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Archiv für die Kategorie ‘Rezension’

Das Becker Navi nach gut 2 Jahren

10. April 2016 Keine Kommentare

Ich hatte mir ja vorgenommen, nicht weiter über das Becker Navigations-Gerät zu schreiben, aber die Erfahrungen der letzten Zeit lassen mir leider keine Alternative.
Im Herbst letzten Jahres hat es mir zum ersten Mal den Dienst verweigert, da es sich nicht mehr aufladen lassen wollte. Ganz blöd! Zum Glück ist da nicht auf einer meiner Touren oder gar im Ausland passiert. Es hat zwar einen Akku, aber der hält leider nicht einmal eine Stunde, wenn es nicht am Strom hängt. Recherchen im Internet, wo ich denn eine neues KFZ-Ladekabel her bekomme, brachten mir zu Hauf Berichte über exakt dasselbe Problem. Die USB-Buchse, die ja auch zum Laden benutzt wird, ist auf der Unterseite des Geräts angebracht. Das Kabel selbst hat zwar einen abgeknickten Stecker, aber um ihn im Gerät anzuschließen muss das Kabel in einer ungesunden Knickung geführt werden. Ganz schlecht! Daher ist der Kabelbruch leicht erklärbar. Von einer Nachbestellung des Original-Kabels habe ich somit abgesehen! Nicht zu empfehlen!
Das Ersatzkabel, dass ich mir bestellt habe, hat keinen abgeknickten Stecker und hängt somit gerade aus dem Navi heraus. Kein Knick, kein Kabelbruch – Alles gut, so dachte ich. Selbst der Empfang der Verkehrsdaten funktioniert einwandfrei.
Nun, nach etwa weiteren 5 Monaten fällt der Stecker jedoch ständig aus dem Gerät heraus. Ein Navigieren ist unter solchen Bedingungen natürlich nahezu unmöglich. Also muss ich das Gerät man näher untersuchen. Zum Glück ist es geschraubt und nicht verklebt oder vergossen!
Aber, es handelt sich um Torx-Schrauben. Wer hat dafür denn die passenden Schraubendreher? Ich! Aus einem Handy-Reparatur-Set. Schrauben entfernt, Gerät geöffnet und gestaunt, wie wenig an Elektronik drin steckt. Nicht einmal die Hälfte des Innenraums wird von der kleinen Platine ausgefüllt. Aber, in der Platine ist die USB-Buchse direkt integriert. Ergo: nicht wechselbar. Allerdings reichte es aus, die Metallummantelung der Buchse wieder zur richten und zusammen zu drücken, dass der Stecker wieder hält.
Hier hat man augenscheinlich Materialien verarbeitet, die nicht dafür ausgelegt sind, dass das Navigationsgerät häufig mit dem Strom verbunden wird. Aber sorry, dafür kauft man doch ein mobiles Navi!!! Tägliche Fahrten mit mindesten 2 – 3 Steckungen sind doch nicht zu viel verlangt? Oder etwa doch? Das Erscheint mir fast wie ein Regenschirm, der nur bei Sonnenschein genutzt werden darf.
Ich bin mal gespannt, was als nächstes passiert!
Wenn man mich heute fragt, ob ich es wieder kaufen würde, so wäre ich sehr vorsichtig und würde mich nach einem anderen Gerät umsehen. Evt. auch gar keines mehr kaufen, sondern stattdessen mein Handy nutzen. Dafür habe ich mir inzwischen auch eine Autohalterung gekauft, um für den Notfall gewappnet zu sein. Gute Navi-Software für’s Handy ist mir allerdings noch nicht untergekommen. Zudem sind die Stimmen meiner Meinung nach zu leise um gegen die Fahrgeräusche anzukommen. Des Weiteren benötigen sie eine aktive Internet-Verbindung, um Karten oder Verkehrshinweise nachzuladen. Eher Suboptimal im Ausland. Warten wir ab, wie es in Europa mit den Roaming-Gebühren weitergeht, und dann bleibt noch das Nicht-EU-Ausland.

Nachtrag: Mein „Reparatur“-Versuch hat nicht lange gehalten 🙁 Nach insgesamt 4 Steckungen hält der Stecker wieder nicht mehr. Also noch einmal reaprieren und dann mal den Stecker mit Heißkleber am Navi fixieren. Hoffendlich hält es dann. Sonst heißt es: erneut auf die Suche nach einem neuen Navi gehen 🙁

Update 02.05.2016: es ist übrigens wieder ein Becker geworden: Becker active.5 LMU plus

Kalender von eColorland

5. Dezember 2015 Keine Kommentare

610_5871eColorland scheint ein neuer Anbieter auf dem Gebiet des PoD (Print on Demand) zu sein. Zumindest ist er mir bisher nicht untergekommen. eColorland bietet Fotobücher und Kalender im Format A4 und A3 an. Ich habe die Kalender im Format DIN A3 getestet.

Für die Kalendererstellung steht eine WebApp zur Verfügung, die komplett im Browser läuft. Die Erstellung des Kalenders ist einfach. Zunächst das gewünschte Format auswählen. Dafür stehen die Formate DIN A3 und DIN A4 im Hoch- und Querformat zur Verfügung. Dann eines der Layout-Vorlagen wählen. Nun können die Fotos ausgewählt und entweder von der lokalen Festplatte hochgeladen oder aus einem bereits bei eColorland liegenden Projekt kopiert werden. Nun noch die Bilder auf die einzelnen Seiten verteilen. Fertig!

Die WebApp läuft angenehm schnell und ist auch recht zügig gestartet. Ein Login ist erst für die Bestellung nötig. Mittels eines kleinen Schalters kann man sich die bereits benutzten Bilder ausblenden lassen, so dass man den Überblick über sein Projekt behält und Keines doppelt benutzt. Bemerkenswert fand ich die extrem hohe Upload-Geschwindigkeit für die Fotos.

