die Windows-Version sollte genauso aussehen und sich auch so anfühlen. Die installierte Version belegt fast 600 MB auf meiner internen SSD und weitere 900 MB in meinem Home-Ordner unter ~/Library/Application Support/excire-foto. Dies sind die Datenbank- und Miniaturbilder der analysierten Bilder.

Nachdem Sie die Software installiert und zum ersten Mal gestartet haben, werden Sie nach dem Ort gefragt, an dem sich die zu analysierenden Bilder befinden. Im ersten Schritt werden nun alle Bilder eingelesen und in einem zweiten Schritt von der internen KI (künstliche Intelligenz) analysiert und markiert. Ich habe Excire Foto an einen Bildordner auf meiner lokalen SSD weitergeleitet, der ungefähr 20.000 Bilder in Webauflösung (~ 13 GB) enthält die auf 318 Unterordner verteilt sind. Die Erst-Aufnahme dauerte erstaunlicherweise nur etwa 4 Minuten. Der Analysevorgang dauerte weitere 50 Minuten.

Während ich mit dem Ergebnis herumspielte, bemerkte ich einige Dinge. Ich habe eine E-Mail mit diesen Dingen an den Support gesendet und sehr schnell einige Antworten erhalten. Ich füge die Antworten hier als Erklärung des Supports hinzu.

  • Ich bin ziemlich enttäuscht darüber, dass die Objektivinformationen aus meinen Exif-Daten fehlen. Ich habe einige Bilder mit exiftool überprüft und sie enthalten alle die richtigen Objektivinformationen. Ich gehe davon aus, dass nicht alle möglichen Exif-Tags korrekt analysiert werden, da nicht standardisiert ist, welche genauen Tags von der Kamera oder den Softwareherstellern verwendet werden müssen. Ich habe als Beispiel einige Daten aus meinen Bildern aufgenommen
    => wir werden es überprüfen. Wenn dies korrekt ist, werden wir es in einer zukünftigen Version beheben
  • Es wäre schön, exif-Daten manuell zu korrigieren, da z.B. 2 identische Kameras aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Software zur Entwicklung der Rohbilder leicht unterschiedlich erkannt werden. (= Normalisierung von Daten)
    => wir werden es überprüfen und wenn aus technischer Sicht möglichwerden wir eine solche Funktion hinzufügen
  • Bearbeiten / Korrigieren, von z.B. Copyright-Informationen in den Bildern
    => Es ist geplant, einen IPTC-Editor hinzuzufügen
  • Gibt es einen technischen Grund, warum nur 49 Bilder zum Markieren ausgewählt werden können? Wenn Sie von einem Shooting oder einer Reise zurückkommen, müssen Sie immer alle Bilder mit einigen allgemeinen Tags (z.B. dem Ort) versehen.
    => Ja, die Performance ist der Grund für diese Begrenzung. Wir müssen das ändern.
  • Denken Sie darüber nach, eine Funktion hinzuzufügen, mit der Sie GPS-Daten erfassen können?
    => ja
  • Es wäre schön, Tags zu verschieben, anstatt sie zu löschen und neu zu erstellen, um anschließend Hirarchien aufzubauen, oder eine zusätzliche Ebene einzufügen (d. H. Land – Deutschland – _NRW_ – Düsseldorf).
    => es ist schon in unserem Rückstand
  • Das Anzeigen von Datei- und Ordnernamen wäre hilfreich, um die richtigen Tags auszuwählen. Es gibt zwar bereits eine Option, um ein Bild in die Vollbildansicht zu bringen (einschließlich des Dateinamens), aber um diese Informationen zum Taggen zu verwenden, ist dies nicht wirklich hilfreich
    => wir werden das optimieren
  • Zum Filtern von Bildern nach den Metadaten, haben Sie die GUI mit Kästchen gestaltet anstelle von Kreisen. Wenn solche Kontrollkästchen angezeigt werden, erwarte ich, dass anstelle von Radiobuttons nach mehr als einem Argument gefiltert werden darf. Hier ist aber immer nur 1 Auswahl möglich (= Radiobutton)
    Ich würde gerne einen weiteren Filter wie z.B. 35 mm Äquivalent, Sensorgröße (35 mm, APS-C, Mittelformat, MFT, …) empfehlen.

Ich mag die Software und wie sie funktioniert. Wenn man jetzt mit dem Markieren von Bilder erstmals beginnt, ist dies trotz der oben genannten Dinge hilfreich. Der Kauf der Software ist keine große Sache, da sie nicht so teuer ist. Sie ist bereits sehr nützlich und hilft beim Organisieren (und Finden) der Fotos.
Mein Test habe ich mit Version 1.0 gemacht. Aktuell bekommt man Version 1.1.

Werbung wg. Affiliate-Link:
Derzeit kann man die Software mit einem Discount erwerben, wenn man den Code “OSTERN2021” beim checkout angibt!