Nicht so toll fand ich die zur Verfügung stehenden Layouts. Fast alle Layouts bieten nur Raum für kleine Fotos und haben sehr große mit Mustern verzierte Bereiche. Daher kam für mich nur ein Layout in Frage: großer freier Bereich oben und dem Kalendarium unten. Leider ist das Kalendarium fest fixiert und man kann es nicht auf der Seite verschieben. Für die Leiste mit den Daten ist das ja nicht schlimm, aber Jahreszahl und Monatsname würden mitten in die Fotos gedruckt! Ein No-Go!

Daher habe ich den Kalender komplett mit Scribus selbst gesetzt, als PDF exportiert und dann in einzelne JPGs konvertiert. Hier kam dann das nächste Problem: Pro Datei ist die Höchst-Größe 20MB. Zudem darf jedes Bild maximal 50 MegaPixel haben.

Die 20MB lassen sich ja noch greifen und mit umgehen. Ohne zu wissen, in welcher Auflösung gedruckt wird (ich habe dazu auf der ganzen Seite incl. FAQ keine Angaben gefunden) musste ich mich herantasten.

Bei 300 dpi wurden die Fotos auf dem A3 Kalenderblatt nur als Briefmarke angezeigt. Bei 600 dpi hat der Upload-Dialog die Annahme verweigert, da die 50 Megapixel überschritten wurden. Mit 500 dpi habe ich es dann geschafft, die Bilder hochzuladen. Die Darstellung am Bildschirm war aber miserabel. Kein Vergleich zu den direkt hochgeladenen Fotos, die bei mir 25 MegaPixel haben (6016 × 4016).

Sonntag Abend habe ich die beiden Kalender bestellt. Am Donnerstag morgen wurden sie schon geliefert. Erstaunlich schnell und in sehr guter Druck-Qualität. Lt. Webseite erstellt mit Xerox iGen 150 auf Seidenrasterpapier Colotech 160 gsm ebenfalls von Xerox.

Die Kalender wurden in einem GLS Kunststoffbeutel geliefert. Geschützt nur von einem ganz dünnen Kartonmaterial, das nur die leichten Stöße abhält. In dem Karton können die Kalender sich bewegen, was man an den angestossenen Ecken erkennen kann. Sehr Unschön!

Das verwendete Papier ist schön, für Kalender meiner Meinung nach aber eher ungeeignet, da zu dünn. Zudem fehlt ein stabilisierender Karton als Rückseite. Dass die Kalender nicht nochmal separat eingeschweißt sind, ist für mich unter dem Gesichtspunkt der Müll- und Kunststoff-vermeidung OK. Eingeschweißt wären die Schäden an den Ecken jedoch nicht passiert oder zumindest nicht so groß. Des Weiteren ist die Aufhängung schon bei Lieferung verbogen.

Mein Fazit: der Hersteller schafft es, die Produkte mit guter Druck-Qualität schnell zum Kunden zu bringen, obwohl er aus Polen versendet. Er sollte aber einige Dinge noch abstellen, wie oben beschrieben, um wirklich hochwertige Produkte zum Kunden zu bekommen. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist aktuell der Preis für die gebotene Leistung zu hoch.

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An die Wand damit

16. Juli 2015 Keine Kommentare

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Du warst fotografieren und hast etliche schöne Bilder mit gebracht. Raw-Entwicklung ist fertig. Und sonst? Nur Gigabyte-weise belegte Festplatten, Speicherkarten oder USB-Sticks. Wie oft schaust Du dir die Bilder an? Zeigst Du sie Anderen? Du kannst sie evt. noch in einem Forum, bei Flickr, G+ oder Deinem Blog online stellen, um sie Anderen zu zeigen. Aber ist das alles? Gibt es nicht noch mehr?

Früher hat man jedes Foto auf Papier gehabt. Und heute? Einzelne Bilder werden vielleicht noch an einer Print-Station im Supermarkt oder in der Drogerie ausgedruckt, was dann ja den Abzügen von Früher entspricht. Das sind wahrscheinlich am ehesten Bilder von Familienfeiern. Bilder eines Urlaubs oder Ausflugs könntest Du z.B. in einem Fotobuch zusammen fassen, mit etwas Text versehen und so eine dauerhafte Erinnerung schaffen. Ist das nun alles? Nein!

Ein Freund von mir hat in seinem Blog beschrieben, wie er seine Fotowand neu konzipiert hat. Das hat mich inspiriert, mal meine Gedanken zu dem Thema nieder zu schreiben. Ein paar generelle Gedanken zur Wanddekoration hat Michael Omori Kirchner auf fotografr.de zusammengestellt.

Es gibt Anbieter, die Fotos im Großformat anbieten. In der Vergangenheit habe ich diesen Service einige Male genutzt und Fotos im Format 30×45 bzw. 60×40 Hochglanz drucken lassen und im Bilderrahmen mit Passepartout hinter Glas aufgehängt. In der Größe entwickeln die Bilder eine tolle Wirkung. Man kann sich jeden Tag daran erfreuen. Erinnerungen lebendig halten. Sie können auch, je nach Motiv, motivieren.

Hinter Glas sind die Bilder auch gut geschützt. Aber leider spiegelt das Glas auch – vor allem dann, wenn das Foto dunklere Bildteile enthält.

Versand

Prints bis Größe DIN A4 werden per Post in einem stabilen Umschlag versandt. Größere Formate werden hingegen gerollt per Paketdienst versandt. Bei Rollenversand hat man das Problem, dass die Prints sich an die Rollung erinnern und sich immer wieder aufrollen wollen. Hinter Glas ist das aber kein Problem. Das Ein- und Auspacken kann bei Unachtsamkeit aber zu Knicken führen. Das ist dann ein Schaden, den man nicht mehr reparieren kann.

Seit einiger Zeit gibt es auch Alternativen: Leinwand, Hinterglasdruck und auf Alu-Verbundmaterialien

Leinwanddruck

Ich habe vor kurzem zwei Leinwandprints im Format 80×60 als Test bestellt. Sie kommen als Paket nach Haus. Jedes Bild einzeln in Luftpolsterfolie verpackt und zusammen in einem stabilen Pappkarton. Trotz der Größe sind sie erstaunlich leicht, im Vergleich zu einem Print auf Fotopapier mit Rahmen unter Glas. Interessanterweise habe die beiden auf Leinwand gedruckten Bilder an der Wand eine Anmutung von Räumlichkeit und Tiefe. Es kommt mir so vor, als könne man die Objekte im Bild tatsächlich anfassen. Anders, als ich es von den bisherigen Prints gewöhnt war. Das liegt möglicherweise an der leicht rauen Struktur des Materials.

Leider geht beim Druck auf Leinwand an allen vier Seiten ein Teil (kleiner) des Bildes verloren. Das ist dadurch bedingt, das die Leinwand um einen hölzernen Trägerrahmen herumgeführt wird und auf der Rückseite an diesem Rahmen befestigt wird. Darum muss man bei der Bildauswahl darauf achten, dass sich im Randbereich kein wesentlicher Bildinhalt befindet. Je nach Hersteller kann man während des Bestellprozesses sehen, wie viel vom Bild für diesen Umschlag verloren geht.

Zum Aufhängen benötigt man nicht unbedingt einen Bilderrahmen, sondern kann die Leinwand direkt aufhängen. Auch ein Aufhänge-System wird nicht unbedingt benötigt, wenn man bereits Nägel in der Wand hat. Man kann die Leinwände einfach mit dem inneren Holzrahmen auf die Nägel in der Wand auflegen.

Acryl

Ich habe auch einen Hinterglasdruck bestellt. Deutlich teurer als die Leinwand, aber mit einer tollen Bildqualität. Auch von der Anmutung her entspricht die Bildwiedergabe einem Print auf Fotopapier. Da die Oberfläche aber kratzempfindlich ist, werden die Bilder mit einer Schutzfolie versehen geliefert.

Um einen Print im Hintergasdruck oder auf Verbundmaterial gedrucktem Bild an die Wand zu bringen, benötigt man ein Aufhängesystem hinter dem Bild.

Beim Hinterglasdruck sowie beim Druck auf Verbundmaterialien kann man, wie bei Prints auf Fotopapier, bis an den Rand drucken. Es gibt keinen Verlust von Bildteilen.

Lagerung

Da ich Bilder gerne ein paar Mal im Jahr austausche, müssen die Bilder, die gerade nicht an der Wand hängen gelagert werden. Die Lagerung der Prints auf Fotopapier nimmt deutlich weniger Platz weg, als Hinterglasdrucke, Verbundmaterial oder Leinwand. Ich nutze eine Sammelmappe im Format A2 aus dem Künstlerbedarf für die Prints, die gerade nicht an der Wand hängen. Darin sind sie sicher aufgehoben. Sie können nicht verknicken, werden glatt gehalten und man kommt gut dran, um sie zu tauschen. Man benötigt nur einen Rahmen, der zur Einrichtung passt, und kann sich im Monats- oder Jahreszeitenrhythmus passende Bilder an die Wand hängen.

Leinwände sind da deutlich sperriger und müssen sorgfältiger aufbewahrt werden. Bei Hinterglasdruck und den genannten Verbundmaterialien ist eine Lagerung auch etwas schwieriger als bei den Prints. Sie sind zwar nicht so dick, wie Leinwände. Dafür muss man sie aber vor dem verkratzen schützen und die Aufhängesystem auf der Rückseite bedenken.

Fazit

Für mich hat jedes der genannten Verfahren seine Berechtigung. Qualitativ steht keines der Materialien hinter den Anderen zurück. Im Moment bevorzuge ich die Leinwand aufgrund der oben beschriebenen Tiefenwirkung.

Hat man seine Fotos jedoch in einem Panorama-Format, das sich im Produktportfolio des Herstellers nicht wiederfindet, so bleibt nur der Druck auf Fotopapier, da man hier selber die unbelichteten Ränder wegschneiden kann, um auch ein solches Bild an die Wand zu bekommen.

Wer mag, kann mir auch seine Erfahrungen unten in den Kommentaren hinterlassen. Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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Umwälzungen am Kameramarkt durch Smartphones

10. Juli 2015 Keine Kommentare

Fabian Wüst betreibt eine Ratgeber-Website rund um Spiegelreflexkameras. Im Rahmen einer Blogparade hat er einige Betreiber von Fotoblogs angeschrieben und nach ihrer Meinung zur möglichen weiteren Entwicklung gefragt, an der ich mich gerne beteilige.

 

GIBT ES DANK SMARTPHONES & SYSTEMKAMERAS BALD KEINE DSLRS MEHR?

Spiegelreflex-Kameras (SLR) sind meiner Meinung schon immer die Königsklasse der Kameras gewesen. Ob das nun Kleinbild oder Mittelformat ist, lasse ich mal offen. Heute kommen ja in der Regel digitale Sensoren statt Dia- oder Negativ-Film zum Einsatz, so dass man heute von Digitalen Spiegel-Reflex-Kameras (DSLR) spricht. Durch ihren großen Sensor und die Verfügbarkeit einer Vielzahl an hochwertigen, lichtstarken Objektiven hat man mit diesen Kameras Werkzeuge für die unterschiedlichsten Zwecke.