Test des Fotobuchs “Little black book” von zno

Ich durfte mal wieder ein Fotobuch testen. Diesmal hat zno einen Gutschein für ein 24-seitiges 8×8 Zoll Fotobuch “Little black book” mit Hardcover-Umschlag spendiert. Wer ist ZNO? ZNO ist ein Fotobuch-Produzent aus der Bay-Area San Francisco in den USA , der sich auf gewerbliche Kunden spezialisiert hat. Ich war gespannt, wie dieser Anbieter sich im Vergleich zu den mir bisher bekannten Produzenten schlägt.

Das Anlegen eines User-Accounts auf der Webseite geschieht unspekatkulär einfach: Daten eintragen, abschicken, fertig. Keine Bestätigung oder eMail-Verifizierung. Da ist man heute anderes gewohnt. Irgendwie wirkt das wie aus derZeit gefallen. Das Design der Webseite (nein, es gibt keine Gestaltungs-Software), ist aufgeräumt und funktional. Es wirkt, als hätte Jony Ive beim Design mitgewirkt.

Es geht also los wie immer: Bilder hochladen, Buchtyp, Buchgröße und Seitenanzahl auswählen und dann die Bilder platzieren. Bilder von Facebook oder Google hochladen? Es hieß doch, das Angebot wäre nur für gewerbliche Nutzer. Oder habe ich da was falsch verstanden. Bei mir kommen die Bilder von der lokalen Festplatte und sind sehr schnell hochgeladen. Noch noch schnell auf den Seiten platzieren. Fertig! Pro Seite nur 1 Bild im Querformat oder quadratisch. Kein Text.

Ich habe im Laufe der Zeit schon einiges gesehen, aber das ist Neu! So reduziert habe ich noch kein Angebot gesehen. Dafür ist der Preis echt üppig: 45€ kostet das Buch zuzüglich Versandkosten. Gut, dass ich einen Gutschein habe und nur die Versandkosten zu zahlen brauche. Am Donnerstag, dem 09. Juli, bestellt wird die Lieferung wird für den Zeitraum 21. bis 27. Juli avisiert. Uii, ganz schön lange! Als am Montag, dem 13. Juli, ein Hinweis auf Versandinformationen erscheint, staune ich das nächste Mal: das Buch kommt aus China, aus Shanghai! Tatsächlich kommt es am 16. Juli in einem soliden kleinen Päckchen bei mir an. So war das Buch auf dem Versandweg sicher untergebracht.

Ursprünglich sollte es ein Buch mit Vögeln der Welt werden. Beim Design des Buches habe ich aber festgestellt, dass das nicht mit dem Buchdesign zusammen passt und die Bildauswahl geändert. Ich habe mich dann für ein Buch mit 24 schwarz-weiß Bildern aus Island entschieden. Der Druck ist gut, die Bindung auch. Äußerlich wirkt das Buch edel. Beim Aufschlagen leider nicht mehr. Die Seiten sind dick, eher Karton als Papier. Zitat Webseite “Hochwertiges flaches Fotobuch mit 24 harten Seiten”. Flach ja, harte Seiten stimmt auch. Viel mehr als die dicken Seiten stört mich auch hier, dass auf den Innendeckel und den Hinterdeckel gedruckt wird, wie bei Saal-Digital. Das wirkt einfach nur piselig und unprofessionell. Dazu der in meinen Augen sehr hohe Preis. Danke, kein zweites Mal.

Fazit: Der Druck ist gut und die Verarbeitung auch. Der Versand vorbildlich, auch was das Tracking angeht. Ob man einen Versand um die halbe Welt aus china haben möchte, soll jeder für sich selbst entscheiden. Die Webseite funktioniert gut und ist sehr übersichtlich. Wer mit den wenigen Auswahlmöglichkeiten beim Design zufrieden ist, bekommt ein klares, schickes Buch. Wenn ich aber den Preis mit berücksichtige, kommt von mir ein klares Nein. So viel ist das Buch in meinen Augen nicht wert. Bei 20€ wäre mein Maximalwert erreicht. Sorry! Wenn ich dann noch das fehlen von Vorsatz, Vakantseiten und Buchdecke berücksichtige, fällt das Buch für z.B. Hochzeitsbücher aus. Für ein privates Urlaubsbuch wäre das OK, aber dafür ist dann einfach der Preis viel zu hoch.

Und ich bekomme nun täglich Newsletter auf Englisch mit tollen Angeboten in US-Dollar 🙁

Die Testberichte zu anderen Fotobuch-Anbietern befinden sich übrigens hier!

Review von Excire Foto 1.0 – einer Software zum Verschlagworten und Wiederfinden von Fotos

an English version of this review is available in my English bog

Für diese Rezension habe ich eine kostenlose Version von Excire Foto 1.0 erhalten, aber niemand hat versucht, meine Bewertung zu beeinflussen. Ich habe die MacOS-Version getestet, aber die Windows-Version sollte genauso aussehen und sich auch so anfühlen. Die installierte Version belegt fast 600 MB auf meiner internen SSD und weitere 900 MB in meinem Home-Ordner unter ~/Library/Application Support/excire-foto. Dies sind die Datenbank- und Miniaturbilder der analysierten Bilder.