 

Welche Klassen von Kameras gibt es denn heute:

  • zunächst einmal die Spiegel-Reflex Kameras für Mittelformat, Kleinbild und APS-C
  • System-Kameras wie Nikon-1, OM-D, Canon M und andere mit kleineren Sensoren als APS-C, Wechselobjektiven und nur Liveview statt Sucher
  • Point-and-Shoot oder auch Bridge-Kameras mit einem (oft langen) ausfahrbaren, nicht wechselbaren Objektiv und Liveview statt Sucher
  • Kompakt-Kamera ebenfalls mit Liveview statt Sucher
  • Mobiltelefone mit einer inzwischen erstaunlichen Qualität

 

Wer nutzt nun was davon?

Das Mobiltelefon hat man immer dabei. Die Bildqualität ist mittlerweile so gut, dass man sich wirklich fragt, welchen Mehrwert eine Kompakt-Kamera hat. Hier glaube ich, dass die Mobiltelefone in absehbarer Zeit die Kompakt-Kameras ersetzt haben werden. Auch wenn die Zoom-Funktion der Mobiltelefone in der Regel mit einer Verkleinerung des Bildes (in Größe und Pixeln) einhergehen. So, dass man eher von einem Ausschnitt sprechen müsste, als von einem Zoom.

Seit einiger Zeit gibt es verschiedene Hersteller, die dieses Manko erkannt haben und Aufsatz-Objektive entwickelt haben, die man über die Mobiltelefon-Kamera stülpt und so die Brennweiten verändert. Nun kann trotz Zoomens der gesamte Sensor für das Bild genutzt werden.

Am anderen Ende des Typenspektrums finden sich die Spiegel-Reflex-Kameras. Während man vor 20-30 Jahren hier zwar auch leicht abgespeckte Einsteiger-Modelle fand, kann man heute Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras finden, die Optionen und Features der Kampakt-Klasse aufweisen und so hinter den so genannten Motiv-Programmen all die kreativen Möglichkeiten, die die Kamera Bauart bedingt bieten würde, verstecken.

Es ist sicherlich richtig, dass bestimmte Ausstattungsmerkmale der High-End Spiegel-Reflex-Kameras nicht jeder benötigt. Somit kommt schon aufgrund dieser Anforderungen eine natürliche Diversifizierung daher. Aber ob die Menge an unterschiedlichen Modellen und ein Modellwechsel im Jahresrhythmus bei den Einsteiger-Modellen gerechtfertigt ist, wage ich anzuzweifeln.

Dazwischen existieren schon seit vielen Jahren die Bridgekameras. Sie bieten in der Regel einen größeren Zoombereich als Kompaktkameras und manchmal sogar noch einen (optischen) Sucher. Sie haben sich aus den analogen Sucherkameras entwickelt. Von der Größe her sind sie deutlich kleiner als Spiegel-Reflex-Kameras, aber auch größer als Kompaktkameras. Dennoch teilen sie mit der Kompaktklasse die Einfachheit in der Bedienung, sind vom Gehäuse jedoch etwas unhandlicher. Sie passen im Gegensatz zu einer Kompaktkamera eben nicht in die Hosentasche, sondern benötigen eine separate Tasche. Dafür wird man mit einem recht langen Zoombereich belohnt. Heutzutage ist es zum Glück in der Regel auch wieder ein komplett optischer Zoom.

Von oben drängt nun die Systemkamera in diese Nische. Ein Kameratypus, der ebenfalls die einfache Bedienung mit kleinem Sensor kombiniert, aber, wie die SLR, mit Wechselobjektiven daherkommt. Die Wechselobjektive haben gegenüber den fest eingebauten Zoomoptiken der Bridgekameras den Vorteil, dass sie besser für ihren jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden können. Schärfe, Lichtstärke, Verzeichnung und Farbränder sind hier die entsprechenden Stichworte.

 

Wie sieht es nun nach dem Einsatzzweck aus?

  • Immer-dabei
  • Party
  • Urlaub- Kinder
  • professioneller Hochzeits-, Portriat- oder Event-Fotograf
  • Landschaftsfotograf
  • Presse-Fotograf

 

Vor dem Hintergrund glaube ich, dass die Kompaktkameras weitestgehend von den Mobiltelefonen ersetzt werden werden. Man hat es eh immer dabei, braucht kein zusätzliches Gerät und die Bildqualität reicht inzwischen sogar für großformatige Fotobücher.

Um die ambitionierten Kinder-, Familien- und Urlaubsfotografen buhlen nun nicht nur die Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras, sondern auch die System- und Bridge-Kameras.

Wer mehr, als eine Kompakt-Kamera haben möchte, greift zu einer Bridge. Während der, der gerne eine Spiegel-Reflex-Kamera hätte, aber am Gewicht sparen möchte, zu einer Systemkamera greift.

Ich glaube auch, dass die Vielzahl der Einsteiger-Spiegel-Reflex-Kameras verschwinden wird, da die Systemkameras einfach kleiner und leichter sind. Dass sie nicht die gleichen kreativen Möglichkeiten, wie eine Spiegelreflex haben, ist der Zielgruppe eher nicht bewußt, bzw. wäre mit den billigen Kit-Linsen der Einsteigerklasse eh nicht realisierbar (z.B. Freistellung durch große Offenblende oder Macro).

Die Spiegelreflex-Kameras entwickeln sich meiner Meinung nach wieder dahin, wo sie bereits vor mehr als 20 Jahren waren: zu ‚Profi‘-Werkzeugen in Händen derer, die wissen, was sie damit machen können. Denn, nicht das Werkzeug entscheidet über die Güte eines fertigen Bildes, sondern das Know-How und die Fähigkeit des Fotografen. Frei nach dem Sprichwort „A fool with a tool, is still a fool“ (Ein Narr mit einem Werkzeug ist immer noch ein Narr).

Auf der anderen Seite gibt es sehr talentierte Fotografen, die mit ihren Mobiltelefonen (insbesondere iPhones) hervorragende Fotos machen. Es kommt halt darauf an, dass man sein Werkzeug beherrscht, das das Werkzeug zum Einsatzzweck passt und man dessen Möglichkeiten einzusetzen weiß. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen mit hochwertigen Industrie-Hämmern eine Armbanduhr reparieren zu wollen, oder mit Uhrmacherwerkzeugen eine Strasse zu reparieren.

Nicht sicher bin ich mir bei der Frage nach den Pressefotografen. Manch einer könnte sicherlich auch von einer Systemkamera profitieren, da sie kleiner, unauffälliger und leichter ist und sich aufgrund des kleineren Sensors auch längere Brennweiten einfacher einsetzten ließen. Andererseits sind die kleinen Sensoren empfindlicher für Sensorrauschen und die kleineren Objektive nicht so lichtstark wie die Optiken aus dem Spiegelreflexlager mit ihren größeren Durchmessern. Bei unzureichendem Licht, mit dem Pressefotografen ja häufig umgehen müssen, kommt diese Kameraklasse schneller an ihre Grenzen, als DSLRs.

Für mich muss eine Kamera einen Sucher haben. Ein Liveview ist in bestimmen Fällen zwar eine gute Ergänzung, aber im Regelfall (> 99%) benutze ich den Sucher. Allein dadurch, dass man die Kamera an den Kopf drückt, um durch den Sucher zu blicken, erhält man eine erhöhte Stabilität für die Auslösung, als wenn man eine Kamera etwa einen halben Meter vor sich hält, um auf den Liveview zu schauen. Ob der Sucher nun optisch oder elektronisch realisiert wird, ist mir primär egal.

Setzt der Kamerahersteller auf einen elektronischen Sucher, so kann er auf den Spiegel und das Prisma im Kamerakopf verzichten. Das Sucherbild kann somit direkt vom Sensor abgenommen werden. So auch in den System-, Bridge- und Kompaktkameras. Damit entfällt aber auch die Möglichkeit auf einen schnellen Autofokus nach dem Phasenvergleichsverfahren. Stattdessen kommt die Kontrastmessung zum Einsatz, wie auch in der digitalen Videographie, die aber deutlich mehr Rechenleistung in der Kamera erfordert. Persönlich bevorzuge ich einen optischen Sucher, muss aber zugeben, dass ich bisher nicht viele Berührungspunkte mit digitalen Suchern hatte.

 

Prognose:

Ich erwarte einen Rückgang der Vielfalt bei den Kompakt-Kameras, sowohl bei den einzelnen Modellen je Hersteller als auch einen Rückzug von weiteren Herstellern aus dem Markt.

Bei den Einsteiger-Spiegelreflex-Kameras erwarte ich ebenfalls einen Rückgang der Modellvielfalt und eine Konsolidierung auf die beiden großen Hersteller Nikon und Canon.

Bei den System-Kameras haben wir ja schon heute Nikon, Canon, Olympus, Panasonic, Sony und Samsung. Ob sich hier ein weiterer Hersteller etablieren kann, wage ich anzuzweifeln, da er ja ebenfalls ein komplettes Ökosystem schaffen oder das Objektiv-Bajonett eines anderen Herstellers lizensieren müsste. Auch hier ist die Frage, ob so viele Hersteller in dem Markt weiterhin bestehen können. Den drei erst genannten Herstellern traue ich das zu. Bei den anderen Drei bin ich mir nicht so sicher.

Bei den Bridge-Kameras glaube ich, wird ebenfalls ein weiterer Konsolidierungsprozess starten: hin zum Mobiltelefon oder zur Systemkamera. Auch wenn die Systemkamera im Moment vom Preisniveau noch höher liegt, als die Bridge. Auf Sicht, glaube ich, wird dieser Kameratyp vom Markt verschwinden.

Inwieweit reine Objektiv-Hersteller wie Sigma, Tamron und Tokina in so einem veränderten Markt mit eigenen Produkten überleben können, vermag ich nicht abzuschätzen. Es dürfte eng werden, wenn sie nicht zu reinen Auftragsfertigern für die anderen Hersteller verkommen wollen. Auch die Zukunft von Sony (ex Minolta) und Pentax (seit 2011 im Ricoh-Konzern beheimatet) bleibt spannend. Die Entwicklung neuer Objektive kostet viel Geld, dass über den Verkauf einer möglichst hohen Stückzahl wieder verdient werden muss. Ist aber der Markt klein, muss der Preis entsprechend höher ausfallen. Das wiederum macht den Wettbewerb gegenüber den Kameraherstellern schwieriger. Denn, wer kauft ein Objektiv eines Drittherstellers, wenn er zum gleichen Preis (oder nur geringfügig darüber) ein Objektiv des Kameraherstellers bekommen kann. Nischenhersteller für Spezialobjektive sowie für weiteres Dritthersteller-Zubehör (z.B. Systemblitze) lasse ich hier bewußt außen vor. Ebenso die Hersteller von Studio-Equipment.

Sony hat ein riesige Produktspektrum in vielen unterschiedlichen Sparten. Aufgrund der Diversität innerhalb des Konzerns hat Sony leider auch generell zu kämpfen. Finanzinvestoren fordern ja schon seit einigen Jahren die Zerschlagung des gesamten Konzerns. Mir fehlt für den Fall der Zerschlagung aber die Idee, wer dann die Kamera-Sparte übernehmen könnte und wollte.

Pentax hat noch seine Mittelformats-Sparte. Aber der übrige optische Bereich ist bei Hoya verblieben. Somit fehlen auch hier die Synergien, insbesondere mit der Medizintechnik. Olympus scheint bei den Systemkameras seine Nische gefunden zu haben, in der das weitere Überleben zunächst möglich ist.