Nachdem Sie die Software installiert und zum ersten Mal gestartet haben, werden Sie nach dem Ort gefragt, an dem sich die zu analysierenden Bilder befinden. Im ersten Schritt werden nun alle Bilder eingelesen und in einem zweiten Schritt von der internen KI (künstliche Intelligenz) analysiert und markiert. Ich habe Excire Foto an einen Bildordner auf meiner lokalen SSD weitergeleitet, der ungefähr 20.000 Bilder in Webauflösung (~ 13 GB) enthält die auf 318 Unterordner verteilt sind. Die Erst-Aufnahme dauerte erstaunlicherweise nur etwa 4 Minuten. Der Analysevorgang dauerte weitere 50 Minuten.

Während ich mit dem Ergebnis herumspielte, bemerkte ich einige Dinge. Ich habe eine E-Mail mit diesen Dingen an den Support gesendet und sehr schnell einige Antworten erhalten. Ich füge die Antworten hier als Erklärung des Supports hinzu.

  • Ich bin ziemlich enttäuscht darüber, dass die Objektivinformationen aus meinen Exif-Daten fehlen. Ich habe einige Bilder mit exiftool überprüft und sie enthalten alle die richtigen Objektivinformationen. Ich gehe davon aus, dass nicht alle möglichen Exif-Tags korrekt analysiert werden, da nicht standardisiert ist, welche genauen Tags von der Kamera oder den Softwareherstellern verwendet werden müssen. Ich habe als Beispiel einige Daten aus meinen Bildern aufgenommen
    => wir werden es überprüfen. Wenn dies korrekt ist, werden wir es in einer zukünftigen Version beheben
  • Es wäre schön, exif-Daten manuell zu korrigieren, da z.B. 2 identische Kameras aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Software zur Entwicklung der Rohbilder leicht unterschiedlich erkannt werden. (= Normalisierung von Daten)
    => wir werden es überprüfen und wenn aus technischer Sicht möglichwerden wir eine solche Funktion hinzufügen
  • Bearbeiten / Korrigieren, von z.B. Copyright-Informationen in den Bildern
    => Es ist geplant, einen IPTC-Editor hinzuzufügen
  • Gibt es einen technischen Grund, warum nur 49 Bilder zum Markieren ausgewählt werden können? Wenn Sie von einem Shooting oder einer Reise zurückkommen, müssen Sie immer alle Bilder mit einigen allgemeinen Tags (z.B. dem Ort) versehen.
    => Ja, die Performance ist der Grund für diese Begrenzung. Wir müssen das ändern.
  • Denken Sie darüber nach, eine Funktion hinzuzufügen, mit der Sie GPS-Daten erfassen können?
    => ja
  • Es wäre schön, Tags zu verschieben, anstatt sie zu löschen und neu zu erstellen, um anschließend Hirarchien aufzubauen, oder eine zusätzliche Ebene einzufügen (d. H. Land – Deutschland – _NRW_ – Düsseldorf).
    => es ist schon in unserem Rückstand
  • Das Anzeigen von Datei- und Ordnernamen wäre hilfreich, um die richtigen Tags auszuwählen. Es gibt zwar bereits eine Option, um ein Bild in die Vollbildansicht zu bringen (einschließlich des Dateinamens), aber um diese Informationen zum Taggen zu verwenden, ist dies nicht wirklich hilfreich
    => wir werden das optimieren
  • Zum Filtern von Bildern nach den Metadaten, haben Sie die GUI mit Kästchen gestaltet anstelle von Kreisen. Wenn solche Kontrollkästchen angezeigt werden, erwarte ich, dass anstelle von Radiobuttons nach mehr als einem Argument gefiltert werden darf. Hier ist aber immer nur 1 Auswahl möglich (= Radiobutton)
    Ich würde gerne einen weiteren Filter wie z.B. 35 mm Äquivalent, Sensorgröße (35 mm, APS-C, Mittelformat, MFT, …) empfehlen.

Ich mag die Software und wie sie funktioniert. Wenn man jetzt mit dem Markieren von Bilder erstmals beginnt, ist dies trotz der oben genannten Dinge hilfreich. Der Kauf der Software ist keine große Sache, da sie nicht so teuer ist. Sie ist bereits sehr nützlich und hilft beim Organisieren (und Finden) der Fotos.
Mein Test habe ich mit Version 1.0 gemacht. Vor der Veröffentlichung dieser Rezension habe ich die neueste Update-Version installiert: 1.0.5. Aber das Verhalten ist immer noch das gleiche. Überraschenderweise hat mich meine installierte Version nicht über das Update informiert, obwohl eine solche Funktion implementiert ist.

Eine weitere Überraschung war, dass Version 1.0.5 immer noch 20.066 Bilder findet, aber 43,339 Bilder in der Standardansicht ohne aktiven Filter anzeigt. Ich denke, hier ist eine Inkonsistenz, da die Zahlen beim Filtern wirklich korrekt zu sein scheinen.