 

Fazit:

In jedem Fall werden wir meiner Meinung nach eine weitere Konsolidierung am Kameramarkt beobachten, auch wenn insgesamt die Menge an Fotos weiter zunehmen wird. Modellvarianten, Kameramodelle, Kameratypen und Anzahl der Hersteller werden meiner Meinung nach jedoch weiter abnehmen. Wer vor der Frage einer Neuanschaffung steht, sollte daher auch nach der Nachhaltigkeit und den Zukunftsperspektiven des jeweiligen Herstellers fragen. Insbesondere dann, wenn es darum geht, dass auch in ein paar Jahren noch Zubehör und Ersatzteile verfügbar sein sollen. Diese Frage ist besonders bei den Systemkameras und DSLRs wichtig, wenn es um die Verfügbarkeit von Systemblitzen, Objektiven und Hochleistungsakkus geht. Hier gilt: Augen auf beim Kamerakauf!

Mal wieder ein Update für das Becker ready 50 Navigationsgerät

9. Juni 2015 Keine Kommentare

Vor ein paar Wochen bekam ich von Becker eine eMail, dass das jährliche Karten-Update bereitstünde. Ein netter Service. OK, also los.

Zunächst die erwarteten Negativ-Punkte:
– Als erstes aus dem Keller das Original-Becker USB-Kabel geholt
– Update-Software ist weiterhin Windows-only! Also erst mal wieder einen PC mit Windows suchen
– Antiviren-Programm deaktivieren, da auf dem Navi die autorun.inf weiterhin als Virus identifiziert wird

Nun die Positiv-Überraschung:
beim letzten Update habe ich ja einzelne Länder vom Gerät löschen müssen, um Platz für die Updates der Länder zu haben, die ich wirklich brauche. Nun kommen automatisch alle Länder wieder auf das Gerät und passen sogar drauf! Gut gemacht!

Das Update ist auch recht flott auf das Gerät installiert. Deutlich schneller, als beim letzten Mal.

Der Neustart des Geräte mit den Updates holte mich jedoch erst mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Eine schicke Meldung „Das Kartenmaterial ist älter als 12 Monate“. Nanu! Becker hat doch geschrieben, das es Kartenupdates gäbe. Im Gerät kann man ja die Karten-Stände nachsehen. Alle Karten haben einen Vermerk Q4.2014. Das finde ich OK und das sind nach meiner Rechnung weniger als 12 Monate. Also ignorieren. Trotzdem doof!

 

Und was hat das Update sonst noch gebracht:
Meiner Meinung nach, kommen die Abbiege-Hinweise wieder etwas eher. Es gibt zusätzliche Details in den Beschriftungen (z.B. Namen von Parks oder Kleingartenanlagen). Die Landschafts-Modellierung ist etwas verbessert worden. Zudem gibt es weitere Verkehrshinweise wie z.B. Krötenwanderung und eine Verbesserung beim Spurassistenten.

Der Eintrag ‚Letzte Ziele‘ bietet die letzten Ziele auf Basis des aktuellen Standorts an. Wenn ich daheim auf ‚Letzte Ziele‘ tippe, werden mir die beiden letzten von hier aus angesteuerten Ziele angeboten, nicht aber die absolut letzten Ziele. Zudem scheint es, als ob die Gesamtliste der letzten Ziele nach Häufigkeit der Ansteuerung gewichtet wäre.

Mehr als ein Zwischenziel einzugeben, geht aber noch immer nicht und auch die Möglichkeit, eine vorausgeplante Strecke hochzuladen und dann abzufahren, habe ich bisher nicht entdecken können.

Wünschenswert wären auch noch folgende Optionen:
– Strecke automatisch als GPX-Datei aufzuzeichnen und sie bei Bedarf exportieren zu können
– bring mich auf der gleichen Strecke wieder zurück, auf der ich hergekommen bin

Es bleibt also spannend!

Fotodiox WonderPana 145 Essentials Kit I

3. Oktober 2014 Keine Kommentare

„Ein Polfilter am Ultra-Weitwinkel mach keinen Sinn“, hört man immer wieder, und das ist auch bedingt richtig. Es gibt aber Situationen, wo man ein Polfilter an einem UWW braucht. (oder ein Graufilter).

Leider hat Nikon bei dem Nikkor 14-24 VR f/2,8 darauf verzichtet, die Montage von Filtern zu ermöglichen. Seit ich das Objektiv habe, war ich auf der Suche, ob es nicht doch irgendeine Lösung gibt. So stieß ich auf Lensinghouse 150×150, wo aber leider derzeit der Filterhalter nicht lieferbar war. Als Alternative stieß ich auf das WonderPana 145 von Fotodiox. Da mir die Zeit drängte, habe ich es bestellt.

Das Kit besteht aus 4 Teilen: ein großer Objektiv-Deckel passend zum Filter, das Filter, ein Halter und eine Gegenhalterung. Bis auf den Objektiv-Deckel ist jedes Teil einzeln in einer kleinen Polstertasche verpackt. Alle 3 Taschen sind aber so klein, das jeweils nur das vorgesehene Teil hineinpasst. Die Lackierung in einen aggressiven Rot mag die Firmenfarbe darstellen, ist aber nicht schön – nur schön auffällig. Verarbeitung der einzelnen Teile ist gut und passend.

Zur Montage muss man zunächst die Gegenhalterung von hinten über das Objektiv schieben und dann den Filterhalter hineinschrauben. Nun hat man ein Gewinde, in das man Filter einschrauben kann. Das Polfilter ist, obwohl lt. Aufdruck in slim-Ausführung, recht dick. Und genau hier liegt die Crux. Zumindest war es mir nicht möglich mit der D600 einschränkungsfreie Bilder zu machen. Nicht nur eine kleine Abschattung, sondern das Filter bzw. der Halter sind deutlich im Bild zu sehen. Um sie nicht im Bild zu haben, muss man schon ziemlich weit herein zoomen. Ich schätze, dass von den 14mm an meiner Vollformat D600 nur 16-17mm übrig bleiben, wenn man keine Teile des Filters im Bild haben möchte. Meiner Meinung nach hätte das ganze Produkt mit einem größeren Durchmesser konzipiert werden müssen. So ist das ganze (zumindest für mich) unbrauchbar.

Bei einem Telefonat mit dem Händer wurde mir dann unterschwellig zu verstehen gegeben, ich hätte das Produkt nicht richtig bedient oder hätte ein inkompatibles Objektiv. Nachdem wir uns dann doch noch auf Rückgabe geeinigt haben, kam die nächste Überraschung: Rücksendeporto ist von mir zu tragen, obwohl auch nach der neuen EU-Richtlinie das Porto vom Händler zu tragen gewesen wäre.

Lt. einer Mail vom Händler ist die Lackierung an mehreren Stellen am Kit beschädigt worden. Aufgrund einer notwendigen Reinigung des Filters und der Beschädigungen müsse er mir rund 1/3 des Warenwerts bei der Erstattung abziehen. Bei einem Preis von fast 400€ ist das ein ganz schöner Batzen.

Es ist klar, dass man bei einer Rückgabe u.U. eine Wertminderung wg. Nutzung in Kauf nimmt. Aber hier stimmen für mich weder die Qualität noch die Produkteigenschaften.
– mangelhafte Qualtiät in der Lackierung
– zu geringer Durchmesser

Bei einem Filterkit, das, wie hier, ausdrücklich für ein bestimmtes Objektiv produziert wird, erwarte ich dass es auch auf dessen Besonderheiten hin angepasst ist. Ist es das nicht, gehört das in auffälliger Weise in die Produktbeschreibung.

Desweiteren die Lackierung: wenn die nicht einmal einen einzelnen Trip aushält, wie sieht es dann erst nach 1 Jahr der Benutzung aus? Zumal es bei dem Trip auch noch fast die gesamte Zeit im Koffer war  🙁

Da es für dieses System auch Graufilter gibt, werden hier die gleichen Einschränkungen gelten. Somit ist mein Rat: Finger weg!

Ich habe das Filter nicht nachgemessen, vermute aber aufgrund der Beobachtungen, dass die 145 in der Produktbezeichnung der Durchmesser in Millimetern ist. Die Mitbewerber Lensinghouse und Haida geben als Durchmesser ihrer Filter 150 mm an und zumindest das Haida-Kit habe ich inzwischen ausprobieren können. Ergebnis: keine Abschattungen oder gar Filterteile im Bild.

I’m rollin‘, rollin‘, rollin‘ ….. rawhide

28. Januar 2014 Keine Kommentare

IMG_0706Wer kennt die Zeile nicht? Oder den „Soul man“, „Think“ oder „Flip, Flop and fly“. Natürlich! Everybody needs somebody to love. Die Blues Brothers. Nicht im Film, aber live auf der Bühne. In der Original-Besetzung können sie nach dem Tod von John Belushi ja leider nicht mehr auftreten, aber die Jungs und Mädels der Original Show aus dem Londoner West End haben Oberhausen gerockt! Nach fast zwei Stunden und mehreren Zugaben, wo sie fast alle der bekannten Stücke gespielt haben, wurden Jake & Elwood, 6 Musiker und 3 Backgroundsängerinnen von der Bühne entlassen. Tolle Stimmen, akrobatische Einlagen und gute Musik haben den Abend unvergesslich gemacht. Optisch waren Jake und Ellwood nicht vom Original zu untercheiden und Aretha Franklin von einer der Backgroundsängerinnen mehr als würdig vertreten.

Bei den Fotos handelt es sich nur um Handybilder, aber ich war ja auch nicht zum fotografieren dort.

Falls die Show auch in Deiner Nähe sein sollte, versuch noch eine Karte zu bekommen!

Viel Spaß!

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75. Schwelmer Trödelmarkt

13. Oktober 2013 Keine Kommentare

600_4243_wHeute war wieder Trödelmarkt in Schwelm. Und wieder gab es ein reichhaltiges Angebot an Puppen, Spielzeug, Geschirr, Kleinmöbeln, Autozubehör, Deko-Artikeln, Handy- und Handyzubehöt, DVDs, Computer- und Konsolenspielen und vielem, vielem mehr.

Auch wenn es den Tag über trocken blieb und die Sonne zwischendurch durch die Wolken schaute, so dass man tatsächlich etwas blauen Himmels erspähen konnte, blieb es lausig kalt. Bei nur 8°C mussten die Trödler sich dick einpacken um den Tag draußen durchzustehen. An einigen Ständen konnen man hören, dass die Trödler sich das Ende des Tages herbeiwünschten, um wieder ins Warme zu kommen.

Einige große Stellen, insbesondere auf dem Schillerplatz waren leer geblieben und es waren auch weniger Besucher unterwegs, als beim letzten Mal, im Mai.

Mehr Bilder gibt es in meinem anderen Blog. Viel Spaß beim Ansehen.

„Es“ funktioniert – wieder

21. August 2013 Keine Kommentare

Es war ja klar!

Die eMail, die mir am Donnerstag vom Support zugesagt wurde, kam natürlich nicht! Da musste ich erst erneut beim Supprt anrufen, der zwar nicht von Becker, sondern von Navteq in den Niederlanden, betrieben wird. Nach nur kurzer Wartezeit hatte ich einen Supportmitarbeiter am Telefon, der nicht nur excellent und fast akzentrei Deutsch sprach, sondern auch sofort verstand, wo das Problem liegt und wie es zu lösen ist.

Noch während des Telefonats bekam ich zwei eMail mit insgesamt 3 Zip-Dateien, die in vorher vorbereitete Ordner zu kopieren waren. Fertig! Das Gerät funktioniert wieder!

Das Neue …

15. August 2013 Keine Kommentare

… ist da!

Ein Becker Ready 50 LMU Plus, wie man zum  Teil ja schon aus meinem letzten Post schließen konnte.

Um das Gerät mit dem PC zu verbinden wird ein USB-Kabel mitgeliefert. Die Erkennung des Gerätes funktioniert noch, aber die Treiber-Installation schlägt erst einmal fehl. Im Windows-Explorer findet man ein zusätzliches Laufwerk mit der benötigten Software. Die Software ist so jedoch nicht installierbar, da sie von der Antiviren-Software als bösartig eingestuft wird. Nach Deaktivierung der Antivirensoftware kann man zwar die Installation starten, bekommt aber sofort erneut einen Hinweis, sie wäre nicht installierbar. Immerhin wird trotzdem automatisch über den Standard-Browser die aktuelle Version aus dem Internet heruntergeladen, die auch installiert werden kann.

Nach Neustart des ContentManagers und erneutem verbinden des Geräts per USB finden sich die beiden Komponenten und man kann einen persönlichen Account bei Becker anlegen, sowie eine erste Sicherung durchführen.

Die Startseite weist einen bei jedem Start auf die im Kaufpreis enthaltenen „lebenslangen“ Kartenupdates hin, die man erhält, wenn das Gerät binnen der ersten 30 tage ab Kauf aktiviert wurde. So weit OK. Aber dieser Hinweis bleibt, auch wenn das Gerät aktiviert ist. (Oder mein Gerät ist noch immer nicht aktiviert – Unverständlich und irritierend!) Zumindest habe ich ein erstes Update bekommen.

Dass ein Update aus Platzgründen nicht in einem Schritt installiert werden kann, mag ja noch angehen, da ja auch temporär Platz zum Entpacken benötigt wird. Wenn aber dann die Schaltknöpfe so unglücklich beschriftet werden, dass das was man zu Update auswählt gelöscht und stattdessen die abgewählten Inhalte aktualisiert werden, ist nicht mehr mit klarem Verstand nachvollziehbar. So ist man der Meinung, man deinstalliert z.B. die russischen und nordischen Sprachpakete um dann nach dem Update festzustellen, dass das Gerät nun nur noch Türkisch, Russisch und Finnisch (und ähnliche Sprachen) spricht und alle Dialoge nur noch in diesen Sprachen angezeigt werden. Mal sehen, wie ich die Sprachen aus dem Backup nun wieder
bekomme. Es wurde zwar die Möglichkeit angeboten, die Inhalte auf den PC zu kopieren statt sie zu löschen, aber das schlug aus unbekannten Gründen fehl. Aber ich habe ja noch das Initial-Backup.

Bei einem Gerät eines deutschen Herstellers erwarte ich Benutzerdialoge, die in Deutsch verständlich sind. Was soll mir beispielsweise der Satz „Die Abladung des File ist im Gange:“ sagen? Gemeint ist wohl, das der Download läuft. Das ergibt sich zumindest aus den wechselnden Dateinamen in der Detailansicht.

Zudem sind die Dialoge für ein Netbook bzw. 10″-Notebook mit einer Auflösung von 1366*768 zu groß ausgelegt. Buttons am unteren Rand sind nicht erreichbar. Erst wenn man einen größeren externen Monitor anschließt, kann man an der Stelle weiterarbeiten. Gut, wenn man noch einen großen Monitor hat und das Notebook die Anschlüsse, um ihn auch zu betreiben. Im Zeitalter von kleinen Immerdabei-Notebooks sind solche Dialog-Designs nicht mehr zeitgemäß.

Ich sollte mal versuchen, den BeckerContentManager in Englisch zu installieren, evt. werden die Dialoge ja dann verständlich. In Deutsch ist das eine Zumutung. Da ist ja jede automatische Übersetzung aus dem Google Translator besser.

Für die Sprachwiederherstellung habe ich dann das Initial-Backup ausgewählt und nach einer kurzen Analyse fängt das Programm wieder an, Daten aus dem Internet herunterzuladen ohne auf den Grund dafür hinzuweisen. Eigentlich sollte das Gerät ja aus dem vorherigen Update aktuell sein. Es werden aber wieder Dateien mit den Endungen MAP bzw. POI heruntergeladen. Daher vermute ich dass es sich um Karten sowie Point-of-Interest-Informationen handelt. Was sich aber hinter den „Driver alert“ verbirgt, in Verbindung mit verschiedenen Staaten, erschließt sich mir noch nicht. Evt. handelt es sich dabei um Verkehrsregeln wie z.B. die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den verschiedenen Straßenarten. Diverse HNR-Dateien, die ebenfalls ihren Weg auf das Gerät finden, sind ebenfalls nicht eindeutig zuordnbar.

Ein Blick in den Windows-Explorer erklärt den erneuten Download: der Restore hat das komplette Gerät gelöscht. Statt rund 300 MB sind nun wieder rund 3,1 GB frei und wollen gefüllt werden. Hoffentlich inclusive der fehlenden Sprachen. Wofür hat die Software dann bei dem Initial-Backup 4 GB Plattenplatz belegt?

Immerhin ist der gesamte Vorgang so angelegt, das zunächst der Download stattfindet und dann die geladenen Dateien überprüft werden, bevor sie im Block auf das Gerät übertragen werden.

Leider ist die Re-Installation noch immer nicht vollständig. Nicht einmal mehr lauffähig ist das Gerät. Die Lapidare Fehlermeldung „global_cfg not found“ brachte mich dann dazu den Support von Becker anzurufen. Und, oh Wunder, das Problem ist bekannt und ich soll per eMail die fehlenden Dateien samt Anleitung bekommen. Ich warte! Mal sehen, wie lange!

00 800 6284 2551 (Gebührenfrei in den meisten westeuropäischen Ländern)